Basel

«Schluss mit der Pflästerlipolitik»

Von Raphael Suter. Aktualisiert am 08.11.2011 4 Kommentare

Good-News-Gründer André Béchir will eine schnelle Lösung für die St. Jakobshalle. Für ihn reicht eine Sanierung nicht aus, deshalb fordert er ein Projekt für einen Hallenneubau.

1/7 So sah die St. Jakobshalle vor rund 40 Jahren aus: Die Bauarbeiten zur Mehrzweckhalle begannen am 16. November 1970. Fünf Jahre später wurde die Halle eröffnet.
Bild: stjakobshalle.ch

   

André Béchir, Gründer von Good News kennt die Situation um die St. Jakobshalle bestens. Er fordert ein Projekt für einen Hallenneubau. (Bild: Sebastian Derungs)

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In der Diskussion um die Sanierung oder einen Neubau der St. Jakobshalle meldet sich erstmals auch André Béchir zu Wort. Der Gründer der grössten Konzertagentur der Schweiz ist als Senior Advisor noch immer der starke Mann bei Good News. Er kennt die Situation in Basel bestens.

Gerade mit Blick über die Kantonsgrenzen hinaus findet Béchir, dass nun «Schluss mit der Pflästerlipolitik» sein sollte. «Die Postfinance-Arena und das Hallenstadion sind saniert worden und jetzt soll es auch bei der St. Jakobshalle wieder eine Sanierung geben. Wir sind offenbar ein Land, wo nur saniert und renoviert wird.» Dabei wäre es laut Béchir notwendig, mal ins Ausland zu schauen, wo überall neue Eventhallen gebaut würden.

Vergleich sollte möglich sein

In Basel sei schon in den vergangenen Jahren viel Geld in die Sanierung der Halle gesteckt worden. «Ich mache seit geraumer Zeit auf die dortigen Missstände aufmerksam. Es gibt viele Dinge, die nicht stimmen. Will man diese wirklich beheben, so muss man viel Geld in die Hand nehmen. Mit einigen Auffrischungen im Eingangsbereich ist es nicht gemacht», erklärt Béchir.

André Béchir findet es schade, dass zum Sanierungsprojekt nicht auch ein Projekt für einen Neubau präsentiert wird. «Dazu braucht es sicherlich etwas Mut, aber den hätte ich mir hier gewünscht.» Bei zwei parallel erarbeiteten Projekten könnten die Vor- und Nachteile auch auf der Kostenseite klar abgewogen werden. Jetzt gebe es gar keine richtigen Vergleichsmöglichkeiten.

«So oder so muss jetz etwas gehen»

Auch wenn Béchir persönlich einen Neubau favorisiert, steht für ihn die möglichst ununterbrochene Nutzung der Halle im Vordergrund. «Wenn ein Neubauprojekt erst im Jahr 2015 realisiert werden kann, macht es keinen Sinn. Dann schon lieber eine Sanierung.» Für ihn ist klar: «So oder so: Mit der St. Jakobshalle muss jetzt endlich etwas gehen.»

Der Grosse Rat wird an seiner morgigen Sitzung über den Projektierungskredit über 4,8 Millionen Franken für die auf mindestens 86 Millionen geschätzte Sanierung der St. Jakobshalle beraten. Nachdem schon die Bau- und Raumplanungskommission dem Kredit nur mit Stichentscheid ihres Präsidenten zugestimmt hat, will die Geschäftsprüfungskommission einen Antrag auf Rückweisung stellen. Dies, weil eine Gesamtsicht zum Thema Sport- und Hallenanlagen im Kanton Basel-Stadt fehle. (Basler Zeitung)

Erstellt: 08.11.2011, 15:26 Uhr

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4 Kommentare

Christoph Hablützel

08.11.2011, 17:07 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Die St. Jakobshalle sanieren, gleichzeitig ein Neubauprojekt an anderer (bekannter?) Stelle (seriös!) ins Auge fassen, das eine optimale Ergänzung (nicht Konkurrenz!) zur dann sanierten St. Jakobshalle kreiert (es sind ja für Kultur-, Musik-, Sport- und Wirtschafts-Events Voraussetzungen zu schaffen und die können nie deckungsgleich sein) - das wäre politische und nutzerkonforme Weitsicht Antworten


Rudi Buchmann

08.11.2011, 16:50 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Die Akustik ist so grotten schlecht, dass ich dort das letzte Mal vor ca. 23 Jahren an einem Konzert war. Trotzdem, ich dachte, Béchir hat die Bilanz deponiert? Der hat sich doch dermassen beim Heavy-Metal-Festival verschuldet? Gut, dem kann nicht viel passieren. Er hat viele gute Freunde. Einer davon ist evtl. auch an der BaZ beteiligt. Antworten



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