Basel
«Welcome to the jungle» in der Joggeli-Halle
Von Lukas Bertschmann. Aktualisiert am 28.06.2012 9 Kommentare
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Schlusspunkt: «Paradise City» live in Basel.In der St. Jakobshalle stimmte Axl Rose zuerst ein Cover der Pink-Ployd-Klassikers «The Wall» an, dann folgte mit «November Rain» einer der Konzerthöhepunkte.
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Fast auf den Tag genau nach 20 Jahren heizten «Guns N' Roses» gestern Abend Basel erneut ein. Von der damaligen Formation ist allerdings nur noch Kopf Axl Rose sowie der Keyborder und Perkussionist Dizzy Reed übrig. Auch fanden nicht mehr 50'000 Fans zum Konzert in der St-Jakobshalle, wie damals am 21. Juni 1992 ins Stadion. Doch die gut 6000 Besucher bekamen ein dreistündiges Konzert geboten, gespickt mit den Hits der guten alten Zeiten und vielen Solo-Einlagen der Musiker.
Frontmann Axl Rose schien dem Auftritt förmlich entgegenzufiebern, denn er stürmte bereits einige Minuten vor dem auf 21 Uhr angekündigten Konzertbeginn auf die Bühne. Bei früheren Gigs liess er auch schon länger auf sich warten. Er eröffnete das Konzert mit dem Titelsong des 2008er-Albums «Chinese Democracy». Trotz schweisstreibender Wärme in der Halle präsentierte Rose sich wie ein richtiger Rocker in schwarzer Lederjacke, die er bis fast zum Schluss anbehielt. Offenbar verschafften ihm die zahlreichen Risse der verschlissenen Jeans genug Abkühlung. Mit Hut, Pilotenbrille und Truckerschnauz sah Rose – zumindest von Weitem – eigentlich noch fast genauso aus wie früher. Ebenfalls an die alten Zeiten erinnerte der Zylinder des Lead-Gitarristen DJ Ashba. Viele aus dem Publikum wussten allerdings nicht, was sie davon halten sollten, dass er mit der exzentrischen Kopfbedeckung an den einstigen Kult-Gitarristen Slash erinnerte, der 1996 die Band verliess und der vor einer Woche auf der Bühne im St. Jakobshalle stand.
Performance mit Intermezzi
Doch Axl vermochte die Aufmerksamkeit des Publikums mit seiner nach wie vor starken Bühnenpräsenz auf sich zu ziehen. Der 50-Jährige rockte und tanzte über die Bretter. Immer wieder stieg er auf die Monitor-Boxen, um dem Publikum nahe zu sein – oder er schmiss den Mikrofonständer hinter sich, wo dieser von einem treuen Gehilfen immer wieder aufgestellt wurde. Auch die Stimme bekam Rose noch hoch, wenn er auch die langen Passagen nicht so lange zu halten vermochte, wie man es von den Studioalben her kennt. Vor allem beim für den Gesang relativ anspruchsvollen Track «Sweet Child of Mine» machte sich dies bemerkbar. Und mit zunehmender Dauer des Konzerts wurde seine Stimme vom Tonmeister auch immer mehr zurückgenommen.
Zu seiner Performance beigetragen haben dürften sicher auch die längeren Verschnaufpausen in Form von etlichen Solos, während denen er jeweils die Bühne verliess. Die vielen Intermezzi, wie etwa das Paul McCartney-Cover «Live and Let Die» oder das virtuose und kreischende Gitarrensolo «Ballad of Death» von DJ Ashba gestalteten das Konzert zwar abwechslungsreich, jedoch liessen sie dies die Band nicht so sehr als Einheit erscheinen.
Neuer Song, neuer Hut
Zuweilen erschien Rose nach seinen kurzen Pausen wieder mit einem anderen Hut: zur Ballade «November Rain», die Rose nach zwei Stunden anstimmte und auf dem Flügel begleitete, trug er etwa einen passenden roten Hut mit breiter Krempe. Zuvor hatte er sein Haupt mit einen schwarzen Al-Capone-Hut oder einen hellen Cowboy-Hut bedeckt.
Etwas enttäuschend dürfte für viele Besucher gewesen sein, das Rose kaum mit dem Publikum interagierte. «Wie geht's? Es ist heiss, hm?!», war etwas vom Längsten, was der Rocker zwischen den Songs zum Besten gab. So wirkte das Konzert wenig spontan und ziemlich nach Schema vorgetragen – wenn es auch ordentlich lange dauerte.
Nachdem einer der beliebtesten Songs «Welcome to the Jungle» bereits an zweiter Stelle gespielt wurde, mussten sich die Fans für den anderen Kracher aus goldenen Zeiten bis ganz zum Schluss gedulden: Mit «Paradise City» liessen die Hardrocker das Konzert nach rund drei Stunden ausklingen. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 28.06.2012, 01:52 Uhr
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9 Kommentare
Nach den schwachen Combeack-Auftritten 2008, mit Gesangsproblemen, ist Axl wieder ganz Profi, die Stimme trainiert und sauber intoniert, die Band eingespielt und der Sound überraschend gut abgemischt (12 Meter Mitte vor Bühne). Die Setlist war riesig, allein die epischen Songs Estranged, Civil War, November Rain waren den Eintritt Wert. Und drei Stunden Spielzeit. Axl ich lieg dir zu Füssen... Antworten
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