Basel

Uni Basel büsst 30 Plätze ein

Von David Weber. Aktualisiert am 04.10.2012 14 Kommentare

Die Universität Basel fällt im internationalen Vergleich immer weiter zurück. Die Uni weist die Resultate dieses Rankings jedoch zurück und äussert Kritik.

Bild: Christoph Stulz

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Das weltweite «Times Higher Education Ranking» wies der Universität Basel letztes Jahr noch Platz 111 zu. In der gestern publizierten Ausgabe 2012/2013 fiel sie um ganze 30 Plätze zurück. Eine Rückstufung, die bei der Universität auf Unverständnis stösst. In einem gestern Abend verschickten Communiqué beklagt sie, dass sie «trotz besserem Leistungsausweis» zurückgestuft worden sei. In fast allen Kriterien habe man besser abgeschlossen als letztes Jahr. Insbesondere hebt die Universität «die ausgezeichnete Bewertung für die Rezeption ihrer Publikationen in der Fachwelt», die hohen Werte für die «Einwerbung von Forschungs- und Drittmitteln» sowie für die «internationale Zusammensetzung der Studierenden und des Lehrkörpers» hervor.

Warum dann die schlechte Platzierung, wenn fast alles besser geworden ist? Beat Münch, Adjunkt des Rektors, kannte gestern noch nicht alle Details der Studie, da diese erst spätabends vollumfänglich verfügbar ist. Aus London habe er die Auskunft erhalten, dass sich zwar auch Basel verbessert habe, andere hätten sich aber vorgeschoben. Vor allem aus China, sagt er zur BaZ. Alle Schweizer Universitäten ausser der ETH seien schlechter platziert.

Bei anderen Rankings verbessert

Die Universität Basel kritisiert zudem die Methode des THE-Rankings. Diese wurde seit der Ausgabe 2010/11 verändert und sei noch «keineswegs gefestigt». Dies würden die von Jahr zu Jahr stark schwankenden Rangfolgen zeigen. Das Ranking bewertet zu je einem Drittel: die subjektive Einschätzung von akademischen Fachkollegen, die Häufigkeit zitierter wissenschaftlicher Publikationen einer Universität, und Angaben über Personal, Studierende und Finanzmittel der Uni. «Solange die Reputation stark gewichtet wird, ist es für kleinere Hochschulen schwierig, in der Rangliste aufzusteigen», sagte Sonja Berghoff vom Centrum für Hochschulentwicklung vor einem Jahr zur BaZ. Auch Münch sagt: Bei Rankings, die auf objektiven Fakten und nicht auf subjektiven Einschätzungen basieren, schneide Basel besser ab.

In der Tat hat Basel bei zwei anderen Rankings 2012 besser abgeschnitten als im Vorjahr. So konnte beim «QS World University Ranking» der Negativtrend gestoppt werden. Dort verbesserte sich Basel heuer um 30 Plätze auf Rang 121 und überholte Bern wieder. Im «Shanghai Ranking» – laut Münch dem «objektivsten» Ranking – ist Basels Rang seit Jahren stabil, 2012 verbesserte man sich von Platz 89 auf 85. Auch hier lässt Basel Bern deutlich hinter sich, ist aber klar schlechter klassiert als die Universitäten Zürich oder Genf. (Basler Zeitung)

Erstellt: 04.10.2012, 09:35 Uhr

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14 Kommentare

Fritz Hochhuth

04.10.2012, 12:17 Uhr
Melden 33 Empfehlung 2

Spätestens seit dem gestern veröffentlichten Ranking für den Fussball, wo die Schweiz nur einen Platz hinter Brasilien liegt, sollte auch den Hinterletzen klar geworden sein, was solche Rankings wert sind... Antworten


Hans Metzger

04.10.2012, 12:27 Uhr
Melden 32 Empfehlung 11

Kein Wunder! Wie soll man denn zu den Elite-Unis gehören wenn's kein Fleisch gibt in der Mensa? Fleisch macht bekanntlich intelligent. Ein Glück dass dies nur 30 Plätze ausgemacht hat. Antworten



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