Basel
Sprache als Hauptproblem für Integration
Von Valentin Kressler, Ralph Schindel. Aktualisiert am 09.10.2010 26 Kommentare
Seit dem Verlust der Sozialhilfe sucht die Bürgergemeinde der Stadt Basel nach neuen Aufgaben – bislang ohne Erfolg. Bürgerrätin Sonja Kaiser-Tosin (CVP) schlägt nun vor, dass die Bürgergemeinde die Federführung bei den Integrationsmassnahmen übernehmen soll. Die Bürgergemeinde bemühe sich «seit Jahren» um die Integration der Ausländerinnen und Ausländer», sagt sie im Interview mit der BaZ.
Kaiser, im Bürgerrat zuständig für Einbürgerungen, kritisiert zudem indirekt die Integrationspolitik der Kantons Basel-Stadt. Ein grosser Teil der Ausländer wisse «zu wenig» Bescheid, sagt sie. Das Hauptproblem sei die Sprache. Diese sei «oft sehr, sehr dürftig». Der Bürgerrat meint es offenbar ernst: So ist im Rahmen der laufenden Reform der Bürgergemeinde bereits vorgesehen, den Stellenwert der Integration mit der Schaffung eines eigenen Ressorts im Bürgerrat zu erhöhen. Diese Stossrichtung wird auch von der Aufsichtskommission des Bürgergemeinderats unterstützt: Wachstum soll in den Bereichen Integration und Soziales erfolgen, hält sie in ihrem Bericht zur Reform fest.
umstritten. Nicht mitgetragen wird von der Kommission die vom Bürgerrat geforderte Verkleinerung der politischen Gremien. Der Bürgerrat will sich selber und insbesondere den Bürgergemeinderat massiv verkleinern. Nach dem Wegfall der Sozialhilfe könne man «den ganzen Apparat doch nicht weiterlaufen lassen, als ob nichts passiert wäre», sagt Kaiser.
Lesen Sie das Interview mit Sonja Kaiser-Tosin in der BaslerZeitung vom Samstag (Basler Zeitung)
Erstellt: 09.10.2010, 07:49 Uhr
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26 Kommentare
Wenn wie zB. im Bläsi Quartier nur noch ca. 10 % deutsch als Mutterspache nennen wohin soll man die den noch hineinintegrieren. Die Bevölkerung an die es sich zu integrieren gilt ist weggezogen. Integrieren bedeuted sich einzufügen in unsere Kultur und nicht das Bilden von quartierabgrenzender Multikultur. Antworten
Wie wäre es, wenn sich alle Schweizer/Schweizerinnen alle hier gängigen Fremdsprachen als Pflichtfach aneignen müssten? Bei Weigerung eines Schweizer/Schweizerinnen muss dieser eine sogenannte Migrationsverhinderungsstrafe zahlen. So hätten dann die Schweizer viel weniger Probleme mit dem Migranten zu kommunizieren und alle Problem wären gelöst. Antworten
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