Basel

Sinnlose Verbote bekämpfen: Jungfreisinnige im Wahlkampf

Interview: Joel Gernet. Aktualisiert am 22.08.2008 8 Kommentare

Mit einer Pseudo-Kampagne wollten Basels Jungfreisinnige (JFBS) Kaugummis und Kopfhörer verbieten. JFBS-Präsident Luca Urgese zieht eine positive Bilanz und äussert sich kritisch über ein allfälliges Botellón-Verbot.

Luca Urgese zur provokativen Verbots-Aktion der JFBS.

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Kaugummis und Kopfhörer gehören verboten! Das verkündete ein anonymer Auftraggeber am Montag und am Mittwoch der lokalen Tagespresse. Untermauert wurde die Forderung mit plausiblen, zum Teil sogar wissenschaftlichen, Begründungen - zu finden unter www.verbote.ch. Obwohl die Verbote etwas gar pedantisch anmuteten, stiess die Argumentation des anonymen Paragraphen-Junkies vereinzelt auf Zustimmung. Die Meisten schienen die Aktion allerdings zu durchschauen.

Verbote ironisch gemeint - Provokation gegen Verbotswelle

Am Donnerstag schliesslich outeten sich die Jungfreisinnigen Basel-Stadt als Auftraggeber der Inserat-Kampagne. Die Verbote sollten laut JFBS auf die «Problematik der Überregulierung und Verbotswelle» aufmerksam machen. Was für die Einen eine billige PR-Manipulation darstellt, ist für andere eine gelungene Provokation. Urgese jedenfalls wertet die Aktion als Erfolg - gerade auch wegen der unterschiedlichen Resonanzen.

«Für mehr Freiheit - gegen sinnlose Verbote!»

Selbstverantwortung ist ein zentrales Element bei Basels Jungfreisinnigen. Dies gilt für JFBS-Präsident Luca Urgese auch in Bezug auf die jüngst in die Schlagzeilen geratenen öffentlichen Trinkgelage unter Jungen, den Botellónes.


«Wir haben lange auf diesen Schritt gewartet.»

Begrüsst wird von Urgese indes auch die Harmonisierung des Bildungsraumes Nordwestschweiz:


Ist Basel eine Schlafstadt?

Angesichts der engagiert geführten Lärm- und Littering-Diskussionen rund um den öffentlichen Raum in Basels Innenstadt, stellt sich die Frage nach Basels Nachtleben unter freiem Himmel.


Wahlen 08 - verteidigen und parat bleiben

Das Ziel der Jungfreisinnigen Basel-Stadt sei es, den einen JFBS-Grossratssitz zu verteidigen, so Urgese. Angesichts der Verkleinerung des Grossen Rates von 130 auf 100 Sitze, sei ein Sitzgewinn schwierig. Allerdings wolle man in jedem Wahlkreis mindestens einen Kandidaten in Warteposition haben. Dieser könne dann gegebenenfalls nachrücken. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 22.08.2008, 11:09 Uhr

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8 Kommentare

Kreti Pleti

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Dass man die unsinnige Verbieterei thematisiert finde ich nötig und gut. Man denke da nur an das Verbot weisser Plastikstühle. Verbieten heisst kontrollieren und kontrollieren heisst Kontrolleure, die wiederum geführt und kontrolliert werden müssen. Wir brauchen aber Leute die Arbeiten und nicht eine weitere Aufblähung der Sesselfurzer-Verwaltung. Die Kampagne an sich ist mir aber zu kompliziert. Weiss nicht, ob das gut rüberkommt. Antworten


Alois Brielmann

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die jungfreisinnigen sollten sich anderen Problemen widmen............ das ist ja lachhaft................. Antworten



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