Basel

Zunamis-Heimleiter ging es nur um Sex

Von Mischa Hauswirth. Aktualisiert am 15.12.2011 5 Kommentare

Das Strafgericht Basel-Stadt verurteilte am Donnerstagmittag einen 38-jährigen Schweizer, weil er seine Rolle als Betreuer ausnutzte, um von minderjährigen Mädchen Sex zu erpressen.

Hier lebte die Wohngruppe. Der ehemalige Betreuer soll zwei junge Frauen zum Sex genötigt haben.

Hier lebte die Wohngruppe. Der ehemalige Betreuer soll zwei junge Frauen zum Sex genötigt haben.

Der Angeklagte hatte alles als Komplott gegen ihn dargestellt. Während der Verhandlung vor dem Strafgericht Basel-Stadt hatte er mehrmals gesagt, die jungen Frauen würden ihn anschwärzen und hätten die belastenden Aussagen abgesprochen. Es sei nichts vorgefallen. Das sah das Gericht mit der Vorsitzenden Kathrin Giovannone anders. Es verurteilte den Mann wegen mehrfachen sexuellen Hanldungen mit Heimbewohnerinnen und Ausnutzung einer Notlage zu zwei Jahren und neun Monaten unbedingter Haft. Dazu erhielt er ein fünfjähriges Berufsverbot und muss den Opfern mehrere tausend Franken Genugtuung bezahlen.

Sie haben ein miserables Beispiel abgegeben

Die Verteidigung hatte die Komplott-Theorie gleich zu Beginn des Prozesses in den Raum gestellt und eine Glaubwürdigkeitsabklärung für die Opfer verlangt. Das Gericht trat nicht auf diese Forderung ein. In der Urteilseröffnung erklärte Richterin Giovannone, dass den Darstellungen der beiden Mädchen sehr wohl zu glauben sei. «Sie haben die Frauen bedrängt und ihre Situation ausgenutzt», sagte Giovannone. «Nicht nur, dass Sie die Opfer ausgenutzt haben, Sie haben obendrein als Betreuer ein mieserables Beispiel für die anderen Jugendlichen in den Wohngruppen abgegeben.»

Lesen Sie mehr dazu morgen in der Basler Zeitung (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 15.12.2011, 15:48 Uhr

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5 Kommentare

Erna Mayer

16.12.2011, 09:55 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Ich kann nicht verstehen,wie der fehlbare Heimleiter ein Berufsverbot von 5 Jahren bekommen hat. Bei seinem Strafregister und seinen sexuellen Übergriffen als Heimleiter hätte er meiner Meinung nach ein lebenslanges Berufsverbot erhalten müssen! Solch einer kann man doch niemals mehr in die Nähe von Kinder/Jugendlichen arbeiten lassen.Das ist unverantwortlich.. *Kopfschüttel* Antworten


Martin Lienert

15.12.2011, 21:31 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Erpresste Sex...weniger als 3 Jahre Knast und nur fuenf Jahre Berufsverbot? Ich vertseh die Welt nicht mehr! Antworten



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