Basel
SP schiesst Buslinie 48 ab
Aktualisiert am 17.12.2009 19 Kommentare
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Der Nachtnetz-Zuschlag war als Einnahme von 210'000 Franken im Budget der Regierung für den öffentlichen Verkehr notiert. Die Umwelt-, Verkehrs- und Energiekommission wollte den Zuschlag aber streichen, um Jungen den ÖV schmackhaft zu machen. Die Regierung votierte mit Verweis auf die hohe Auslastung für Beibehalten.
Im Parlament kam die Streichung mit grossem Mehr gegen 10 Stimmen durch. Wie und wann sie umgesetzt wird, ist indes noch offen. Der Zuschlag ist ein Beschluss des Tarifverbundes Nordwestschweiz, und dort sind die Meinungen offenbar geteilt. Im Mai hatte schon der Landrat den Zuschlag aus dem Generellen Leistungsauftrag für den ÖV des Kantons Baselland gestrichen.
Partnerschafts-Misstöne
Aus dem ÖV-Budget gestrichen wurde auf Antrag der SP mit 45 gegen 24 Stimmen auch die geplante Entlastungsbuslinie 48. Diese hätte zu Stosszeiten das boomende Allschwiler Gewerbegebiet Bachgraben mit dem Basler Bahnhof SBB verbinden sollen.
Basel-Stadt solle nicht eine Linie mitfinanzieren, die auf seinem Gebiet an Haltestellen vorbeifährt, lautete Hauptargument der Opponenten. Der Bus bleibe zudem in der Rush Hour im Stau stecken.
Das Grüne Bündnis monierte, dass gleichzeitig innerkantonale Wünsche unberücksichtigt bleiben, beispielsweise die Verlängerung der Tramlinie 2. Ein Sozialdemokrat reklamierte, hier wolle Baselland das Maximum für sich herausholen, und Basel-Stadt müsse bezahlen. Konkret hätte der 48er-Bus den Stadtkanton 120'000 Franken pro Jahr gekostet.
Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels warnte vergeblich vor einer «Retorsionsmassnahme» gegenüber Allschwil. Die Gemeinde hatte sich kürzlich in die Basler Abstimmung über den Wasgenring- Rückbau eingemischt. Schliesslich wurde das ÖV-Budget 2010 im Umfang von rund 10 Millionen Franken ohne Gegenstimme genehmigte. (amu/sda)
Erstellt: 17.12.2009, 09:32 Uhr
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