Basel

Stücki lockt die Massen

Von Markus Prazeller. Aktualisiert am 28.09.2009 13 Kommentare

170 000 Personen besuchten am ersten Verkaufswochenende das neue Shoppingcenter auf dem Stücki-Areal. Viele reisten mit dem öffentlichen Verkehr an, mehr noch mit dem eigenen Auto.

Bilder wie an der Mäss am Wochenende im neuen Stücki-Shoppingcenter.
Bild: Pino Covino

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Menschen. Überall Menschen: auf den Rolltreppen, in den Läden, in den Cafés. Das Stücki-Shoppingcenter feiert seine Eröffnung mit einem Sonntagsverkauf – und die Kunden kommen in Scharen. Und sie konsumieren und kaufen ein. Strahlende Gesichter beim Verkaufspersonal, Freude bei den Kunden. «Ich habe für 1000 Franken einen Flatscreen-Fernseher gekauft – ein Schnäppchen», freut sich eine 32-jährige Kundin aus Basel.

Harziger Beginn

Doch das Einkaufserlebnis beginnt harzig – zumindest wenn man das neue Stücki-Shoppingcenter mit dem Auto besuchen will. Schon auf der Autobahn beim Badischen Bahnhof stauen sich die Fahrzeuge. Und auch auf der Dreirosenbrücke reiht sich am Eröffnungswochenende Auto an Auto. Auch vor dem Parkhaus des Shoppingcenters das gleiche Bild: Fahrzeuge, soweit das Auge reicht. Wer von der Autobahn her ins Stücki wollte, stand gestern gut und gerne 30 Minuten im Stau.

Ausfahrt macht Probleme

Das ist auch Center-Manager Jan Tanner nicht entgangen. Von seinem Büro hat er direkten Blick auf die Blechkolonne vor der Parkingeinfahrt. «Mit dieser Situation sind wir natürlich nicht ganz glücklich. Aber wir können die Strassen nicht verbreitern.» Die idealste Lösung, so Tanner, wäre eine eigene Autobahnausfahrt, wie sie bereits diskutiert wurde. Sie scheiterte bisher am Widerstand von Anwohnern.

«Ohne eine solche Ausfahrt wird es immer wieder zu Verkehrsüberlastungen kommen», sagt Tanner. Er verweist aber darauf, dass ein grosser Teil der Kundschaft mit dem öffentlichen Verkehr angereist sei. Die neue Bushaltestelle «Stücki» der Basler Verkehrsbetriebe und der Stücki-Steg über die Wiese seien von vielen Kunden benutzt worden: «Das macht mir grosse Freude.»

Viele Kunden bringen Freude

Freude machen dem Chef auch die Besucherzahlen des ersten Verkaufswochenendes: 170'000 Personen haben das Stücki-Shoppingcenter bis Sonntagabend besucht. Unter ihnen auch ein 25-jähriger Student aus Basel. Gekommen ist er – wie viele der Besucher – vor allem wegen der ersten Schweizer Filiale des Elektro-Discounters Saturn. «Ich habe in der ganzen Stadt die Werbeplakate gesehen und wollte mir das mal anschauen». Seine Beute: ein Notebook für 500 Franken. «Jetzt hoffe ich nur noch, dass es trotz tiefem Preis auch einwandfrei funktioniert.»

Aber nicht nur aus der Schweiz sind die Kunden am Wochenende ins Stücki-Shoppingcenter gekommen. Laut Center-Manager Tanner seien auch sehr viele Personen aus Frankreich und Deutschland angereist. Das bestätigen auch die deutschen Zollbehörden. Ein Sprecher der Zollverwaltung sagte gegenüber der «Badischen Zeitung», dass in den letzten Tagen erheblich mehr Waren zur Verzollung angemeldet worden seien.

Grosse Ziele

Am Zoll Otterbach sei zudem ein verstärkter Ein- und Ausreiseverkehr festgestellt worden – ein Grund mehr für Tanner, bis über beide Ohren zu strahlen, wie er das im Gespräch mit der BaZ macht. «Unser erklärtes Ziel war es, ein Shoppingcenter für die ganze Region zu werden. Das ist uns bereits am ersten Wochenende gelungen.» Ein anderes Ziel hat er noch zu erreichen: 20'000 Besucher sollen künftig pro Tag sein Shoppingcenter besuchen. (Basler Zeitung)

Erstellt: 28.09.2009, 13:24 Uhr

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13 Kommentare

Stef Schmutz

28.09.2009, 08:35 Uhr
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Jeder, der dieses Wochenende mit dem Auto ins Stücki gefahren ist, der hat einfach nicht gerade sehr viel überlegt. Besten Dank für den zweitägigen Verkehrskollaps im Namen der Anwohner, die nahezu zwei Tage lang eingesperrt waren und der in Kleinhüningen arbeitenden Personen, die jeweils bis zu einer Stunde zu spät zur Arbeit erschienen. Ich hoffe schwer, das geht in Zukunft nicht so weiter!!! Antworten


Rolf Schlumpf

28.09.2009, 08:39 Uhr
Melden

Die ganze Menschentraube wurde von den *Stücki*-Oberen auf die öffentlichen Verkehrsmittel abgewälzt. Zumindest am Eröffnungswochenende wäre ein richtiger Shuttle-Service von der Innerstadt und der Grenze doch möglich gewesen. Das *Stücki* selber hat mich nicht sonderlich überzeugt, schlussendlich kriege ich das gleiche auch in der Stadt. Allerdings, alles an einem Ort hat schon auch Vorteile. Antworten



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