Basel
Studenten wollen Fleisch aus Mensa verbannen
Von Alexander Müller. Aktualisiert am 19.09.2012 122 Kommentare
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Die Studenten der Uni Basel wollen Fleisch und Fisch aus sämtlichen Speisesälen der Uni verbannen. Diese Forderung hat der Studierendenrat der Studentischen Körperschaft (Skuba) mit 6 zu 2 Stimmen am Mittwoch nach einer stundenlangen und kontrovers geführten Diskussion gutgeheissen. Geht es nach den Vorstellungen der Skuba, soll den rund 12'000 Studierenden der Uni Basel künftig nur noch Salat sowie vegetarische Kost aufgetischt werden. Zudem fordern die Studenten ein veganes Menu pro Tag.
Noch sind die Würfel aber nicht ganz gefallen: Im Oktober müssen die Studenten noch die Verpflegungskommission der Uni Basel überzeugen. Sebastian Gartner, Vorstand im Ressort Qualitätssicherung in der Skuba, ist diesbezüglich jedoch zuversichtlich, zumal der Studierendenrat selbst 2 der 7 Sitze in der Verpflegungskommission besetzt: «Es ist nun realistisch, dass wir mit unserer Forderung Erfolg haben werden.»
Wie denkt die grosse Masse?
Mehr Widerstand könnte jedoch aus den eigenen Reihen drohen. Denn es ist keineswegs sicher, ob der Studierendenrat mit diesem Entscheid wirklich die Mehrheit der Studenten vertritt. «Die Forderung wird sicher für Gesprächsstoff sorgen», sagt Gartner. Man habe bisher gemischte Rückmeldungen erhalten. Möglicherweise soll noch eine Urabstimmung unter allen Studenten durchgeführt werden, um sich den Support der Studierenden zu sichern.
Gartner ist überzeugt, dass die Uni mit der Umstellung auf eine fleischlose Verpflegung eine zukunftsweisende Richtung einschlagen würde. Die Produktion von Fleisch sei energieintensiv und brauche zu viel Wasser, lautet eine häufige Kritik der Vegetarier. Der Vorwurf der grassierenden Verbotsmentalität weist Gartner von sich. «Wir verstehen das vor allem als Massnahme, den eigenen Fleischkonsum zu überdenken.» Wer auch künftig nicht auf Fleisch verzichten wolle, habe ja genügend Alternativen.
Nur nicht mehr in den Speisesälen der Uni. Die Kebab-Stände und Restaurants rund um die Uni dürften sich die Hände reiben. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 19.09.2012, 18:08 Uhr
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122 Kommentare
Wenn das durchkommt, ist die Schweiz das letzte Land auf der Welt, das noch den Namen Demokratie verdient. Wenn 12 Vegetarier/Veganer 12000 Studenten (die grosse Mehrheit Fleischesser) bevormunden dürfen, dann gute Nacht. An einer solchen Uni würde ich sicher nie studieren. Wir lassen uns immer mehr ins Abseits drängen von ein paar ideologischen Wirrköpfen, Mahlzeit. Antworten
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