Basel
Teures Parking als Dienst am Kunden
Von Dina Sambar. Aktualisiert am 02.11.2011 26 Kommentare
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Zurzeit ist das Parking des Shopping Centers St.-Jakob-Park wohl eines der teuersten der Schweiz – zumindest für alle, die länger als drei Stunden dort parkieren wollen. Ab der angebrochenen vierten Stunde kostet der Platz nicht mehr wie üblich sechs, sondern 25 Franken. Je länger man parkiert, desto teurer wird es. Sechs Stunden schlagen zum Beispiel bereits mit 90 anstatt mit 21 Franken zu Buche.
Die Tarife seien nicht erhöht worden, um Kapital aus den Swiss Indoors zu schlagen, sondern um Parkplätze für die Shopping-Center-Kunden freizuhalten, sagt Daniel Zimmermann, Centerleiter des St.-Jakob-Parks. «In der Vergangenheit war unser Parking während den Swiss Indoors bereits am Mittag voll mit Besuchern des Tennisturniers. Unsere Kunden hatten keinen Platz mehr.» Dies sei nicht im Interesse der Kundinnen und Kunden und zudem schlecht für die Läden. «Da die Shopping-Center-Besucher selten länger als drei Stunden hier bleiben, sind sie nicht von der temporären Erhöhung betroffen», sagt Zimmermann. Man wolle aber niemanden verärgern. Diese Lösung sei mit den Swiss-Indoors-Verantwortlichen abgesprochen.
Entschieden wird von Fall zu Fall
Um böse Überraschungen für Parkkunden zu vermeiden, weisen grosse Plakate und Hinweistafeln auf die Tariferhöhung hin. Ab Mittag geben zwei Verkehrskadetten Informations-Flyer an die Autofahrer ab. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass Parkkunden die höheren Tarife erst zur Kenntnis nehmen, wenn sie an der Kasse bezahlen sollten: «Bei Shopping-Center-Besuchern schauen wir die Situation im Einzelfall an. War er wirklich die meiste Zeit hier, sind wir kulant», erklärt Zimmermann.
Dem Platzmangel während den Swiss Indoors wird seit drei Jahren mit diesem Mittel entgegengewirkt. Die Kunden haben wieder Platz. Trotz der happigen Langzeittarife sind die 680 Parkplätze während des Turniers aber viel häufiger belegt als sonst. «Die meisten Swiss-Indoors-Besucher fahren wieder hinaus, wenn sie die Tarife sehen. Doch es gibt auch solche, die bereit sind, diesen Preis zu bezahlen», sagt der Centerleiter. Das nahe staatliche Parkhaus St. Jakob ändert seine Preise nicht für das Tennisturnier. Allerdings ist das Angebot dort während dieser Woche etwas eingeschränkt. Eine Parkebene ist für die Swiss Indoors besetzt und nicht öffentlich zugänglich. (Basler Zeitung)
Erstellt: 02.11.2011, 12:27 Uhr
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