Basel

Sprung zur Seite rettete Grenzwächter das Leben

Zwei junge Frauen haben am Mittwoch versucht, sich mit einer spektakulären Flucht der Kontrolle zu entziehen. Die Flucht endete auf dem EuroAirport. Im Auto wurde Einbruchswerkzeug gefunden.

Artikel zum Thema

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von baz.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Am Mittwochmorgen wollte eine Patrouille der Schweizer Grenzwache ein Fahrzeug beim Grenzübergang Basel-Lysbüchel kontrollieren. Dabei missachte die Lenkerin das Haltezeichen und fuhr auf den Grenzwächter los, welcher sich mit einem Sprung zur Seite in Sicherheit brachte. Ein zweiter Grenzwächter zog seine Dienstwaffe und versuchte die Fahrerin zum Anhalten zu bewegen. Diese zeigte sich jedoch unbeindruckt und gab Vollgas. Die Grenzwächter verfolgten das Fluchtfahrzeug.

Die Lenkerin des mit französischen Kontrollschildern versehene Fluchtfahrzeugs fuhr in rücksichtsloser Art mit überhöhter Geschwindigkeit trotz nasser Farbahnen zeitweise auf der Gegenfahrbahn und gefährdete andere Verkehrsteilnehmer, heisst es in einer Mitteilung der Grenzwache. Die Flucht verlief weiter über die Flughafenstrasse zu einem Parkplatz; dabei warf eine Person noch kurz vor der Anhaltung ein Einbruchswerkzeug aus dem Auto. Kurze Zeit später gelang es den Grenzwächtern, die beiden Frauen anzuhalten. Mit Unterstützung der zwischenzeitlich eingetroffenen französischen Flughafengendarmerie und der französischen Nationalpolizei wurden die Fahrerin und die Beifahrerin überwältigt.

Fahrerin und Beifahrerin aktenkundig

Der ausländische Führerschein der 20-jährigen Fahrerin war schon früher von der Schweiz aberkannt worden. Gegen die 17-jährige Beifahrerin besteht eine mehrjährige Einreisesperre in die Schweiz. Sie ist unter anderen Namen in verschiedenen Kantonen wegen Einbruchdiebstahl polizeilich aktenkundig. Gemäss eigenen Aussagen handelt es sich bei den beiden Frauen um eine Serbin und eine Kroatin, welche ohne festen Wohnsitz in Frankreich leben.

Im sichergestellten Fahrzeug wurde weiteres Einbruchswerkzeug gefunden. Die zwei Frauen wurden festgenommenen. (amu)

Erstellt: 30.12.2009, 17:04 Uhr

WRITE A COMMENT







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

9 Kommentare

Hans Iseli

31.12.2009, 15:02 Uhr
Melden

Richter Stephenson liegt voll im Trend: Strafen im 20% unteren Bereich und mit 58 ausgebrannt (von den vielen weichen Urteilen!) in Rente. Seine Kollegen werden so weiterfahren wie bisher. Bloss nicht strafen, es geht ja vor allem ums Resozialisieren, und damit für viel Arbeit und Verdienst für die Sozialdienste! Antworten


Bernhard Seiler

30.12.2009, 23:23 Uhr
Melden

Nachdem in der Innerschweiz mehrere Einbruchdiebstähle stattgefunden haben, gratulieren wir den Grenzwächtern zu ihrem Erfolg mit der Hoffnung verbunden, dass ihnen noch weitere Anhaltungen aus diesen Kreisen gelingen. Es ist ja schon längst bekannt, dass seit dem Inkrafttreten des Schengener-Abkommens diesen Kreisen Tür und Tor zu ihrem Handeln geöffnet wurde. Antworten


Paul Meyer

30.12.2009, 20:42 Uhr
Melden

Um solchen Kriminaltouristen die Schweiz zu verleiden, benötigen wir 1. ein verschärftes Strafrecht für Eigentums- und Gewaltdelikte (wie in diesem Fall verübt) und 2. Schnellgerichte, die Strafen verhängen und die Verurteilten unverzüglich in den (unbedingten) Vollzug schicken können. Eine solche Praxis wird sich schnell herumsprechen, denn Kriminelle überlegen sich Aufwand und Nutzen sehr wohl. Antworten


oliver keller

30.12.2009, 18:23 Uhr
Melden

@Sybille Weiss: kommt Ihnen das nicht seltsam vor, dass die Geschichte mit der PFZ keinen Zusammenhang hat? Die Menschen überschreiten 'Landesgrenzen', wie sie es schon seit eh und je getan haben! Antworten


Roland Rawyler

30.12.2009, 17:35 Uhr
Melden

Das Schengen - Abkommen zeigt mit der Zeit auf, dass es für die Sicherheitskräfte unseres Staates höchst gefährlich, ja lebensgefährlich ist, dass die Politik hier Menschen opfert, welche unsere Sicherheit gewährleisten müssen, nun muss doch gehandelt, nicht immer nur geschimpft werden ! Mit Verlaub, Herr Jeremy Stephenson, beweisen Sie nun ihre Botschaft, und lochen Sie die Damen für länger ein Antworten


Marco Lardi

30.12.2009, 17:34 Uhr
Melden

In zwei Tagen sind die beiden wieder auf freiem Fuss. In drei Tagen brechen sie erneut in unsere Häuser ein! Antworten


Sibylle Weiss

30.12.2009, 17:15 Uhr
Melden

Na bravo, nur weiter so;wir sind auf einem "guten"Weg!Was nützen die Einreiseverbote,wenn sie via Hintertür wieder hereinkommen?Und dazu noch aktenkundig u.trotzdem auf freiem Fuss!Wenn schon in der Wirtschaft die Ziele verfehlt wurden,erreichte man wenigstens punkto erhöhter Kriminalität das Ziel,ist doch auch was,oder? Antworten


Guido Graf

30.12.2009, 17:04 Uhr
Melden

Herzlichen Dank allen Sicherheitskräften (Grenzwache, Polizei, Bahnpolizei, Securitas usw), die an vorderster Front ihre gefährliche Arbeit für uns leisten! Wer sich darüber aufhält, dass z.B. Grenzwächter auch bei ihrer Kontrollängen in Zügen bewaffnet sind, ist ein Wirklichskeitsverweigerer, Verharmloser und Schönredner! Antworten


rene klingler

30.12.2009, 16:49 Uhr
Melden

Die beiden Damen sind bekannt und schon einigemale in Erscheinung getreten, wollt ihr sie nun etwa wieder laufen lassen, damit sie nach herzenslust weiter delinquieren können? Für eine längere Strafe (u.a. Gefährdung des Lebens etc.!) reichts doch diesmal ganz bestimmt...oder müssen die erst einen Grenzer oder Polizisten umlegen bis endlich gewisse Damen und Herren erwachen?! Antworten



Basel

Populär auf Facebook Privatsphäre

Verzeichnis

Werbung

Umfrage

Erst Metropolitanregion dann Kantonslobbyist – und nun eine parlamentarische Gruppe: Die Region Basel will in Bern besser gehört werden. Braucht es diese neue Organisation?