Basel

Zwei Polizisten vor Basler Strafgericht

Zwei Basler Polizisten stehen seit Montag wegen Amtsmissbrauch, Verletzung des Amtsgeheimnisses und einer Reihe weiterer Delikte vor dem Basler Strafgericht. Das Urteil des Dreiergerichts wird auf Donnerstagvormittag erwartet.

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Die Angeklagten zwei Polizeiangehörige im Alter von 48 und 31 Jahren. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, während des Dienstes mit ihren privaten Digitalkameras ohne gesetzlichen Auftrag zahlreiche Fotos erstellt, unrechtmässig Filme und Musikdateien kopiert und zum Verkauf angeboten sowie Kopien von lizenzierten Softwareprodukten hergestellt zu haben.

Dem Älteren legt die Anklage zudem zur Last, er habe Mitarbeiter unter Missbrauch seiner Vorgesetztenstellung unter Druck gesetzt. Eine Untergebene soll er mit Fragen zu ihrem Sexualleben und einem Griff ans Gesäss belästigt haben. Vor Gericht der Mann die sexuelle Belästigung; ein Schuldspruch wäre wegen Verjährung aber ohnehin nicht möglich.

Die Liste der Vorwürfe gegen den Mann umfasst weiter die unerlaubte Mitnahme von Privatpersonen im Patrouillendienst, sexuell motivierte Avancen gegenüber einer psychisch angeschlagenen Frau, die er bei einem Einsatz kennengelernt hatte, und die Herstellung von harter Pornografie und Gewaltdarstellungen.

Vorwürfe kamen ans Licht

Den Stein gegen den heute 48-Jährigen ins Rollen brachte ein Bericht der angeblich sexuell belästigten Untergebenen, des zweiten Angeklagten und zwei weiterer Polizeiangehöriger. Der damalige Leiter der betreffenden Bezirkswache sagte als Zeuge vor Gericht, er habe von den Verfehlungen nichts gewusst. Sonst hätte er sofort eingegriffen, versicherte er.

Den 48-Jährigen schilderte er als engagierten, pflichtbewussten Mitarbeiter und Vertrauensperson mit sehr hoher Fachkompetenz. Masslos enttäuscht sei er gewesen, beschrieb er seine Reaktion auf den internen Bericht. Er habe es zuerst gar nicht wahrhaben wollen, dann aber ein Verfahren beantragt.

Wegen der Vorwürfe wurde der ältere Angeklagte darauf für 14 Tage suspendiert und dann in die Verkehrsabteilung versetzt. Der Prozess dauert dreieinhalb Tage; die Urteilseröffnung ist für Donnerstagvormittag vorgesehen. (amu/sda/)

Erstellt: 07.12.2009, 16:52 Uhr

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15 Kommentare

Andreas Haussener

10.12.2009, 19:46 Uhr
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Herr Ammon, ich will mit meinem Beitrag in keiner Art und Weise die Taten der beiden Polizisten beschönigen. Die beiden haben das Ansehen der Basler Polizei massivst geschädigt. Nun haben auch Polizisten den selben Anspruch der sog. Unschuldsvermutung bis das Gerichtsurteil das Gegenteil feststellt, wie sämtliche Angeschuldigten in einem Strafverfahren und können nicht einfach entlassen werden. Antworten


Peter Ammon

09.12.2009, 08:45 Uhr
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Wenn das wirklich so ist dass diese Verfehlungen bereits seit 4 Jahren bekannt sind, also die Beiden bis zum Urteil angestellt blieben, dann ist das ein Skandal. Die Tatsachen waren ja für das Korps eindeutig also hätte man diese Leute sofort fristlos aus dem Dienst entlassen müssen. Die Täter noch als pflichtbewusst und Vertrauenspersonen zu bezeichnen ist der absolute Gipfel. Antworten


rolf spinnler

08.12.2009, 12:42 Uhr
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Herr Parpan. Basel ist in den letzten Jahren definitiv krimineller geworden. Ob das an Rot/Grün liegt weiss ich nicht. Klar ist , dass Basel die linkste Regierung weit und breit hat. Je mehr Opfer von Verbrechen umso mehr Psychologen/innen, Therapheuten/innen etc. Die Polizei hat doch von so einer Regierung keinen Rückhalt. Hier herrscht Täterschutz (Balkan Schläger, Koks Dealer etc.) Traurig. Antworten


rudolf thoma

08.12.2009, 12:01 Uhr
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Gegenstand der Diskussion sind 2 Polizisten gegen die eine Strafuntersuchung lief und die sich jetzt vor Gericht zu verantworten haben. Ob und wie es um die Sicherheit in Basel steht ist ein anderes Kapitulum! Was ich nicht verstehen kann ist die Tatsache dass es nur 2 Kommentatoren fertig bringen sachlich,anständig ohne beleidigend zu werden, diskutieren können. Tragisch so etwas! Antworten


Hugo Reichmuth

08.12.2009, 11:44 Uhr
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@ R.Lack: Viele Urteile sind sicher fragwürdig, aber in einem Zentrum mit 165'000 Einwohner passieren leider mehr Verbrechen als in einem Dorf! Zudem wäre interessant zu wissen, wie sich die Kürzungen bei den Zeitungsredaktionen auf die Berichterstattung auswirkt. Die Polizeirapporte wiederzugeben ist einfacher, als Recherchen zu betreiben. Vielleicht ist die Kriminalität gar nicht gestiegen... Antworten


Stefan Parpan

08.12.2009, 11:30 Uhr
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Herr Lack, bitte übertreiben Sie nicht. Ist es denn in einer bürgerlich-regierten Stadt besser? Ist das Sicherheitsdepartement denn nicht in bürgerlicher Hand? Werden heute tatsächlich mehr Leute beraubt oder niedergeschlagen, oder wird einfach ausführlicher darüber berichtet? Ist es nicht die SP, die 1500 zusätzliche Polizisten in der CH fordert? Fragen Sie sich das mal, bevor sie urteilen. Antworten


Ronald Lack

08.12.2009, 11:02 Uhr
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In einer ROT-GRüN regierten Stadt wie Basel, muss man sich langsam unsicher fühlen, da kann man Thomas Jauslin nur Recht geben. Es geht bald kein Tag vorbei wo nicht jemand Beraubt oder Niedergeschlagen wird. Antworten


Stefan Parpan

08.12.2009, 10:02 Uhr
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Herr Jauslin, ich finde es in Basel sehr sicher. Es würde mich interessieren, was Ihnen wiederfahren ist, dass Sie sich so unsicher fühlen. Es passieren Dinge in der Stadt. Das ist so. Aber was ist daran? War denn früher alles friedlich? Konnte man sich in Basel freier bewegen? Die heutigen Linken sind ja auch für härteres Durchgreifen. Was haben Sie eigentlich für ein Problem?! Antworten


oliver keller

08.12.2009, 09:21 Uhr
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@Thomas Jauslin: kennen Sie denn eine "sichere" "bürgerliche" Stadt?? Antworten


Thomas Jauslin

08.12.2009, 08:21 Uhr
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Das diese unehrenwerten Herren immer noch auf der Lohnliste des Steuerzahlers stehen, kann ich nicht verstehen! Aber es passt in die städtische Kuschelregierung von rot-grün! Wer die Täter in den eigenen Reihen nicht sieht, der sieht sie auch auf der Strasse nicht! Darum ist Basel ja au sooo sicher und es passiert nie etwas in der Stadt. Macht nur weiter so!! Antworten


patrick lörtscher

07.12.2009, 21:13 Uhr
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Also wenn diese zwei Herren ihren Dienst wieder aufnehmen dürfen, verstehe ich die Welt nicht mehr. Würde allerdings passen. Antworten


oliver keller

07.12.2009, 18:26 Uhr
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Schnell, schnell laufen lassen, die beiden- vielleicht fangen sie ja dann solche Strolche ein, die noch schlimmer sind als sie selber. Antworten


Peter Gysin

07.12.2009, 18:02 Uhr
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Es würde mich interessieren, was die Polizisten zu den Vorwürfen zu sagen hätten. Leider ist die Verhandlung nicht öffentlich. Nur akkreditierte Journalisten haben Zutritt. Die Wahrheit muss ja schliesslich so verpackt werden, dass niemand auf die Idee kommt, dass die Gewaltentrennung nur ein Mythos ist. Antworten


rene klingler

07.12.2009, 17:36 Uhr
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Die Polizei Dein Freund und Helfer! Bedenke bitte, auch Polizisten sind nur Menschen mit Schwächen und Fehlern wie Du und Ich. Die Angeschuldigten werden abgeurteilt wie Privatpersonen und bekommen ihre verdiente Strafe "thats it"! Nun wird aber sehr rasch wieder hochgespielt, gemutmasst und alle möglichen und unmöglichen Theorien aufgestellt....schon recht dekadent die heutige Gesellschaft. Antworten


Peter Müller

07.12.2009, 17:12 Uhr
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Peinlich, Peinlich... zuerst versucht die ZH-Polizei mit bewusster Überreaktion und sinnlosen Gewaltorgien Respekt zu gewinnen, dann erfährt man von Porno-Polizten... ayayay. Diesen Leuten sollen wir trauen?! Antworten



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