Basel

Sperrgut-Abfuhr: Stadtreinigung ruft zur Ordnung

Von Dani Winter. Aktualisiert am 06.04.2009 17 Kommentare

Die Gratis-Sperrgutabfuhren in den Stadtquartieren sind Opfer ihres Erfolgs geworden und bringt die Stadtreinigung an die Grenzen. Das Bau- und Verkehrsdepartement bittet die Bevölkerung, sich zu mässigen.

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Vom Fernseher über ausgediente Skis bis hin zur Stehlampe stand alles auf dem Trottoir: Am 2. April 2009 fand im Gundeli die erste Gratis-Sperrgutabfuhr seit 15 Jahren statt.
Joël Gernet

   

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Die Stadtreinigung ruft dazu auf, nicht alle Materialien auf einmal bereit zu stellen, sondern auf mehrere Gratis-Sperrgut-Abfuhren in diesem Jahr zu verteilen. Eindringlich appelliert wird zudem an die Bevölkerung, wirklich nur brennbares Sperrgut für die Gratis-Sperrgutabfuhr bereitzustellen.

Nicht zum brennbaren Sperrgut zählen Sonderabfälle wie zum Beispiel alte Farben, Gebinde mit Chemikalien oder Altmetalle, Steine, Eternit, Elektroschrott, Papier und Karton. Die Daten für die Abfuhr anderer Materialien wie zum Beispiel solche aus Eisen können dem Abfallkalender entnommen, im Internet unter www.stadtreinigung-bs.ch abgerufen oder über die Hotline der Stadtreinigung unter Tel. 061 385 15 15 bestellt werden.

Sollten die Mengen in den jeweiligen Quartieren nicht mehr innert eines Tages bewältigbar sein, wäre die Fortsetzung der Gratis-Sperrgut-Abfuhren im nächsten Jahr in Frage gestellt, so das Bau- und Verkehrsdepartement in einem Communiqué.

Noch mindestens zwei Abfuhren im 2009

In jedem Quartier werden in diesem Jahr noch mindestens zwei Abfuhren durchgeführt. Die nächste Gratis-Sperrgut-Abfuhr für brennbares Sperrgut findet am kommenden Mittwoch im St.-Johann-Quartier statt. Die Bevölkerung im St. Johann wird dringend gebeten, nur brennbares Sperrgut bereitzustellen – in Mengen, die es der Stadtreinigung ermöglichen, das Ganze in einem Tag abzuführen. Pro Haushalt sollen deshalb nicht mehr als 2 Kubikmeter (1m x 1m x 2m) Sperrgut geordnet bereitgestellt werden.

Das Tiefbauamt hat für die Gratis-Sperrgutabfuhr am Mittwoch beim Justiz- und Sicherheitsdepartement um polizeiliche Unterstützung nachgesucht, damit es nicht zu einer Störung der öffentlichen Ordnung kommt. Aufgrund der bisherigen Bereitstellungsdisziplin behalte sich die Stadtreinigung überdies vor, mit der Abfuhr bereits um 4 Uhr zu beginnen. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 06.04.2009, 17:25 Uhr

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17 Kommentare

Michael Trachsel

06.04.2009, 17:37 Uhr
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Gute Ausrede weil einem die Einnahmenseinbussen halt schon weh tun. Jetzt hat die Stadtreinigung gesehen welch enormes Potenzial an Sperrgut da ist und möchte sich diese lukrative Einnahmequelle nicht entgehen lassen! Aber aus den Mengen könnte man ja auch schliessen, dass die Entsorgung einfach teuer ist! Was sollen denn die Polizisten dort? Helfen den Abfall einzusammeln? Das muss ich sehen:-) Antworten


peer philip

06.04.2009, 19:51 Uhr
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Einmal mehr KEINEN Dank an die Pseudo-Umweltschützer, welche vor Jahren den Bebbisack und die neue Abfallverordnung eingeführt haben... alles in hehrer Absicht der Abfallindustrie genügend Futter und Ertrag zu liefern. Man sieht an den Auswüchsen allgegenwärtig, wie sich das "dumme, Abzocker-System" überhaupt nicht bewähren konnte. Uberall mehr Abfall, mehr Littering, mehr illegales Entsorgen. Antworten



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