Basel
Sturz in den Rundhof als Highlight
Von Lukas Bertschmann. Aktualisiert am 18.10.2012 14 Kommentare
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Der 542. Jahrgang der Basler Herbstmesse ist ein besonderer: Zum ersten und voraussichtlich einzigen Mal lässt der Freifallturm «Powertower» seine 32 Fahrgäste aus der Rundhofhalle in die Höhe schiessen, um sie aus 66 Metern wieder zurück ins Gebäude stürzen zu lassen. «Der Freifallturm wurde letztes Jahr sehr vermisst», so Daniel Arni, Leiter Messen und Märkte. Er ist überzeugt, damit den Messeplatz trotz einer Halbierung des verfügbaren Raums wegen die Baustelle attraktiv zu gestalten. Ein Teil der wegfallenden Verpflegungsmeile zwischen den ehemaligen Hallen 1 und 3 wird ab Höhe Isteinerstrasse den Eingang zur Rundhofhalle säumen. Zudem wird das Foyer des Rundhofs sowie die linke Hallenhälfte mit Fahr-, Spiel- und Verpflegungsgeschäften bespielt werden. Als eine Stadtsilhouette-überragende Leuchtsäule wird der Tower im Innern des Gebäudes von weither auf den Messeplatz locken.
Jüngste Fressmeile
Auch mit Verpflegungsgeschäften und Spielattraktionen gestärkt wird dieses Jahr zum zweiten Mal die Kasernenstrasse. Nach den Erfahrungen aus dem 2011 rückt der grosse Tombola-Stand des Marktverbands Nordwestschweiz in die Mitte des Strassenzugs. Die erstmalige Platzierung einer Bahn, die «X-Factory» oder der Scheibenwischer im Volksmund, soll der neuen Fressmeile auch nachmittags mehr Anziehungskraft verleihen.
Weitere Premieren an der diesjährigen «Mäss» sind die Laufgeisterbahn «Psycho» in der Rosentalanlage, die rund 7 Minuten wohliges Gruseln garantieren soll, sowie der «Beach Jumper» auf dem Barfüsserplatz – eine Bahn, die mit ihrer sprunghaften Fahrweise Familien anspricht und nicht wildeste Action bietet. Vom familienfreundlichen Barfüsserplatz werden die Besucher oberhalb der Treppe Richtung Münsterplatz gelotst – dem ausgeprägtesten Familienstandort der Messe. Hier wird traditionsgemäss das Riesenrad alle Generationen zur Panoramafahrt locken. Auch der Kinder-Klassiker Schwanenkarussell, eine Geisterbahn, das Kettenkarussell und ein Autoscooter fehlen nicht.
Nur für starke Mägen
Nach mehrjähriger Absenz kehrt dieses Jahr der beim jungen Publikum beliebte Schüttelbecher auf das Kasernenareal zurück. Zwar trägt die Bahn mit «Tagada» wieder einen neuen Namen, doch das wird die in der Mitte der Rondelle Gleichgewichtssuchenden nicht weiter stören. Mit den Bahnen für stärkere Mägen, allen voran der Riesenschleuder «Monster» und dem 50 Meter hohen Kettenkarussell «Star Flyer» wird die Kaserne erneut Magnet für das jugendliche Publikum sein.
Anders schlägt der Puls auf dem Petersplatz: Am «Hääfelimäärt» ist das Angebot klassischer Gebrauchskeramik auf 27 Stände an der Bernoullistrasse erweitert worden. Auf dem Petersplatz selbst finden sich wie gewohnt zahlreiche Verpflegungs- und Warenstände sowie mehrere Kinder-Bahnen inklusive der traditionellen «Rösslerryti» wieder. Nicht nur hier gewähren ab der zweiten Messewoche alle Bahnen und die grosse Mehrheit der Verpflegungs- und Spielbuden Preisreduktionen mit dem Familienpass.
Nationales Ereignis
Die Standortmarketing-Leiterin, Sabine Horvath, betont die Bedeutung der Herbstmesse mit der grossen Zahl an Besuchern. Die Messe ziehe gleich viele Personen an, wie die Gesamtzahl aller Übernachtungen aller Basler Hotels zusammen: eine Million. Damit dieses Niveau gehalten oder noch ausgebaut werden kann, treibt das Standortmarketing mit seiner Kommunikationskampagne die Etablierung der Herbstmesse als nationales Ereignis voran. Dazu werden auf den beiden SF-Sendern zur Primetime Werbespot geschaltet sowie in grösseren Schweizer Städten Plakate platziert. Dieses Jahr zum ersten Mal auch in der Westschweiz. So wird wohl über Basel und die Region hinaus der magische Moment herbeigesehnt, wenn Glöckner Franz Bauer am 27. Oktober um Punkt 12 Uhr mit dem «Mässglöckli» den Spass einläuten wird. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 18.10.2012, 14:50 Uhr
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14 Kommentare
Ach, wie gerne erinnere ich mich an meine Kindheit, als es an der Herbstmesse noch ordentliche Achterbahnen gegeben hat... Sogar an eine mit Looping kann ich mich erinnern! Und heute: Die Crazy Mouse ist das höchste der Gefühle. Kann mit jemand erklären, warum echte Achterbahnen an der Herbstmesse so rar geworden sind? Antworten
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