Basel

Weisse Weihnachten werden immer seltener

Von Lukas Bertschmann. Aktualisiert am 20.12.2011 1 Kommentar

Der Niederschlag ist in Basel konstant: wechselhaft. Am Thermometer jedoch lässt sich ein klarer Trend hin zur Erwärmung ablesen.

Die Grafik zeigt die Schneehöhe in Basel an den drei Weihnachtstagen in den letzten 80 Jahren.

Die Grafik zeigt die Schneehöhe in Basel an den drei Weihnachtstagen in den letzten 80 Jahren.
Bild: Meteo Schweiz

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Auf Basels Dächern und im Baselbiet liegt ein Hauch Schnee. Reicht es nun für die ersehnten weissen Weihnachten? Die Statistik spricht eine klare Sprache: In 30 Prozent der letzten 80 Jahre lag laut Meteo Schweiz mindestens an einem der drei Weihnachtstagen Schnee in Basel. In 15 Prozent der gleichen Zeitspanne sogar an allen Dreien. «Es macht keinen Sinn, anhand drei willkürlich herausgegriffener Tagen, über einen Klimatrend zu sprechen», will sich Stefan Bader von Meteo Schweiz nicht festlegen. In den letzten 10 Jahren seien im Flachland sogar mehr Tage mit Schnee notiert worden als in den 90ern. Gleichzeitig sei aber der Winter 2006/07 auch der wärmste je verzeichnete gewesen. Und derjenige von 2007/08 der viert wärmste.

Die aktuellen Prognosen sagen für die Region bis Freitag konstante Temparaturen voraus. Für Heiligabend und den Weihnachtstag soll das Quecksilber dann knapp unter den Gefrierpunkt sinken. Niederschlag soll es laut der jetztigen Prognose morgen und übermorgen geben – und am Weihnachtstag wieder. Für weisse Weihnachten könnte es also durchaus reichen.

«Die Erwartung, von Dezember bis Februar Schnee im Flachland zu haben ist unrealistisch», so Bader weiter. Dafür sei die Lage Basels einerseits zu tief. Andererseits sei die Schweiz zu nahe am Atlantik, der unser Wetter zu grossen Teilen bestimme. Denn der Ozean als ein riesiger Wärmespeicher strahle über fast den ganzen Winter hinweg Wärme ab und gestaltet damit massgeblich unser Wetter in der Schweiz. Erst weiter östlich schwindet der atlantische Einfluss. Dies beschert den Menschen sogenannte Kontinental-Klima, was sich durch ausgeprägte Kälte-Phasen auszeichnet.

Signifikanter Temparaturanstieg um 1,7 Grad

Während die Niederschlagsmengen zu allen vier Jahreszeiten über die letzten 150 Jahre hinweg sehr wechselhaft sind, kann für den Faktor Temperatur doch zweifelsohne ein Trend festgestellt werden: In den letzten 100 Jahren war das Temperatur-Mittel in Basel pro Dekade um 0,17 Grad angestiegen. Die Durchschnitts-Temperatur hat sich seit 1911 also um 1,7 Grad Celsius erhöht. Laut Meteo Schweiz zeigte die Herbst- und Wintertemperatur von 1900 bis 1980 einen auffallend ruhigen Verlauf ohne signifikant Änderung. Ab Winter 1987/88 sei dann aber ein sprungartiger Wechsel zu einer ausgeprägten Warmwinter-Phase zu verzeichnen, die bis heute andauert. Seither sind die Winter statistisch gesehen hier nie mehr sehr kalt gewesen. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 20.12.2011, 13:28 Uhr

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1 Kommentar

walter bossert

20.12.2011, 17:14 Uhr
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Diese Grafik sagt nur eines sehr deutlich,nähmlich dass sie gar nichts aussagt! Antworten



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