Basel
Spurt durch die Innenstadt
Von Franziska Zambach. Aktualisiert am 27.11.2011 1 Kommentar
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Ein kleines Mädchen sitzt dick eingepackt mit Mütze und Schal auf den Schultern ihrer Mutter. Laut ruft sie: «Hopp Papi, hopp Papi!» und strahlt auf den vorbeirennenden Mann hinunter. Szenen wie diese konnte man am Samstagabend in der Basler Freien Strasse zu Genüge beobachten, als die Teilnehmer des Basler Stadtlaufs an den zahlreichen Zuschauern vorbeiliefen.
Kinder, Eltern und Freunde standen am Strassenrand und jubelten den Läuferinnen und Läufern zu. Die Kamera bereit schauten sie angestrengt in die Masse der vorbeiziehenden Läufer und versuchten ihre Liebsten zu entdecken. «Es ist ein grosser Ansporn, wenn Leute an der Strecke stehen und dich anfeuern», sagte ein Teilnehmer, der noch ausser Atem im Ziel bereits wieder seine Familie suchte, die als Unterstützung für ihn an den Lauf mitgekommen war.
Mitleiden mit den Läufern
Der 29. Basler Stadtlauf fand im Gegensatz zum letzten Jahr bei vergleichsweise milden Temperaturen statt. Letztes Jahr fiel noch Schnee. Obwohl da nicht jeder gleicher Meinung war. «Es war sehr kalt zum Rennen», sagte der eine, während der andere abwinkend meint: «Die Temperaturen waren angenehm. Man hat nicht von der Kälte gespürt. Aber der Schnee hat schon gefehlt.»
Die Kälte definitiv gespürt, haben die Zuschauer. Kaum einer, der nicht irgendwie versuchte seine Hände aufzuwärmen, sei dies mit einem heissen Kaffee oder wärmenden Marroni in den Händen. Oder einfach beim Klatschen für die Läuferinnen und Läufer, denn den Satz «Bin ich froh, dass ich da nicht mitmachen muss» hörte man nicht nur aus einem Munde.
Beachtliches leisten
«Es ist ein tolles Erlebnis, hier mitzulaufen, obwohl ich sagen muss, dass ich mein Alter jetzt so richtig spüre», scherzte ein Teilnehmer, der in der mittleren Alterskategorie mitlief. Auf der Strecke sah man dann aber auch weitaus ältere Herren, die beachtliches leisteten und die Runden über die Mittlere Brücke ins Kleinbasel und über die Wettsteinbrücke zurück ins Grossbasel bewältigten.
In eine andere Kategorie gehörten die Läufer, die sich etwas Spezielles für den Stadtlauf ausgedacht haben. So mussten die Zuschauer zweimal hinsehen, als einige Spassvögel mit Schwimmflossen die Freie Strasse hinab platschten oder ein Trio im Pinguin-Kostüm die Strecke absolvierten. «Mir war es schon anstrengend genug ohne Kostüm zu rennen», bemerkt ein Läufer grinsend. «Aber diese Szenen gehören definitiv auch zum Stadtlauf.» (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 27.11.2011, 08:53 Uhr
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