Basel
Roche verzichtet auf Turm von Herzog & de Meuron
Aktualisiert am 25.11.2008 99 Kommentare
Roche hat entschieden, auf die Realisierung des Bürohochhauses in der ursprünglich vorgesehenen Form als Turm zu verzichten. Der Pharma-Multi macht dafür vor allem technische Gründe geltend.
Im Verlauf der Projektierungsphase habe sich gezeigt, dass der Bau trotz hoher Investitionen wesentliche funktionale Bedürfnisse von Roche nicht erfüllen könne. Zudem wäre das Unterhalts- und Betriebskonzept der geplanten Gebäudekonstruktion sehr aufwendig geworden.
«Dieser Entscheid ist uns nicht leicht gefallen», sagte Franz B. Humer, Verwaltungsratspräsident der Roche-Gruppe. Humer lässt aber auch durchblicken, dass der Prunk-Bau aus der Schmiede der Basler Star-Architekten Herzog und de Meuron dem Unternehmen teuer zu stehen gekommen wäre: «Jedes unserer Vorhaben muss aber letztlich auch einer umfassenden betriebswirtschaftlichen Analyse standhalten.»
Alternativprojekt geplant
Roche will nun ein Alternativprojekt vorbereiten. Das Unternehmen halte daran fest, in Basel die über 1700 Arbeitsplätze ausserhalb des Areals am Hauptsitz zusammenzuführen. Ziel bleibe auch, das architektonische Erbe in Basel fortzuführen; auf dem Areal stehen etliche Bauten renommierter Architekten.
Matthias Baltisberger, Leiter des Standorts Basel der Roche, sagte gegenüber baz.online, dass er davon ausgehe, dass auch das Folgeprojekt ein Bau von Herzog & de Meuron sein werde.
Verzögerungen im Zeitplan
Ursprünglich sollte das neue Rochegebäude 2012 fertiggestellt sein. Diese Pläne hätte sich aber als unrealistisch erwiesen, sagte Baltisberger gegenüber baz.online. Ein Bezug wäre erst 2014 möglich gewesen. Er gehe heute davon aus, dass Folgeprojekt bis 2014 ebenfalls bezugsbereit sein werde.
Der Entscheid, den Turm von Herzog & de Meuron nicht zu bauen, ist bei Roche schon vor einiger Zeit gefallen und wurde baz.online am Wochenende gerüchteweise zugetragen. Noch am Sonntag wollte Roche den Entscheid gegenüber baz.online nicht bestätigen, hat sich aber auf Grund der baz.online-Recherchen jetzt entschieden, an die Öffentlichkeit zu gehen.

Erstellt: 25.11.2008, 10:49 Uhr
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99 Kommentare
Keine Calatrava-Wettsteinbrücke, kein stylisches Herzog&Demeron-Multiplex Kino an der Heuwaage, kein cooles Hadid-Stadtcasino, nun leider auch kein Roche-Tower. Aber der Chefskandal für mich: Immernoch kein Zuganschluss an den Euroairport! Dies würde wohl manch einen Berner dazu bewegen, von Basel aus zu fliegen als von Zürich - aber hey, wer will das schon, dann würde Basel am Ende noch wachsen Antworten
Wer immer noch glaubt, Basel würde mit so nem ollen Turm zur weltoffenen Metropole hat nix von Stadtentwicklung verstanden. Eine Stadt wird nicht primär gebaut, sondern gelebt. Und da müssen wir EinwohnerInnen und die PlanerInnen dieser Stadt noch bissl was tun. Dann kann gerne auch wieder ein Türmchen gebaut werden, aber kein solch grusiges und kein solch grusiges an derart prominenter Stelle. Antworten
@ alle Besserwisser. Ist doch interessant, dass offensichtlich keiner der Besserwisser und Kostenexperten hier im Forum Entscheidungsmacht in solchen Fragen besitz. Von daher muss ich sagen, dass wenigstens etwas in unserer Gesellschaft gut funktioniert!:-) Antworten
Diese Zäsur der Roche war nötig. Schluss mit der Glas-Schwarten-Architektur in Basel. Hätten die Profis der Roche seinerzeit das Projekt der Messe CH-2012 geprüft, wären sie zum gleichen Schluss gekommen: Es funktioniert nicht, ist zu teuer, die Betriebs- und Unterhaltskosten sind zu hoch. Ein Architekt hat zu wissen, wie teuer ein Strich ist den er zeichnet, ein Designer hat davon keine Ahnung. Antworten
Sind Herzog & de Meuron eigentlich die einzigen Architekten in der Schweiz? Der hässliche Turm beim Stadion reicht uns. Eine Bitte an Roche, gebt doch mal anderen Architekten Chance. Es gibt auch noch andere Materialien als Glas. Bestimmt lässt sich mit weniger als einer halben Milliarde ein bemerkenstswerter Bau schaffen. H & dM haben sich in der Stadt Basel nun wirklich genug verwirklicht. Antworten
Bravo. Es soll und darf keine Schande sein einen erkannten Fehler zu korrigieren oder erst gar nicht zu begehen. Soll es nur an den Äusserlichkeiten, am vermeintlich photogenen liegen, ob eine Stadt bedeutend ist oder nicht? Blendwerk verliert seinen Glanz - es ist nur eine Frage der Zeit. Ich hoffe, dass dem Nachfolgeprojekt die inneren Qualitäten wichtiger sind als das Make-up. Antworten
So ein Gebilde sieht mir zu sehr nach Dubai aus. In Basel braucht es zuerst mehr einfache, kubische, verglaste Gebäude bevor so etwas auffällig-glänzendes hineinpasst (ok, Hilton ist auch etwas auffällig). Allzu moderne, riesige Hochhäuser inmitten von kleinen Altbauhäusern passen irgendwie nicht. Antworten
bei den projekten der beiden herren Herzog und de Meuron sprengts konsequent das budget. aber es fehlt halt immer noch ihr denkmal in Basel. Bis das nicht steht geben sie keine ruhe... Messe, Roche, Peking und Hamburg.... überall eine kostenexplosion. Gefallen hat mir der roche turm schon , aber ob es schlussendlich bei den 550 mio geblieben wäre ist höchst fraglich. Antworten
Eine konventionelle Massstäblichkeit kann man sich heute offenbar nicht mehr leisten. Ein kompakter Monumentalbau kommt zwar in Frage, aber eine plastische Gestaltung wird ebenfalls als zu teuer betrachtet. Was bleibt da noch übrig? Entweder ein gigantischen und banaler "Klotz", oder am Ende ganz einfach der Verzicht auf einen Neubau. Antworten
Kein Platz für ein Auditorium & für Besprechungszimmer, klingt plausibel. Im Versaille reichte es ja auch nicht mehr für eine WC-Anlage. Wer die Studie des Darmstädter Instituts Wohnen und Umwelt von Ingenieur Werner Eicke-Hennigaus aus dem Jahr 2004 kennt, weis, dass moderne Hochhäuser einen Primärenergieverbrauch von zwischen 300 und 700 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m2a) habe. Antworten
Uff! Zeit zum Umdenken! Wahre Grösse zeigt sich nicht in Statussymbolen wie Türmen, auch der Stolz und die Stärke einer Stadt nicht! Grenzenloses Wachstum geht nicht, (siehe Finanzkrise): Wann setzen wir das endlich auch hinsichtlich unsrer Landschafts- und Stadtplanung um? Wie wäre ein Bau, der gleichzeitig mehr Energie erzeugt, als er benötigt, als Zeichen echter Innovation und Entschlossenheit! Antworten
Ja, ja, das sah man fasst kommen, von wegen Technische Gründe, ich glaube die Roche braucht für den Genentech Deal nun doch noch mehr Geld als erwartet. Es ist wirklich schade, ich hätte diesen Turm sehr gerne gesehen. Aber eben die Hoffmann´s und Oeri´s (mit ausnahme der angeheirateten Gigi) mögen lieber die Bescheidenheit. Deswegen wird Basel leider eben doch eine Provinz Stadt bleiben. Antworten
Die meisten Kommentare muten mich an wie Gedanken eines gefrustet-streberischen Primarschülers, welcher allzu gerne Klassen-Primus sein möchte, dem es aber trotz Strampeln einfach nie ganz reicht. Gleichzeitig schaut er immer auf den Klassen-Primus namens Zürich und will sich immer mit diesem messen. Auch das verreggt ihm ständig. Deshalb: Weniger jammern und/oder gackern, Prioritäten setzen. Amen Antworten
"wesentliche funktionale Bedürfnisse von Roche nicht erfüllen könne." soviel zum Thema gute Architektur - die Optik vor den grundsätzlichen Anforderungen eines Baues! Herzog und DeMeuron sollten sich mal ein paar grundlegende Gedanken zum Thema machen... Antworten
Gewissen Kommentaren zu Folge bevorzugen einige engstirnige Basler (?) einen hundskommunen Büroklotz, der so unauffällig hässlich und billig ist, dass man getrost daran vorbeisehen kann. Hallo!! Soll Basel wirklich zu einer unbekannten Vorortsgemeinde von Zürich werden? Ich bin masslos enttäuscht und kann nur auf etwas mindestens so eindrückliches und kunstvolles, dynamisches und schönes hoffen. Antworten
Es ist ja nett, wenn man als Bünzli, Vergangenheitsbewahrer etc. bezeichnet wird. Jeder, der sich tiefgreifender mit Städtebau befasst wird aber zum Schluss kommen, dass es gerade nicht die selbstverliebten Bauten der Stararchitekten sind, die die Qaulität einer Stadt ausmachen. Manchmal, wie im Falle des verwahlosenden Barcelona Forum – ebenfalls von H&dM – kann dies sogar in die Hose gehen. Antworten
Schade, diese privatwirtschaftliche Konjunkturspritze wäre genau im richtigen Moment gekommen. Verständlich ist es allerdings schon. Schweizerischer Grössenwahn wird nur im Versteckten zelebriert (z.B. über Millionenverluste der UBS und CS). Ein Turm zu Babel bzw. Roche hätte einen schweren Stand gehabt, hätte aber gezeigt, dass man auch in der Schweiz schöne Hochhäuser bauen kann. Antworten
OOOHH hat es mal wieder nicht geklappt Basel als Stadt in die wirklichen Höhen der Anerkennung von Reichtum und Macht zu plazieren. Basel ist eben nicht Mainhatten ( Frankfurt ), nicht Zürich und auch nicht the Palm oder Tokio - und es bleibt weiterhin beschaulich und provinziell. Antworten
Das Ding war schlichtwegs zu kostspielig und der Unterhalt wäre sicherlich sehr teuer gewesen. Sie werden so oder so ein Hochhaus bauen, allerdings sicherlich eines das garantiert hübscher sein wird.....würde auch besser zum Rest des Standortes passen und wird kaum merklich kleiner sein als das begrabene Projekt, denn....irgendwo müssten all die Mitarbeiter ja hin und Fläche gibt's keine mehr... Antworten
Gratulation an die Firma Roche. Die Finanzkrise zeigte auf, zu welchen Resultaten Grössenwahn führt. Das Projekt war an und für sich gut. Dass man sich nun aber auf das Realistische besinnt, ist positiv. Lieber einen oder zwei bescheidenere Tower, dafür aber gesunde Finanzen und eine Firma, welche auch in 10 Jahren noch existiert und gute sowie sichere Arbeitsplätze anbietet. Antworten
@Peter Almeida. Basel ist schon heute Hochhausstadt und wird es in Zukunft noch viel mehr sein. Hochhäuser sind für Basel unumgänglich, auch Roche wird wieder in dei Höhe bauen. Das Kriterium muss die architektonische Qualität sein und nicht die Höhe. Aber sie hätten ja lieber stillstand. Traurig. Antworten
Jetzt können sich die kleinkarierten Vergnagenheitsbewarer die Hände reiben. Keine Calatrava-Brücke, kein Multiplex, kein Stadtcasino, fast keine neue Messe und nun auch kein Rocheturm. Und in hundert Jahren treiben wir im Sommer unsere Kühe auf die Bruderholz-Weid und schauen von dort in die Ferne, dorthin wo das Leben sich weiterentwickelt. Gratuliere denjenigen, die rechtzeitig gemotzt haben. Antworten
gottlob wird das denkmal für den rochianischen grössenwahn nicht gebaut. haben eigentlich h&dm freie hand unser stadtbild nachhaltig zu versauen? schon den messeturm werden künftige generationen einmal abreissen oder redimensionieren. schliesslich ist basel weden manhattan noch san gimignano. Antworten
@chance verpasst:
Ja, das mit der Wettsteinbrücke ist wirklich schade. Das schönste an den Beispielen die sie aufgezählt haben: Calatravas' Moderne und das Historische nebeneinander funktioniert und tut sich gegenseitig nicht weh. So sollte Architektur immer sein.
Antworten
Was soll das "Geheul"?, gewöhnt euch daran, der Gürtel wird enger geschnallt, es wird so manches grössenwahnsinnige Projekt gestoppt werden müssen...ihr verwöhnten Zeitgenossen! Die Krise ist noch längst nicht überstanden, sie schon gar nicht erst richtig begonnen, alles kann man im Leben eben nicht haben! Antworten
Wenn Roche erst heute herausfindet, dass das Hochhausprojekt nicht die Anforderungen des Betriebes erfüllen kann, dann muss festgestellt werden, dass die Vorgaben für die Architekten offensichtlich nicht sorgfältig erarbeitet worden sind oder die Architekten etwas anderes geplant haben als Roche in Auftrag gegeben hat. Dies ist für ein Unternehmen wie Roche unverständlich und peinlich, ganz zu schweigen von den bisher aufgelaufenen Kosten... Antworten
Ihr solltet euch eher die Frage stellen, was Basel denn ohne die Pharmaindustrie wäre. Wenn Basel den Pharmakonzernen, Roche&Novartis,die einen erheblichen Beitrag der basler Einnahmen bringen, nicht entgegen käme, würden sich diese ohne zu zögern einen steuerpolitisch rentabeleren Kanton (im besten Fall) suchen. Wie wir wissen, hat der Staat Basel ohnehin schon erhebliche Schulden. Denkt mal nach Antworten
Nun ich denke einer wird sich sicher freuen das dass Projekt nicht realisiert werden kann (D.Vasella) Roche hat meiner Ansicht richtig entschieden, oekolgisch und Enegietechnisch waere es sehr aufwendig gewesen. H & M sind Künstler und heben wenig Ahnung von der Technik. Nun Basel bleibt es wie es ist. Antworten
Wann wird man erkennen, dass das Aufwand- und Ertragsverhältnis auch bei dem horizontalen Giganten der Messe nicht stimmt? Die Stadtentwicklung tendierte in den letzten Jahren generell dazu, sich durch megalomane Konzepte zu artikulieren. Vielleicht wäre es nun an der Zeit, diesen Trend grundsätzlich zu hinterfragen. Antworten
@chance verpasst, zur europüischen Architekturhauptstadt kommt man nur, wenn man die Vielfalt zulässt und nicht fast "nur" noch ein Architekturbüro, die Stadtplanung überlässt! HdMe hat sicherlich einige tolle Häuser in Basel gebaut und noch in Planung, aber so sieht moderne Architekturförderung nun mal nicht aus. Hamburg, Rotterdam und co. zeigen uns täglich vor, wie's eben geht! Antworten
Schade. Jedoch wurde schon der ursprünglich geplante Joggeli-Turm nicht gebaut, der Basel gut angestanden hätte. An den jetzigen Turm konnte ich mich nur mit Mühe gewöhnen. Hoffen wir, dass das Alternativ-Projekt kein 08/15-Bau wird und ebenfalls von den Roche-Hausarchitekten erstellt wird. Antworten
Saublöd, sowas! Jetzt hab' ich doch gemeint, wir z'Baasel hätten den ALLERGRÖSSTEN und wären es auch. Ob wir's im Tschuute bleiben, steht noch lange nicht fest, und jetzt das auch noch. Ich versinke in Trauer und Depressionen, s'Wätter dazu haben wir auch gerade. Jetzt laufen uns emänd schon wieder diese Zyycher den Rang ab. Basel ist und bleibt halt ein Kuh-Kaff. Das schläckt kein SVP-Schoof weg. Antworten
Es sind nicht die Basler/innen die Nein gesagt haben, es ist die Firma Roche die, aus welchen Gründen auch immer, diesen Bau jetzt nicht mehr realisieren will. Ist wirklich sehr schade, da ich mich als Basler darauf gefreut habe. Mal schauen vielleicht bringen die Damen und Herren von Roche ja eine gute Alternative. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Antworten
Viel versprochen wenig gehalten. Das sich dies eine solche 'seriöse' Firma leisten kann. Wo bleibt da das Vertrauen? Das ist ein klarer Imageverlust. Mit sochen Plänne sollte man erst an die breite Öffentlichkeit wenn diese auch einghalten werden können. Antworten
Hallo liebe Basler, seid doch nicht so negativ. Die Zeit bleibt nicht stehen und Veraenderungen gibt es allemal - warum nicht einfach mal ja sagen zu Aaussergewoehnlichem. Nicht jedes Aussergewoehnliche muss dem Praktischen weichen.... SCHADE - ich fand den Turm toll. Antworten
Passt ganz ins Bild unserer lieben und sympathischen, aber auch gar vorsichtigen und un-mutigen Stadt: keine Calatrava-Brücke, kein neues Stadtcasino, kein DNA-Rocheturm, .... Die mutigen, tollen Architekturbauten entstehen halt in zukunftsgerichteten Städten anderswo :-( Antworten
Sehr schaade!Basel verpasst schon wieder eine Chance als Architektur Stadt Europas zu avancieren.Schon der negative Entscheid die Wettsteinbrücke nicht von Calatrava bauen zu lassen war eine schmerzliche Nachricht.Basel hätte als Kleinstadt mit der sehr schönen Brücke ganz gross und weit erstrahlt.Die Verbindungen von alt und modern in Barcelona,Bilbao,Valencia ist gewagt doch ungemein schön! Antworten
So schade! Nun dürfen wir hoffen, dass die Roche weiterhin ein "Landmark" plant. Es liegt auf der Hand, dass "funktionale Bedürfnisse" und "Unterhalt-/Betriebskonzept" für das Unternehmen ganz oben stehen. Dass man so ein überwältigendes Gebäude aber dermassen ernsthaft in Betracht gezogen hat, zeigt, dass Roche unserer Stadt etwas Besonderes bieten will. Insofern darf man hoffen! Antworten
Liebe Roche-Planer : Schaut doch einmal das Waben-Konzept der CS unterhalb des Albisgüetli (Zürich) an. Das ist vom Betrieb und der Nutzung eine ganz andere Schuhnummer als ein Hochhaus mit riesiger Infrasturkurzone im Kern und bescheidenen Büros am Rande. Ein architektonisches Monument wird das zwar nicht, aber ... Und der Fussweg von A nach B schadet sicher auch nicht. Antworten
Der Entscheid ist auf den ersten Blick bedauerlich. Die rasante Zersiedelung und Zerstörung der Schweizer Landschaften ist nur durch Hochhäuser in den Ballungsräumen zu stoppen. Allerdings empfand ich diesen Entwurf immer als zu modisch und originell. Stattdessen täte es auch ein hoher schöner und leichter kubischer Bau. Vielleicht wird das Alternativprojekt nun etwas sachlicher und langlebiger. Antworten
Schade, oder auch nicht: Salvisbergs Campus-Architektur wäre mit diesem Turm pervertiert worden. Ich hoffe nun, dass in Sachen Erweiterung der Messe ebenfalls Vernunft einkehrt – und auch Vasella seine Hochhausträume begräbt und lernt, auf den hervorragenden Städtebauer Lampugnani zu hören, statt eine Ansammlung von architektonischen Egoismen (von Gehry & Co.) aufs Firmengelände zu stellen. Antworten
Schön wäre, wenn in einem der vielen Hochhaus-Bauten einmal erschwinglicher Wohnraum entstehen würde, aber meistens sind es Luxus Eigentumswohnungen und Büroräume.... Warum nicht einmal, zum Beispiel in Zürich West, noch ein paar "einfache" Hochhäuser mit normalem Wohnraum? Antworten
Ich finde diesen Bescheid super. Ein solch Riesenungetüm past schlicht nicht ins Stadtbild. Jaja, und nun bewerfed mich mit der "Provinzler-Tomate". Aber eines ist sicher: Basel ist (tolle) Provinz und wird es immer bleiben. Da wird ach ein Türmchen oder zwei nichts dran ändern. Ich liebe diese Stadt und finde ihre provinzielle und leicht schrullige Art charmant! Antworten
Soso, technische Gründe... hat natürlich überhaupt nichts mit der Finanz- und Kreditkriese zu tun, die uns unsanft auf den Boden der Realität zurückgeworfen hat und zeigt, dass auch Immobilien-Phantasie-Bäume nicht in den Himmel wachsen... Etwas gutes hat die Kriese also: Basel wird von diesem Grössenwahn verschont. Der FCB reicht dazu vollkommen aus, um den auszuleben... Antworten
SEHR GUT - warum Geld verbrennen!!! ein schlichtes funktionales Gebaeude tut es auch - in Anbetracht der explodierenden Gesundheitskosten waere ein solcher Prunkbau nicht gut angekommen - schlussendlich bezahlten dies die schwerstkranken Patienten welche vorab die Roche Medikamente benoetigen! Antworten
Schade, aber nachvollziehbar. Und man kann ja auch ökonomisch sinnvolle und begeisternde Landmarks bauen - siehe den Vitra Campus in Weil -, die nicht zur Kategorie Beeindruckungsbauten gehören. Zu Roche jedenfalls passt etwas Innovatives besser, als einfach bloss etwas Grosses. Antworten
@ eva zwerg: ganz einfach. es ist von den landkosten her um einiges billiger in die höhe zu bauen, zudem hat ja roche nur beschränk platz auf ihrem areal. darüber hinaus, viel spass beim weg von A nach B, wenn alles auf 2-3 stöcke verteilt ist... lifte in die höhe sind da eben schon noch praktisch! Antworten
schadeschade.. In Basel wird halt wieder einmal mehr versäumt ein Superprojekt zu realisieren. Aber bei all den Provinzlern hier bei uns wäre es wahrscheinlich auch so nicht zu Stande gekommen. Basel ist und bleibt halt einfach ein kleiner Punkt auf der Landkarte... Schade Antworten
Naja, vielleicht auch besser so. Allerdings frage ich mich was mit all dem leerstehenden Büroraum in und um Basel geschehen wird, wenn einmal alle 1700 Mitarbeiter zusammen gezogen werden... Werden diese umgebaut zu Wohnraum? Denn das all dieser Platz kurz- mittelfristig wieder vermietet werden wird, wäre eine Illusion. Antworten



Chris Cerubi
Kann mich dem untenstehenden Beitrag von Markus Hügi nur anschliessen! Ich hoffe auf eine nicht minder ästhetische Alternative und hoffe, dass Basel nicht zu anders tickt... Ästhetische Bausünden gibts schon mehr als reichlich. Schliesslich soll sich im Ausdruck doch auch der Geist der Zeit, Innovation, Kreativität, Fortschritt, die Ausrichtung des Menschen wiederspiegeln. Antworten