Basel

Wie Basel sauberer werden soll

Aktualisiert am 09.08.2011 73 Kommentare

Mit einer ganzen Reihe von Massnahmen und zusätzlichem Geld will die Basler Regierung für mehr Sauberkeit in der Stadt sorgen.

Auf dem Barfi soll künftig mehr geputzt werden.

Auf dem Barfi soll künftig mehr geputzt werden.
Bild: Pino Covino

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Wer in Basel künftig Abfall liegen lässt, soll häufiger mit einer Busse bestraft werden als bisher. Dafür sollen zwei neue Stellen geschaffen werden. Ist das sinnvoll?

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Die Sauberkeitsinitiative der SVP lehnt die Basler Regierung ab. Die darin geforderte Abfallpolizei taxiert sie als ungenügend. Vielmehr will die Regierung im Kampf gegen Littering gleich ein «Fünf-Säulen-Konzept» umsetzen, wie sie am Dienstag mitteilte. Dem Grossen Rat beantragt die Exekutive deshalb, das Volksbegehren dem Souverän mit Empfehlung zur Ablehnung zu unterbreiten.

Bisher gibt der Kanton Basel-Stadt pro Jahr 19 Millionen Fr. für eine saubere Stadt aus. Nun sollen diese Mittel um 1,4 Millionen Fr. erhöht werden, damit das auf den fünf Säulen Reinigung, Prävention, Repression, saubere Veranstaltungen und Gewerbe basierende Konzept umgesetzt werden kann. Für einzelne Massnahmen braucht es noch eine Gesetzesänderung.

Zusätzliche Putztouren

Wie von der SVP gefordert, will die Regierung mit zusätzlichem Personal konsequent gegen Littering und illegale Abfallablagerungen vorgehen. Künftig soll statt der Polizei eine Verwaltungsbehörde, die dafür eigens geschulte Mitarbeitende einstellt, Abfallsünder mit Ordnungsbussen bestrafen können.

Intensiviert werden soll zudem die Reinigung an Orten mit sehr grossem Publikumsverkehr wie etwa dem Barfüsserplatz. Dort sollen künftig zusätzliche Putztouren und spezielle Nachteinsätze bis um 22.30 Uhr für mehr Sauberkeit sorgen. In Wartebereichen sollen überdies vermehrt Aschenbecher installiert respektive Abfallsauger zur Aufnahme der Zigarettenstummel eingesetzt werden. Geplant ist ausserdem ein Ausbau der Spray-Entfernungstruppe. Sie soll dafür sorgen, dass Schmierereien rasch wieder aus dem Stadtbild verschwinden

Einführung von Mehrwegbechern

Bei der Prävention setzt die Regierung auf die Verkaufsstellen von Elektronikgeräten: Sie sollen angehalten werden, aktiv auf die Gratisrücknahme von ausgedienten Geräten hinzuweisen. Ausserdem soll es an den Schulen noch mehr Abfallprojekte geben.

Schliesslich sieht das Massnahmenpaket auch die schrittweise Einführung von Mehrwegbechern und -geschirr für alle öffentlichen Veranstaltungen vor. Take-Away-Anbieter soll zudem verpflichtet werden, vor ihrem Lokal während den Betriebszeiten Abfallbehälter aufzustellen und zu leeren.

(amu/sda)

Erstellt: 09.08.2011, 13:59 Uhr

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73 Kommentare

Urs von Felten

09.08.2011, 14:56 Uhr
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Lasst die Schüler im Alter ab 14 Jahren Klassenweise in der ersten Stunde vor dem Unterricht am Morgen das Rheinbord, den Barfi, Claraplatz, Schützenmattpark etc. selber aufräumen. An diesen Orten kommt die Verunreinigung meist von ihnen. Ich bin sicher mit der Zeit wird am Abend im Ausgang auf mehr Sauberkeit geachtet. Denn wer morgens um 06:00h zum Aufräumen muss, passt auf auch die anderen auf Antworten


Michael Chylewski

09.08.2011, 14:51 Uhr
Melden 26 Empfehlung

Mir scheint, dass immer mehr der Staat und die Polizei in die Bresche springen müssen, um die Defizite aus der Erziehung auszubügeln. Vielleicht liege ich falsch, doch ich glaube, dass gewisse Grundwerte wie Rücksicht und Sorge tragen zum Eigentum anderer in der Familie gelehrt und gelernt werden sollten. Schliesslich sollten wir Erwachsenen ein Vorbild sein. Sind wir es? Antworten



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