Nachhaltige Ernährung im Fokus

Am Freitag wird die zweite Basler Ausstellung im Schweizer Pavillon an der Expo Milano 2015 eröffnet. Sie soll über die Ernährungsmöglichkeiten einer Stadt aufklären.

Volles Programm: Der Schweizer Pavillon an der Expo Milano 2015 eröffnet am Freitag eine neue Ausstellung über Basel.

Volles Programm: Der Schweizer Pavillon an der Expo Milano 2015 eröffnet am Freitag eine neue Ausstellung über Basel. Bild: Keystone

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«Spirito di Basilea – Der Tisch ist gedeckt!» – das klingt nach Leckereien aus Basel. Diese gibt es auch. In erster Linie rückt die zweite Basler Ausstellung im Pavillon der Expo Milano 2015 jedoch die Frage in den Vordergrund, wie sich eine Stadt nachhaltig ernähren kann. Beteiligt sind hierbei verschiedene Akteure. Im Fokus stehen jedoch vor allem Basler oder in Basel beheimatete Institutionen. Die Palette reicht dabei vom Forschungsins­titut für biologischen Landbau (Fibl) über Bio Suisse, Pro Specie Rara, Urban Agriculture Basel bis zur IWB. Aber auch die Kantons- und Stadtentwicklung, das Amt für Umwelt und Energie sowie die Stadtgärtnerei sind involviert.

Thematisiert werden Transport und Handel, die regionale Wirtschaft, urbane Landwirtschaft und Familiengärten sowie das Trinkwasser, Saatgut, Boden und die Lebensqualität. Anhand konkreter Beispiele zeigt die Ausstellung das Ernährungssystem als Gesamtheit von Produktion, Verarbeitung, Transport und Konsum auf. Dargestellt wird, dass die Stadt Basel über ein dichtes Netz an Organisationen und Unternehmen verfügt, die sich mit dem Thema nachhaltiger Nahrungsmittelproduktion und -verteilung aus unterschiedlichen Blickwinkeln auseinander­setzen.

Von besonderer Bedeutung sind etwa die Beziehungen zwischen den Partnern in der Wertschöpfungskette. Sei es auf den Frischwarenmärkten, sei es über Direktkauf ab Hof oder mit einem Gemüseabonnement aus der Region: In Basel gibt es verschiedene Möglichkeiten, als Konsument direkt mit den Produzenten in Kontakt zu kommen. Bio Suisse, die Dachorganisation der Biobetriebe in der Schweiz, setzt sich mit dem Projekt «Faire Handelsbeziehungen» für eine faire Preisgestaltung und gegenseitige Transparenz ein. Aufgezeigt werden überdies verschiedene Aspekte urbaner Ernährungs­innovationen und Initiativen.

«Basler Weltgeschichten»

Ziel der Ausstellung ist es, Besucherinnen und Besucher anzuregen, sich mit dem Thema Ernährung auseinanderzusetzen und selbst aktiv zu werden. Nebst dem persönlichen Konsum bestehen hierbei diverse Einflussmöglichkeiten durch die Zusammenarbeit von Verwaltung, Unternehmen und Zivilgesellschaft.

Begleitet wird die Ausstellung, die bis zum 12. September dauert, von diversen Veranstaltungen. So organisiert das Fibl etwa am 4. September ein Symposium zum Thema «Wie ernährt man eine Stadt? – Visionen, Technologien, Emotionen». Bereits diesen Mai und Juni präsentierte sich Basel an der Expo Milano mit einer Ausstellung, den «Basler Weltgeschichten», weltbedeutenden Ereignissen und Innovationen, die in Basel ihren Anfang genommen und die Welt direkt oder indirekt verändert haben und zum Teil noch immer verändern.

Grosses Publikumsinteresse

Die Ausstellung sei, so Sabine Horvath, Leiterin Aussenbeziehungen und Standortmarketing Basel-Stadt, ein grosser Erfolg gewesen. Rund 170?000 Besucherinnen und Besucher wurden verzeichnet. Für die neue Ausstellung werden gut nochmals so viele Interessierte erwartet.

Die Präsentation an der Expo Milano soll in erster Linie das Image von Basel als Kulturmetropole und Forschungs- und Wissensstandort stärken sowie Gäste aus Norditalien dazu animieren, Basel zu besuchen. Für die gesamte Präsentation Basels an der Expo in Mailand standen 1,2 Millionen Franken zur Verfügung. (Basler Zeitung)

Erstellt: 05.08.2015, 15:12 Uhr

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