Basel
«S-Bahn soll Basels Innenstadt erschliessen»
Von Peter Schenk. Aktualisiert am 11.05.2009 36 Kommentare
Peter Scheidegger
Peter Scheidegger (66) ist ausgebildeter Bau- und Verkehrsingenieur ETH und hat 35 Jahre beim Regionalverkehr Bern-Solothurn gearbeitet, davon 20 Jahre als Direktor. Mit 60 Jahren hat der Berner sich frühpensionieren lassen und sich selbstständig gemacht. Von 2002 bis 2004 war er Projektkoordinator für die Zweckmässigkeitsprüfung des Herzstücks Regio-S-Bahn, eine Tätigkeit, die bis zur Variantenentscheidung des Regierungsrats Ende 2007 geruht hat und die er jetzt wieder aufnahm.
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Die Basler Regierung hat Ende 2007 entschieden, die sogenannte Variante Mitte des Herzstücks Regio-S-Bahn prioritär zu verfolgen. Frühestens 2020 sollen Bahnhof SBB und Badischer Bahnhof durch einen Tunnel unter der Innenstadt via Marktplatz–Claraplatz verbunden sein – voraussichtliche Kosten: 1,2 Milliarden Franken. Aus dem Baselbiet kam der Gegenvorschlag, eine Ringbahn vom Bahnhof SBB über St. Johann zum Badischen Bahnhof zu bauen (siehe Karte). Voraussichtlich dieses Jahr entscheiden die beiden Basler Parlamente über einen Kredit für Studien in Höhe von 1,2 Millionen Franken.
BaZ: Herr Scheidegger, was soll das Herzstück bringen?
Peter Scheidegger: Es verfolgt drei Ziele: Erstens soll die ganze Region durch schnelle Durchmesserlinien wie in Zürich attraktiver werden. Das heisst, dass man zum Beispiel von Lörrach zum Dreispitz nicht umsteigen und der Zug nicht zweimal wenden muss. Zweitens soll der öffentliche Verkehr gegenüber dem Auto gestärkt werden und drittens die Innenstadt besser erschlossen werden.
Es gab mehrere Varianten für die S-Bahn-Verbindung. Die Regierung hat sich für die direkte Verbindung unter der Innenstadt ausgesprochen. Ist die Variante Nord, die Verbindung St. Johann–Badischer Bahnhof, damit vom Tisch?
Offiziell ist sie nur zurückgestellt. Der Regierungsrat wünscht sich in einer Prioritätenordnung die Variante Mitte als erste Priorität und möchte sie später durch eine Verbindung zwischen der Grossbasler Station und dem St. Johann ergänzen, das sogenannte Ypsilon. Er will aber auch, dass der spätere Bau eines Nordbogens nicht zugebaut wird, das heisst, dass das Trassee offengehalten wird.
Worum geht es beim Baselbieter Gegenvorschlag, eine Ringbahn statt einer Innenstadtverbindung zu bauen?
Darin wird wie in der Variante Nord eine möglichst rasche Verbindung zwischen Bahnhof St. Johann und Badischem Bahnhof gefordert. Aber statt die teure unterirdische Verbindung durch die Stadt zu bauen, solle man die bestehende Elsässerbahn benutzen – also die heutigen Gleise zwischen Basel SBB und St. Johann, die Verbindung Richtung Frankreich.
Was halten Sie davon?
Ich begrüsse es, dass diese Diskussion jetzt geführt wird. Allein die Verbindung St. Johann–Badischer Bahnhof dürfte aber in der Grössenordnung von einer Milliarde Franken kosten, da diese auch unterirdisch angelegt werden muss. Wenn man schon eine Milliarde ausgibt, möchte man einen intensiven Betrieb – zum Beispiel alle fünf bis zehn Minuten ein Zug. Aber dafür fehlt die Kapazität zwischen Basel SBB und St. Johann, zumal die Strecke bald von zusätzlichen TGV-Zügen belastet wird und auch der Flughafenanschluss vorgesehen ist.
Gibt es keine Alternativen?
Man könnte vielleicht, ohne die Nordverbindung zu bauen, vor allem in den Pendlerzeiten mit einigen wenigen Zügen mehr Richtung Bahnhof St. Johann fahren. Das ginge ohne grosse Investitionen, muss aber mit den SBB verhandelt werden. Dann könnten wenigstens die Leute, die zum Novartis Campus wollen, direkt zum St. Johann fahren.
Inwieweit nützt das Herzstück der Stadt? Profitiert nicht vor allem das Umland davon?
Bei der anstehenden Abstimmung im Landrat und im Grossen Rat geht es um einen Kredit von 1,2 Millionen Franken, der hälftig von den beiden Kantonen getragen wird. Mit dem Geld wollen wir eine Nutzerstudie machen. Das Ziel, die Innenstadt zu stärken, betrifft vor allem Basel, die anderen Ziele vielleicht mehr das Umland. Dass Basel allerdings im Unterschied zu Zürich, Bern und Genf ein Problem hat, wissen wir.
Welches?
Wenn derzeit in Zürich bereits ein zweiter S-Bahn-Tunnel durch die Stadt gebaut wird, klappt das nicht zuletzt deshalb, weil nicht auseinanderdividiert werden muss, was gut für die Gemeinde Zürich und was gut für den Kanton ist. Ähnlich läuft das in Genf. In Basel haben wir das Problem der engen Grenzen.
Wie geht es weiter, wenn die Parlamente dem Kredit zustimmen? Kommt danach bereits ein Vorprojekt mit verlässlichen Kostenangaben?
Nein. Erstmal gibt es nur Vorstudien. Man wird zuerst genau die Innenstadtstationen anschauen und prüfen, ob zum Beispiel auch das Spital und das Universitätsgebiet erschlossen werden könnten. Erst dann folgt als nächste Stufe ein Vorprojekt, das 20 bis 30 Millionen kosten dürfte.
Braucht es fürs Herzstück einen Umbau mit unterirdischem Bahnhof?
Das ist auch Teil der Studie. Kritisch am Bahnhof SBB ist vor allem die Osteinfahrt, wo die Züge aus der Schweiz einfahren. Die S-Bahnen des Herzstücks belasten aber die Osteinfahrt nicht zusätzlich, sondern fahren durch den Bahnhof Richtung Westen weg. Auch die Perrongleise werden dank Durchfahrt anstelle des Wendens weniger in Anspruch genommen. Das Herzstück wird den Bahnhof also eher entlasten statt belasten. Wir müssen mit den SBB klären, wer Verursacher eines allfälligen unterirdischen Bahnhofs ist.
Besteht nicht die Gefahr, dass das Volk das Herzstück ablehnt, wenn es aufgrund einer Vermengung mit dem Bahnhofsprojekt sehr teuer wird?
Erfolgreiche Verkehrsbauten in der Schweiz sind solche, die man in Etappen aufteilen konnte. Es wird in dieser Phase der Vorstudie zu diskutieren sein, inwieweit Herzstück und Ausbau des Bahnhofs etappierbar sind.
Wie soll das Projekt, das mit 1,2 Milliarden Franken veranschlagt ist, bezahlt werden? Die Kantone allein dürften das nicht schaffen.
Der Bund hat heute die Möglichkeit, über den Infrastrukturfonds 30 bis 50 Prozent der Kosten zu übernehmen. Aber heute stehen in Bundesbern viele Leute an, die Geld wollen – mit Projekten, die bereits fertig sind. Da ist es für Basel nicht ganz einfach. Wenn die Region Basel in Bundesbern und gegenüber den SBB nicht mit einer Stimme spricht, besteht die Gefahr, dass sie von beiden nicht ernstgenommen wird.
Wann könnte das Herzstück fertig sein?
Frühestens 2020. Aber Sie müssen heute beginnen und am Schalter anstehen, wenn Sie in 15 Jahren so etwas haben wollen. (Basler Zeitung)
Erstellt: 11.05.2009, 11:49 Uhr
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36 Kommentare
Ich kann nur sagen: Lesen Sie genau, was Henry Berger schreibt, weil genau darum geht es. Es geht um Verbindungen, deren Sinn und Zweck wir heute noch nicht voll begreifen können. Dass man von Laufen oder Liestal oder Lörrach oder Mülhausen direkt zum Marktplatz fahren kann, ist nur ein Aspekt. Genau so wichtig ist die mögliche Verbindung von Laufen nach Waldshut oder von Zell nach Olten. Antworten
Schauen wir uns doch den City Loop in Melbourne mal an. An die 20 Vorortslinien münden an verschiedenen Stellen in den Ring, durchfahren fünf Haltestellen und verlassen am Eingangspunkt den Ring wieder in Richtung der Vororte. Ein perfektes System im Viertelstundentakt, zum Teil unterirdisch aber überall mind. 4-spurig, wo nötig sogar auf zwei Ebenen. Tram und Bus sorgen für die Feinverteilung. Antworten
@Y. Sutter: Fahrzeit wäre fünf Minuten. Aber das Herzstück dient ja nicht primär der schnellen Verbindung der Bahnhöfe, sondern den umsteigefreien Direktverbindungen aus der ganzen Agglomeration direkt ins Stadtzentrum - von Liestal, Laufen oder Lörrach gehts dann umsteigefrei, und das spart Zeit! Antworten
@R. Di Dario: Erstens ist es eine S-BAHN, und nicht eine Metro - gleich grosse oder sogar kleinere Städte wie etwa Leipzig oder Liverpool haben eine solche Infrastruktur. Zweitens gibt es auch viele Städte in der Grösse Basels - Newcastle, Rennes, Porto, Bilbao - die in den letzten 30 Jahren tatsächlich eine richtige U-Bahn realisiert haben. Für nur Tram ist Basel heute zu gross! Antworten
Ich denke, es wäre falsch, den rein äusserlichen Erfolg der S-Bahn ZH nun "nachzubauen". Es erstaunt nicht, dass die Zürcher ihre Verkehrsprobleme nie in den Griff kriegen - die Stadt hat grundsätzliche strukturelle Fehler. Sie ist nicht konzentrisch aufgebaut und "benötigte" deshalb ein gekünsteltes Zentrum. Ein Ringsystem hingegen ist wesentlich effizienter und auch sicherer im Betrieb. Antworten
@Henry Berger: Nicht Städte sind ökologische Katastrophen (der Verbrauch jeglicher Ressourcen ist in Städten pro Kopf geringer als anderswo), sondern die unaufhaltsame Zersiedelung des ländlichen Raums ist es. Und diese findet nur statt, weil praktische und schnelle Verkehrsmittel, darunter S-Bahnen, das Pendeln auf grössere Distanzen ermöglichen. Antworten
@H.-R. Ott: Es ist eben ein Trugschluss, dass die Ringbahn billiger ist, wie auch Herr Scheidegger im Interview ausführt - St. Johann-Bad. Bahnhof geht nicht anders als unterirdisch, und die Elsässerbahn müsste massiv ausgebaut werden, was fast nicht möglich ist. Das Herzstück ist kaum teurer als die Ringbahn und bringt einen massiv höheren Nutzen - das hat bereits die Studie vor 5 Jahren belegt. Antworten
Wenn in Zürich der ÖV ausgebaut werden soll, sagen alle einstimmig: Ja danke!, halten die hohle Hand Richtung Bundesbern und bekommen als Lohn für ihre Bemühungen Milliarden an Subventionen. In Basel hingegen sagen wir vor allem und als erstes, es koste zu viel und Basel sei eh' zu klein. Klein sind hier vor allem die Geister. Kein Wunder, dass Basels Bedeutung immer weiter sinkt! Antworten
@Hans-Rudolf Ott: 1. Das Herzstück ist genau für diese S-Bahnen vorgesehen. Lediglich die S1 nach Mulhouse wird weiterhin über den Bhf. St. Johann verkehren. Sollten wirklich alle Linien die Ringbahn benützen, wie Sie es fordern, kostet das mit Sicherheit mehr (Ca. 1 Mrd. für die Strecke St. Johann – Bad. Bhf., die Strecke Basel SBB – St. Johann müsste aber auch ausgebaut werden.). Antworten
Zuallererst braucht es neue S-Bahn-Stationen an den bestehenden Linien: Morgartenring und Breite/Roche. Die Station beim Stadion könnte auch zu einer regulären Station erweitert werden. Danach braucht es eine Direktverbindung vom Birstal zum Badischen Bahnhof (Roche, Syngenta). Und zum Schluss eine Ringbahn, die neue Quartiere erschliesst. Die Feinverteilung ist durch Tram und Bus bereits gegeben. Antworten
Basel benötigt dringend eine bessere S-Bahn. Das Herzstück erschliesst wunderbar die Stadtmitte, die schon gut per Tram erreichbar ist. Die Ringbahn erschliesst neue Quartiere, die Heute schlecht per öffentlichen Verkehr erreichbar sind. Die Ringbahn könnte den Rhein mit einer Brücke überqueren, was günstiger und attraktiver wäre. Es ist Zeit, alle Varianten ohne à priori ernsthaft zu studieren. Antworten
@Peter Waldner: Ich glaube Sie unterschätzen die mögliche Attraktivität einer Haltstelle Markplatz für Personen, welche in Laufen, Liestal, Rixheim oder Hausen im Wiesental die S-Bahn besteigen. Ich bin nicht a priori gegen die Variante Ringbahn, ich befürchte einfach das am Schluss nichts gebaut wird. @G. Rubli: Städte sind immer ökologische Katastrophen! Antworten
Also wenn man einer Grossbank X-Milliarden "nachwerfen" kann, so stellt sich die Frage der Finanzierung der S-Bahn eher am Rande.... Was mich erstaunt: Die Grenzen von 1833 sind den Baslern wie eingebrannt. Ich empfinde weder Allschwil, Birsfelden noch Binningen als nicht zur Stadt gehörend, d.h. gehört auch St. Louis etc. zu Basel. Ohne diese Grenzen, wäre hier eine der vitalsten Stadträume! Antworten
@Gero Rubli: Entlang der Innerstadt-Achse überlagern sich die verschiedensten städtischen Funktionen, und deshalb generiert diese Achse die meisten Pendlerströme, und dies vor allem über den ganzen Tag verteilt. Pharma, Banken, etc. generieren nur zu Spitzenzeiten viel Verkehr. In Zürich ist auch Stadelhofen der wichtigste S-Bahnhof, und nicht Oerlikon oder Altstetten. Antworten
@Henry Berger: Sie sprechen das Offensichtliche aus, eine S-Bahn bringt Basel selber nichts. Die S-Bahn ins Leimental werden die Leimentaler zuallerletzt haben wollen, es sei denn als unbezahlbare U-Bahn. Dafür ist nach einem "Herzstück" sowieso kein Geld mehr da. Was sollen die Pendler eigentlich am Marktplatz? Wenn die Bahn für den Einzelhandel wichtig wäre, würde er sich zum Bhf. SBB verlagern. Antworten
Die Pendlerströme bewegen sich nicht Richtung Marktplatz oder Clarastrasse, sondern in die Gebiete Bhf. SBB/Aeschenplatz, Universität/Spital oder Richtung Pharmabetriebe. Ausgaben für S-Bahn (oder Trams) sind daher eher für Anschlüsse und Erweiterungen ins Umland angebracht, wo das unkoordinierte Siedlungswachstum mittels neuer Strecken und Haltestellen besser im Zaum gehalten werden könnte. Antworten
@Thomas Meier: Eine S-Bahn ist VORALLEM für die Agglomeration! Ich finde es auch sehr mühsam, dass Allschwil keinen direkten Anschluss an den Bahnhof SBB hat. Selbstverständlich müsste dann auch mittelfristig über einen S-Bahn-Ast nach Allschwil und ins Birsigtal nachgedacht werden! Antworten
Was ist das stadtplanerische Ziel? Alle Erfahrungen mit S-Bahnen zeigen, dass zwar der öV zu-, aber der Autoverkehr nicht abnimmt. Es wird mehr und weiter gependelt, und die Zersiedelung nimmt zu. Basel bekommt dadurch nicht mehr oder "bessere" Einwohner. @Henry Berger: Ihr Denken stammt von 1980, Wachstum um jeden Preis etc. Die S-Bahn Zürich ist eine ökologische Katastrophe... Antworten
Das Herzstück ist das wichtigste Infrastrukturprojekt der Region in diesem Jahrhundert. Das meiste, worauf die Basler in Zürich neidisch sind, hat direkt oder indirekt mit der vorbildlichen S-Bahn zu tun. Jetzt ist es an der Zeit, die Weichen zu stellen, sodass die Metropolitanregion Basel - keine kleine Stadt, sondern ein Grossraum mit 1,5 Millionen Einwohnern - endlich ein gutes Verkehrsnetz hat Antworten
@Bruno Häuptli: Sorry, nicht für ungut, aber ihr Kommentar zeigt, dass Basler sich nicht vorstellen können, was eine S-Bahn ist: Selbstverständlich müssten Sie dann im Bahnhof SBB nicht mehr umsteigen und die Rolltreppe benutzen, sondern könnten von Laufen z.B. direkt ins Kleinbasel fahren, oder von Lörrach nach Liestal, eben mit Durchmesserlinien. Ich sehe da noc viel Informationsbedarf! Antworten
NEIN, Basler haben wirklich keine Ahnung, was eine S-Bahn sein könnte! Herr Peter Waldner: Hört für Sie die Stadt immer noch beim Dreispitz und am Morgartenring auf? Begreift doch einmal: Die tausenden von Pendlern, die jeden Tag den Bahnhof SBB verstopfen, wollen eben nicht an den Bahnhof, sondern ins Kleinbasel, zur Novartis etc. Pendler wollen SCHNELL z.B. vom Laufental zum Arbeitsplatz! Antworten
Absoluter Blödsinn, sowas! Mal a) ist Basel viel zu klein für eine U-Bahn/Metro, b) haben wir ein super ÖV in Basel und in der Schweiz allgemein und c) woher das Geld nehmen? Man würde das Geld besser anders verwenden, als für solchen Blödsinn! Auch ein Auto braucht man nun echt nicht in einer Stadt/Agglo. Ich ärgere mich schon täglich ob dieser Lawinenmasse zur Rush Hour an der Grenzacherstrasse! Antworten
Wie wenn Basel eine grosse Stadt wäre. Das kleinräumige Verteilsystem funktioniert ja recht gut mit Tram und Bus. Aus diesem Grund scheint mir auf den ersten Blick eine "Ringbahn" durchaus erwägenswert, denn es ist absolut nicht nötig, mit Zügen zum Marktplatz zu fahren, den man zu Fuss vom Bahnhof locker erreichen kann. Bei der BL-Variante ist der Ring sogar zu eng, zu sehr im Stadtgebiet! Antworten
Herr H. Berger, ich gebe Ihnen völlig Recht, dass wir kein gutes Ö.V.-Netz haben. Wenn Jemand in Riehen wohnt und in Muttenz arbeitet und auf den Ö.V. angewiesen ist, dann macht dieser eine lange Reise. Eine gute Verbindung wäre eine weitere Brücke beim Kraftwerk Birsfelden. Aber Utopien wie diese der S-Bahn sind Grössenwahn. Wir sind nun mal eine Stadt, in der fast alle Grossprojekte scheitern. Antworten
Die Fussgänger in den Untergund verbannen - ist das nicht das Rezept von vorgestern? Dazu ein Jahrzehnt lang eine verwüstete Innerstadt - ist das kompatibel mit Basel Tourismus? Schliesslich Zeitersparnis gleich null oder noch weniger - 3 Minuten weniger Fahrzeit, dafür 10 Minuten Rolltreppen hinunter und wieder hinauf. Für diese Fehlplanung sollte man keinen Rappen in den Sand setzen. Antworten
Zuerst muss den Baslern erklärt werden was eine S-Bahn ist! Nein, Herr Marcus Lopez, wir haben in der Region kein gutes öV-System (mehr) ! Fahrten z.B. von Riehen nach Liestal oder von Laufen nach Lörrach sind kompliziert und bedeuten jedesmal mehrmaliges Umsteigen. Nicht zuletzt verdankt Zürich sein markantes Wachstum einem guten S-Bahn System. Basel hat schon mehr als 30 Jahre verschlafen! Antworten
Betrachtet man die Entwicklung in Basel Nord ist es für mich unverständlich, dass die Var. Herzstück favorisiert wird. Wenn das "Herzstück" umgesetzt werden sollte, muss die Innenstadt zwingend von Tramlinien entlastet werden. Dies bedingt eine neue Netzplanung durch die BVB. Von dem hört man im ganzen Projekt leider nichts. Antworten
Wir haben in BS bereits ein gutes öffentliches Verkehrssystem. Es heisst Drämmli. (Und Bus.) Die 1.2 Milliarden (!!) könnte man für ein-zwei Neuausrichtungen in der bestehenden Linienführung benutzen und dabei die Tickets noch vergünstigen. Alle währen glücklich, und das ganz ohne Gehämmer und Gebohre für die nächsten 10 Jahre. (Ein Tunnel unter dem Rhein für drei Minuten weniger Fahrzeit?) Antworten
...haben bereits in den 80er Jahren einige weitsichtige Leute inkl.meiner Wenigkeit für eine Ringlinie der BVB gekämpft.Leider gescheitert an der Unfähigkeit einiger Personen,welche sich an ihren Stühlen festhalten mussten und somit nicht mehr arbeitsfähig waren!System:Mach ich nichts,mach ich für gutes Geld nichts falsch! RR Antworten
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Bruno Honold
So wie das Verbot von Glühbirnen ein katastrophaler Blödsinn ist, ebenso blödsinnig ist die Idee, S-Bahn-Züge unterirdisch vom Bhf SBB unter dem Marktplatz, zum Bad. Bhf. zu führen. Was sollen die Leute auf dem Marktplatz? Dafür müssen Tausende Roche und Novartis Mitarbeiter weiterhin mit dem Auto zur Arbeit , da weder Campus, noch das neue Roche Hochhaus vernünftig an den OeV angeschlossen ist. Antworten