Basel
Rotblauer Freudentaumel
Von Mischa Hauswirth. Aktualisiert am 17.05.2010 21 Kommentare
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Die Überraschung ist gelungen: Die FCB-Spieler zogen nicht in einem offenen Wagen durch die wartende Menge von Fans, sondern fuhren als Beifahrer auf knatternden Harleys. Sie wählten die traditionelle Route von der Heuwaage durch die Steinenvorstadt und den Steinenberg zum Stadtcasino hoch. FCB-Präsidentin Gigi Oeri sass auf einer der ersten Maschinen. Die Fans beklatschten die Spieler auf den Motorrädern, gratulierten ihnen zum Meistertitel, klopften auf Schultern.
Dann, um 22.10 Uhr, war es endlich so weit: Der neue Schweizer Meister und Cupsieger zeigte sich – und vor allem den Pokal – auf dem Casino-Balkon. Ohrenbetäubender Jubel. Leuchtfakeln tauchten den Barfi und die Fassaden der Häuser rundherum in gleissendes Rot. Und viel, viel Feuerwerk. Gegen 20'000 Menschen wohnten dem Spektakel bei und hörten wie die Schnitzelbanggformation «Striggede» ihr Lied «Meischter-Fiir» zur Melodie von Howard Carpendales «Hello again» vortrug.
Bereits um 20 Uhr war der Barfi gefüllt mit wartenden Fans. Fahnen wurden geschwenkt, im Chor «FC Basel – Schwizer Meischter» gesungen. Die Polizei war präsent, hatte aber auch dann nichts zu tun, als Fans mit den Extrazügen aus Bern zurückkehrten und singend und Fackeln tragend den Steinenberg hinabzogen. Für eine Schrecksekunde sorgte die Explosion eines Böllers vor dem Musiksaaleingang beim Stadtcasino. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt.
Der Basler Freudentaumel begann mit dem Schlusspfiff in Bern. Auf dem Weg vom St.-Jakob-Park zogen die Fans singend und mit hupenden Autocorsos in die Innenstadt. Und überall hingen rotblaue Fahnen in den Fenstern. (Basler Zeitung)
Erstellt: 17.05.2010, 06:05 Uhr
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