Roche plant 175-Meter-Büroturm

Aktualisiert am 18.12.2009 85 Kommentare

Roche plant als Ersatz für ein vor einem Jahr schubladisiertes Projekt erneut einen Büroturm. Dieser soll mit 175 Metern das höchste Gebäude der Schweiz werden. Der Pharmakonzern rechnet mit Investitionen von über einer halben Milliarde Franken.

1/12 So wird das neue Wahrzeichen von Roche aussehen. Das neue Projekt ist höher als das alte.

Roche plant 175-Meter-Büroturm

   

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Das am Donnerstag präsentierte neue Projekt für den «Bau 1» mit rund 1900 Arbeitsplätzen stammt wie der erste Entwurf von den Basler Stararchitekten Herzog & de Meuron und überragt diesen um 21 Meter. Statt einem spiralförmigen Turm ist nun ein Hochhaus mit 41 Stockwerken vorgesehen, das sich nach oben verjüngt und auf zwei Seiten unterschiedlich steile abgetreppte Fassaden aufweist.

Alle Anforderungen erfüllt

Im Gegensatz zum ersten Entwurf erfüllt das neue Projekt für das Hauptgebäude des Pharmakonzerns laut Roche alle funktionalen und technischen Anforderungen. So werden im Sockel des Hochhauses ein 500-plätziges Auditorium und ein Personalrestaurant untergebracht, was im ursprünglichen Entwurf fehlte.

Das Investitionsvolumen ist mit 550 Millionen Fr. zwar bei beiden Entwürfen gleich hoch. Hätte es alle Vorgaben erfüllt, wäre das vor Jahresfrist gestoppte Projekt wegen seines komplexen Designs jedoch fast doppelt so teuer geworden, hiess es an einer Medienkonferenz.

Zusammenfassen will Roche im Büroturm, der 2015 fertiggestellt werden soll, jene rund 1800 Angestellten, die in Basel über das ganze Stadtgebiet in zehn verschiedenen Mietliegenschaften verteilt sind. Insgesamt beschäftigt Roche in Basel rund 8000 Menschen. Allein in den letzten fünf Jahren entstanden am Hauptsitz des Konzerns 1500 neue Arbeitsplätze.

Bekenntnis zu Basel

Für Roche-Chef Severin Schwan ist der Neubau ein klares Bekenntnis des weltweit tätigen Pharmakonzerns zum Standort Basel. Dieser sei international wettbewerbsfähig und werde dies auch bleiben.

Besonders angetan zeigte sich Schwan von der Architektur des aus insgesamt 18 Entwürfen heraus entwickelten Projekts. Dieses knüpft an die von Otto Salvisberg geprägte Architektur von Roche an und nimmt das für das Basler Werkgelände des Unternehmens typische Farbschema auf, in dem die Farbe weiss dominiert.

Der Basler Baudirektor Hans-Peter Wessels sieht im Büroturm schon ein neues Wahrzeichen Basels. Das Projekt sei von der als kritisch bekannten Stadtbildkommission ausserordentlich gut aufgenommenen worden, sagte Wessels vor den Medien. Überzeugt habe namentlich die schlichte Eleganz des hellen Gebäudes.

Weder ein Wahrzeichen zu schaffen noch die Höhe seien indes ein Ziel gewesen, sagte Architekt Pierre de Meuron. Wenn ein Gebäude aber sichtbar und hoch sei, solle es auch gut aussehen.

Bevor Roche ein bestehendes Gebäude zwischen Grenzacherstrasse und Rhein durch den Neubau ersetzen kann, muss für das Projekt ein Bebauungsplan erstellt werden, der voraussichtlich im Herbst 2010 vom Grossen Rat behandelt werden kann. Der Bau des erdbebensicheren und nach Minergie-Standard konzipierten Gebäudes soll 2012 in Angriff genommen werden. (amu/mcb)

Erstellt: 18.12.2009, 12:21 Uhr

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85 Kommentare

kris lundqvist

18.12.2009, 12:43 Uhr
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Städtebaulich ein Unding, aber anscheindend möchte Basel Zürich nicht hinterherhinken.Nicht das man mich falsch versteht ich begrüsse eine Bauweise in die Höhe, als in die Breite,vorwiegend aus raumplanerischen Gründen,doch so nahe am Rhein macht ein Hochaus in dieser Art, Städtebaulich keinen Sinn, solche Hochhäuser müssen in einen Kontext zur Stadt stehen od. in die Peripherie gebaut werden.! Antworten


hansruedi zürcher

18.12.2009, 15:08 Uhr
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Anscheinend spielt Geld hier keine Rolle (man verdient mit Pillen und Pülverchen ja genug...), ein "Grössenwahn- Projekt" oder vielleicht doch ein Denkmal? Antworten



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