Stararchitekt baut Beyeler-Erweiterung

Peter Zumthor erhält den Auftrag für die Erweiterung der Fondation Beyeler. Er setzt sich gegen elf Architekten aus der Schweiz und dem Ausland durch.

Architekt Peter Zumthor wurde mehrfach ausgezeichnet.

Architekt Peter Zumthor wurde mehrfach ausgezeichnet. Bild: Keystone

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Der Erweiterungsbau der Fondation Beyeler in Riehen wird nach den Plänen von Peter Zumthor realisiert. Der mehrfach ausgezeichnete Schweizer Architekt hat sich gegen zehn Konkurrenten durchgesetzt.

Ein prominent besetztes, internationales Gremium habe sich einstimmig für das Projekt von Peter Zumthor entschieden, teilte die Fondation Beyeler am Donnerstag mit. Für den Studienauftrag für das neue Museumsgebäude hatte die Fondation im März elf Architekten aus der Schweiz und dem Ausland ausgewählt.

Rückkehr in die Heimat

Mit seinem Beyeler-Projekt kehrt der in Haldenstein GR lebende Pritzker-Preisträger in seine Heimat zurück: Peter Zumthor wurde 1943 in Basel geboren. Bekannt ist der Architekt für die Therme Vals ebenso wie für den Schweizer Pavillon der Expo 2000 in Hannover.

Für den Erweiterungsbau der Fondation Beyeler kann Zumthor auf seine Erfahrung in der Gestaltung von Museen bauen: Zu seinen Werken zählen auch das Kunsthaus Bregenz und das Kolumba Kunstmuseum in Köln. Eines seiner neusten Projekte ist die Erweiterung des Los Angeles County Museums of Art in den USA.

Das Erweiterungsprojekt auf einem an das bestehende Museumsgebäude angrenzenden Grundstück will die Fondation erst in den kommenden Monaten vorstellen. Direktor Sam Keller verspricht jedoch in der Mitteilung schon jetzt ein «Bauwerk von hervorragender Qualität». Wann es erstellt wird, ist noch nicht bekannt.

50 Millionen für die ersten zehn Jahre geschenkt

Realisiert werden soll das neue Museumsgebäude im bisher privaten Iselin-Weber-Park. Der Bau, für den die Gesamtkosten auf 80 Millionen Franken veranschlagt sind, soll privat finanziert werden.

Für die Realisierung und den Betrieb in den ersten zehn Jahren liegen der Fondation bereits feste Zusagen in der Höhe von 50 Millionen Franken vor. Es handelt sich dabei namentlich um Schenkungen der Wyss Foundation von Milliardär Hansjörg Wyss sowie der Daros Collection von Milliardär Stephan Schmidheiny.

Der Berner Hansjörg Wyss ist zugleich Präsident der Fondation Beyeler und hat das Projekt initiiert. Er ist auch Präsident der Jury, die sich nun für Zumthor entschieden hat. Dieser zählt für Wyss zu den «weltbesten Architekten».

Ergänzen wird der Zumthor-Neubau dereinst das Museumsgebäude des preisgekrönten italienischen Architekten Renzo Piano, das die Fondation Beyeler seit 1997 beherbergt. Als meistbesuchtes Kunstmuseum der Schweiz hat die Fondation bisher 6,2 Millionen Besucherinnen und Besucher verzeichnet. (lip/sda)

Erstellt: 15.09.2016, 16:58 Uhr

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