Basel

Schlottern für Bayern

Von Fabian Kern. Aktualisiert am 31.01.2012 11 Kommentare

Der öffentliche Vorverkauf für den Champions-League-Achtelfinal des FC Basel gegen Bayern München lockte manchen Frühaufsteher in die Kälte. Hektik kam trotz des grossen Interesses aber nicht auf.

1/11 Die Türen des FCB-Fanshops blieben bis genau 9.30 Uhr geschlossen.
Bild: Fabian Kern

   

Michael Häring strahlt. «Ich habe fünf Tickets in der Muttenzerkurve bekommen», sagt der Arlesheimer. Für ihn hat sich das lange Warten in der Kälte gelohnt. «Ich bin seit etwa vier Uhr heute Morgen hier», sagt Häring. Dafür war er der erste, der im Fanshop des FC Basel bedient wurde. Der zweite wartete bereits eine Stunde weniger. «Ich musste für den Vorverkauf frei nehmen», erklärt Kushtrim Ademaj aus Binningen. Auch er bereut es nicht, sich schon um fünf Uhr vor dem Fanshop postiert zu haben: «Das ist ein grosses Spiel gegen Bayern. Da wollte ich unbedingt dabei sein.»

«Diskutiert nicht und kauft, was ihr könnt»

Doch nicht nur die Frühaufsteher kamen zu ihren Eintrittskarten. Die 3000 Tickets, die offiziell noch zu haben waren, gingen nicht so schnell weg wie befürchtet. Nach einer Stunde meldete Antonio di Lio zufrieden: «Wir haben total 1100 bis 1200 Tickets verkauft. Es läuft super, und die Leute sind friedlich.» Aber auch der Leiter des FCB-Ticketing hatte wohl etwas anderes erwartet. Kurz vor der Türöffnung um 9.30 Uhr ging di Lio zu den Leuten in den Warteschlangen und gab ihnen Tipps. «Der Online-Verkauf läuft gleichzeitig an. Also diskutiert nicht und kauft, was ihr könnt», empfahl er den Fans und teilte ihnen mit, in welchen Sektoren noch Plätze zu haben waren. Seine Kollegen im Verkauf sowie den Sicherheitsangestellten wies er an: «Wichtig ist, dass wir uns nicht provozieren lassen.» Doch weil trotz vier Vorverkaufsstellen die meisten Wünsche erfüllt werden konnten, blieben alle Kunden anständig.

Auch bei den anderen Vorverkaufsstellen bildeten sich lange Warteschlangen. Beim Tickentschalter der Basler Zeitung standen die Leute schon um 9 Uhr bis weit aufs Trottoir hinaus. Aber auch am Aeschenplatz war man positiv überrascht. «Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch Tickets für den Sektor D bekomme», sagt Yves Mühlematter erfreut. Er ist erst um 7.30 Uhr angestanden. Das ist im Vergleich mit den Ersten beim Fanshop schon wie Ausschlafen.

Um 13 Uhr gehen dann schliesslich die letzten Plätze weg, die nicht im Family-Sektor sind. «Wir haben dreieinhalb Stunden Vollgas gegeben», heisst es am BaZ-Ticketschalter. Und eine Stunde später meldet auch der FC Basel: «Das FCB-Heimspiel gegen den FC Bayern München ist ausverkauft.» Das rotblaue Highlight wird vor einer würdigen Kulisse mit 36'000 Zuschauern über die Bühne gehen. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 31.01.2012, 12:38 Uhr

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11 Kommentare

Veronika Moser

31.01.2012, 13:56 Uhr
Melden 28 Empfehlung

Traurig, wie die Modefans auch noch stolz sind darauf. Leider zieht die CL genau solche Leute an. Gegen ein Sion oder ein Thun auswärts nie zu sehen. Aber jeder so wie er meint... Antworten


Felix Brand

02.02.2012, 11:57 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Immer diese Diskussionen. Am Sonntag gibt es ein Feuerwerk im St. Jakob-Park wie es schon lange keines mehr gegeben hat und nur das zählt und ich freue mich schon jetzt, wenn sie Herr Constantin auf der Leinwand einblenden und es ein gellendes Pfeiffkonzert gibt. Emotionen pur bei eisiger Kälte, was soll ich da vor dem Fernseher sitzen in der warmen Stube, wenn ich es live erleben kann im Stadion. Antworten



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