Basler sind die zweitschlechtesten Autofahrer

Die Stadtbasler bauen 20 Prozent häufiger einen Verkehrsunfall als der durchschnittliche Schweizer Autofahrer. Nur in einem Kanton sind die Fahrkünste noch bescheidener.

Das Ranking der Unfallfrequenz zeigt, welche Versicherten am meisten Kollisionsschäden der Versicherung melden.

Das Ranking der Unfallfrequenz zeigt, welche Versicherten am meisten Kollisionsschäden der Versicherung melden. Bild: AXA Winterthur

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Woher kommen die besten Autofahrer der Schweiz? Offenbar nicht aus der Region Basel, wie ein Kantonsranking der Versicherung AXA Winterthur nun zeigt. Die Versicherung hat ihr Datenmaterial ausgewertet und festegestellt, dass ihre Versicherten im Kanton Uri ihre Fahrzeuge am besten im Griff haben. Die Urner verursachen am wenigsten Kollisionsschäden, 25 Prozent weniger als der Schweizer Durchschnitt. Fast am anderen Ende der Skala finden sich die Stadtbasler wieder. Häufiger verunfallen nur noch die Tessiner. In den beiden Kantonen registriert die AXA Winterthur eine Unfallfrequenz, die rund 20 Prozent höher liegt als im Schweizer Durchschnitt.

Unter dem Durchschnitt sind auch die Werte der Baselbieter. Die Autofahrerinnen und Autofahrer des Landkantons rangieren an 17. Stelle der 26 Kantone. Klar über dem Durchschnitt sind hingegen die Aargauer (7.) und Solothurner (10.). Genaue Daten will die Versicherung nicht herausgeben, da diese Daten ein Geschäftsgeheimnis sind. Unter anderen aufgrund genau dieser Unfallzahlen werden die Prämien der Verischerten berechnet. Die unterdurchschnittlichen Fahrfähigkeiten der Basler haben also eine direkte Folge auf das Portmonnaie aller Autofahrer im Kanton.

Untersucht wurden die Daten von jährlich rund 70'000 Kollisionsschäden in der Schweiz untersucht, die bei der AXA Winterthur angemeldet wurden. Registriert wurden die Unfälle nicht am Unfallort sondern am Wohnort der Versicherten. Nicht berücksichtigt sind Parkschäden.

In Städten knallt es häufiger

Ein Teil der Ergebnisse liessen sich durch das erhöhte Verkehrsaufkommen erklären, sagt Thomas Lang, Leiter Motorfahrzeug Services bei der AXA Winterthur. «In grösseren Städten, passieren natürlich auch mehr Kollisionen.» Daher schneiden weniger dicht besiedelte Innerschweizer Kantone in der Statistik besser ab als Basel-Stadt oder das Tessin. Im Tessin und den schlecht platzierten Westschweizer Kantonen komme hinzu, dass die Leasingquote im Vergleich zur restlichen Schweiz gemäss AXA-Daten höher ist. «Bei geleasten Autos ist die Kollisionsfrequenz gewöhnlich höher, weil auch kleine Schäden stets gemeldet werden,» sagt Lang. Doch alle Unterschiede erklären äussere Faktoren nicht, hält der Versicherungsexperte fest.

Möglicherweise sind die Basler einfach wirklich nicht die geübtesten Autofahrer. Wer etwas gern macht, kann es in der Regel besser. Spass und Autofahren passen in Basel jedoch kaum zusammen.

(amu)

Erstellt: 14.12.2016, 12:43 Uhr

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