Basel
Speed-Wasserrutsche für das Joggeli
Von Muriel Gnehm. Aktualisiert am 14.01.2010 13 Kommentare
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Im Gartenbad St. Jakob werden bald drei neue Rutschen gebaut. Auf der in der Schweiz einmaligen Speed-Rutsche erreicht man eine Geschwindigkeit von 60 km/h.
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14 Meter hoch soll der Turm werden, von dem aus sich drei Rutschen in die Tiefe schlängeln. Er soll zum Wahrzeichen in der Beckenlandschaft des Familienbades St. Jakob werden. Am spektakulärsten – und einmalig in Schweizer Gartenbädern – ist die sogenannte Speed- oder Kamikaze-Rutsche. Sie misst rund 30 Meter und startet auf einer Höhe von 11,5 Metern. Bei einem Gefälle von rund 60 Prozent rasen Rutscher mit einer Geschwindigkeit von bis zu 60 Stundenkilometern ins Auffangbecken.
Geschwindigkeitsbussen gibt es dafür keine. Aber einiges an Mut verlangt es schon, wird der Rutschvorgang doch gerne mit dem freien Fall verglichen. Eric Hardman, Leiter Sportanlagen vom Basler Sportamt, sagt: «Man fliegt regelrecht nach unten.» So verliere man bei der extremen Neigung den Boden unter dem Gesäss. Für einen Adrenalinschub ist also gesorgt. Und auch für die Zuschauer ist das «Herunterfliegen» der Waghalsigen ein echtes Highlight.
Videoüberwachung für die Rutschen
Um Unfälle zu vermeiden, wurde ein spezielles Sicherheitssystem entwickelt. Die Kamikaze-Rutsche aus Edelstahl endet in einem Auslaufbereich, welchen der Rutschgast durch ein Drehkreuz verlässt. Erst dann wird die Ampel beim Eingang der Rutsche auf Grün geschaltet und die Bahn für die nächste unerschrockene Wasserratte frei gegeben. Zugelassen auf der neuen Kamikaze-Rutschbahn sind Kinder ab dem Schulalter.
Harmloser, aber deshalb nicht weniger vergnüglich, gestaltet sich das Dahingleiten auf den Familienrutschbahnen. Die eine Grosswasserrutsche misst 100 Meter, die andere ist 40 Meter lang. Steil sind sie beide nicht, dafür kurvig. Ihre Fracht spülen sie ins gemeinsame Auffangbecken neben dem Nichtschwimmerbecken, wo man sich aufrappeln und – sollte einem die Lust noch nicht vergangen sein – auf ein Neues auf den Turm wagen kann. Die Sicherheit ist gewährleistet: Alle Rutschen werden mittels Videokameras überwacht.
Hardman weist darauf hin, dass Projekte selten eins zu eins verwirklicht werden können: «Und doch hoffen wir, dass das Projekt so umgesetzt wird wie geplant.» Eingeweiht werden die Rutschen am 1. Mai, zeitgleich zur Saisoneröffnung des Gartenbades.
Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis
Die Kosten der Rutschen belaufen sich auf eine Million Franken – einen Kredit dafür hat die Finanzkommission des Grossen Rats im vergangenen Sommer gutgeheissen. Ein Projektteam, das sich aus Vertretern des Sportamts und des Hochbau- und Planungsamts zusammensetzte, musste sich zwischen vier Projektvarianten entscheiden: «Dabei hat uns das Planungsbüro Probading beraten», sagt Karl Völlmin, Projektleiter des Hochbau- und Planungsamts. Daraufhin hätten sie das Projekt ausgeschrieben. «Letztlich haben wir uns für die Offerte entschieden, die das beste Preis-Leistungs-Verhältnis aufwies», sagt Hardman. Den Zuspruch hat die deutsche Josef Wiegand GmbH erhalten.
Die alte Wasserrutschbahn hat nach 29 Jahren ausgedient und wird alsbald nur noch in den Erinnerungen und auf Fotos existieren. Abgebrochen wird sie am 25. Januar. Sollte das Wetter bis dahin nicht mehr gar so winterlich sein, wird bereits eine Woche später mit den Bauarbeiten begonnen. Ende Februar sollen auf dem bis dahin erstellten Fundament dann auch schon die drei neuen Erlebnisrutschen montiert werden. (Basler Zeitung)
Erstellt: 14.01.2010, 10:28 Uhr
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13 Kommentare
WAS ??? hab ich da richtig gelesen, es gibt 1 Million Franken für eine neue Rutschbahn aber kein Rappen für eine gedeckte Halle was sicherlich Rentabler ist??!!! komisch, ich verstehe diese Logik nicht, dabei gibt es bald eine super neue riesengrosse anlage in Pratteln, auch mit rutschen..... Das ist eine Sauerei und Egoismus für die Sportler die regelmässig ssschwimmen gehen... Antworten
Basel
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