Basel

Roche will noch höher hinaus

Aktualisiert am 22.10.2014 115 Kommentare

Der Pharmakonzern hat grosse Pläne für seinen Standort in Basel. Das höchste Gebäude der Schweiz soll noch einen grösseren Bruder erhalten.

1/12 Die Roche übertrumpft sich selber: Der geplante Turm Bau 2 im Vordergrund wird 205 Meter hoch sein. Sein kleiner Zwillingsbruder Bau 1 (verdeckt) ist aktuell bereits vor seiner Fertigstellung das höchste Gebäude der Schweiz.

Roche will noch höher hinaus

   

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Roche will in den kommenden zehn Jahren insgesamt 3 Milliarden Franken in den Standort Basel investieren. Konkret soll ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum für 1900 Mitarbeiter gebaut werden, wie aus einem Communiqué hervorgeht.

Zudem soll Infrastruktur erneuert und das historische Verwaltungsgebäude renoviert werden. Ziel ist es, dass ein grosser Teil der 3000 Mitarbeitenden, die auch nach der Eröffnung des Roche-Turms noch in über ganz Basel verteilten Gebäuden arbeiten, in moderne Labors und Büros auf dem Firmenareal um die Grenzacherstrasse ziehen können.

Das höchste Gebäude der Schweiz

Dazu hat Roche zusammen mit dem Architekturbüro Herzog & de Meuron ein Plan zur Entwicklung des Areals ausgearbeitet, der am Mittwoch präsentiert wurde. Die Pläne umfassen gemäss Medienmitteilung auch ein weiteres, rund 50-stöckiges Hochhaus. Dieses soll 205 Meter hoch werden und und Platz für bis zu 1700 Büroarbeitsplätze bieten. Das geplante Investitionsvolumen beträgt 550 Millionen Schweizer Franken.

Beim voraussichtlichen Bezug im Jahr 2021 wird es das höchste Gebäude der Schweiz sein. Derzeit ist das höchste Gebäude der Schweiz mit 126 Metern der Prime Tower in Zürich. Er wird aber bereits vom derzeit in Bau befindlichen ersten Roche-Hochhaus überragt, dessen 178 Meter hoher Rohbau voraussichtlich Ende dieses Jahr fertig sein wird.

Neues Forschungszentrum

Auf dem Gelände des heutigen Bau 74 soll zudem ein neues Forschungszentrum entstehen. Vorgesehen sind vier integrierter Büro- und Laborgebäude. Die Gebäude sollen 132, 72, 28 und 16 Meter hoch werden und 950 Büro- und 950 Laborarbeitsplätze umfassen. Geplante Fertigstellung ist zwischen 2021 und 2022. Zusätzlich entsteht ein Gebäude für in-vivo Forschungsaktivitäten auf dem Gelände von Bau 61 an der Wettsteinallee, das bereits Ende 2018 fertiggestellt wird. Das Forschungszentrum wird rund 1,7 Milliarden Schweizer Franken kosten.

Weitere rund 700 Millionen Schweizer Franken will der Pharmakonzern in die Erneuerung bestehender Gebäude sowie in den Ausbau der Infrastruktur investieren. Geplant sind ein Logistikzentrum und den Ersatz der bisherigen Tiefgarage unter dem Bau 74. Das neue Parking soll aber nicht mehr Parkplätze als heute haben. Stattdessen plant Roche auf dem Gelände ein neues Veloparkhaus 1500 Stellplätzen.

Energieverbrauch sinkt

Bei der Planung habe Roche grossen Wert darauf gelegt, die Wohnqualität für die Nachbarn zu gewährleisten, teilte das Unternehmen mit. So seien an den Rändern des Areals nur niedrige Gebäude vorgesehen. Die Hochhäuser sollen im Inneren des Areals an der Grenzacherstrasse errichtet werden, in direkter Nachbarschaft des sich in Bau befindlichen Bau 1.

Ein wichtiger Faktor sei auch die Nachhaltigkeit: Das sich in Bau befindliche Hochhaus werde bei einer vergleichbaren Anzahl von Arbeitsplätzen nur ein Fünftel der Energie des 40 Jahre alten Bau 74 benötigen, der im Zuge der Arealentwicklung ersetzt wird. Und durch die geplante Verdichtung des bestehenden Industriegeländes werde eine Neuüberbauung von Grünflächen vermieden. (amu/sda)

Erstellt: 22.10.2014, 09:07 Uhr

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115 Kommentare

Rene Schmidlin

22.10.2014, 09:18 Uhr
Melden 554 Empfehlung 60

Wir können uns glücklich schätzen, dass der Pharmakonzern mit den geplanten Investitionen ein klares Bekenntnis zum Standort Basel abgibt. Antworten


Marc Grouven

22.10.2014, 09:26 Uhr
Melden 501 Empfehlung 50

Noch mehr kann man sich nicht zu Basel bekennen, aber sicher wird es auch hier wieder Leute haben die Motzen werden, nur sollte es langsam jedem klar sein das in der Stadt nicht mehr in die Breite sondern nur noch in die Höhe gebaut werden kann! Antworten



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