Basel
Volksfest auf dem Rhein
Von Joel Gernet. Aktualisiert am 17.08.2011 3 Kommentare
Hundeschwumm: Auch tierische Teilnehmer holten sich die Rheinschwimm-Medaille.
Leser-Reporter: Beat Lehmann
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«Guck, die Ballons! Wollen wir…?», sagt der kräftig gebaute Vater in Badeshorts zu seinem Sohn, als er die orange Plastikwolke bei der Startrampe zum Rheinschwimmen sieht. Dann der Rückzieher: «Ach nein, für die Migros machen wir sicher keine Werbung». Das traditionelle Basler Rheinschwimmen ist ein Volksfest – da dürfen auch die Sponsoren mit ihren Werbegeschenken nicht fehlen. Gegen 1350 Teilnehmer tummeln sich, wie die Veranstalter später mitteilen werden, kurz vor 18 Uhr am Kleinbasler Rheinufer beim Schaffhauserrheinweg. Und im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als der Anlass wegen starker Regenfälle buchstäblich ins Wasser fiel, sind die Bedingungen diesmal ideal.
Freudenschreie und Dixieland
Es ist einer dieser heuer so seltenen schwül-heissen Sommertage, an denen man sich nichts sehnlicher wünscht, als einen Sprung in den kühlen Rhein. Welch Glück also, dass das 31. Rheinschwimmen der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) Basel just auf so einen Tag fällt – 26 Grad Aussentemperatur, alle sind zurück aus den Ferien.
Kein Wunder also, wälzt sich nach dem traditionellen Böllerschuss um Punkt 18 Uhr eine orange Welle aus Ballons, Wickelfischen und Menschen in den 20,2 Grad kühlen Rhein und schwimmt der untergehenden Sonne entgegen. Freudenschreie und Jauchzer hallen unter den Basler Brücken hervor. Man hört unterschiedlichste Dialekte – offenbar hat es auch einige Deutsche und Berner nach Basel verschlagen.
Ältere Frau erleidet Schwächeanfall
Keine zwanzig Minuten nach dem Startschuss über dem Rhein, steigen die Ersten unterhalb der Johanniterbrücke bereits wieder aus dem Fluss, der an diesem Abend ganz den Schwimmern gehört – der Rhein wurde für die Schifffahrt gesperrt. Die Teilnehmer werden mit Dixieland-Jazz der «Hot Time Four» begrüsst – und mit weiteren Werbegeschenken. Vielleicht will der unentschlossene Vater ja doch noch einen Ballon ergattern.
Ausser ein paar Schnittwunden am Ziel verläuft das Rheinschwimmen auch dieses Jahr ohne nennenswerte Zwischenfälle. Fast jedenfalls: Kurz nach dem Ende des offiziellen Rheinschwimmens erleidet eine ältere Frau beim Schwimmen im Rhein auf der Höhe der Solitude einen Schwächeanfall. Sie kann jedoch noch rechtzeitig aus dem Wasser gezogen und reanimiert werden, wie Polizeisprecher Klaus Mannhart gegenüber der BaZ sagt. Die Frau sei nach dem offiziellen Rheinschwimmen ins Wasser gestiegen. Ihr Glück: Dank des Rheinschwimmens sind noch alle Rettungskräfte vor Ort gewesen. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 16.08.2011, 23:20 Uhr
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3 Kommentare
Bin enttäuscht von der BAZ-Berichterstattung! Nur dank Teilnehmer des Rheinschwimmens konnte die Frau nach einigen Schwierigkeiten gerettet werden! Als nicht nennenswerter Zwischenfall (wie BAZ es nennt) würde ich dies nicht bezeichnen! Antworten
Basel
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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