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Jetzt kommt der Google-Browser: Das bietet Chrome
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Von der Konkurrenz gibt es schon erste Reaktionen auf den Start des neuen Browsers Google Chrome. Mozilla-Chef John Lilly sagte, dass er sich keine Sorgen mache. «Es ist noch zu früh, die Situation zu bewerten.» Firefox habe mit weltweit über 200 Millionen Anwendern treue Anhänger. Auch Dean Hachamovitch, Produktmanager des Internet Explorers, gibt sich gelassen. Der Markt sei hart umkämpft und letztlich würden die Kunden auch weiterhin den Internet Explorer nutzen.
Dem «Wall Street Journal» zufolge wuchs bei Google die Sorge, Microsoft könnte mit seinem Browser Nutzer für seine eigene Suchmaschine gewinnen und Googles Marktanteil drücken, hiess es unter Berufung auf informierte Personen. Mit Chrome hat Google zudem eine Plattform für eigene Online- Anwendungen, die in Konkurrenz zu Microsoft-Programmen stehen.
Was bringt Chrome den Surfern?
Google entwickelt das so genannte Tabbed-Browsing weiter: Was mittlerweile in allen Browsern zum Standard gehört, will Google weiterentwickeln. Bei Chrome arbeiten die Tabs (Unterfenster) isoliert voneinander. Stürzt ein Tab ab, sind die anderen nicht davon betroffen.
Omnipage: Die Adresszeile soll bereits während des Tippens Vorschläge für die Autovervollständigung liefern - auch für noch nicht besuchte, populäre Webseiten.
Speed Dial: Chrome zeigt auf einer Übersichtsseite kleine Bilder (Thumbnails) der meist besuchten Seiten an. Der User sieht kürzlich gesuchte Begriffe und eingetragene Lesezeichen. So hat der Anwender schnellen Zugriff auf die für ihn wichtigsten Quellen im Web, so chip.de.
Privacy Mode: Wie der von Microsoft angekündigte Internet Explorer 8 wird auch der Google-Browser einen Anonymitätsmodus beinhalten. Nach Angaben von Google können User ein Browser-Fenster öffnen und dort inkognito surfen. Alle Eingaben und temporäre Dateien, die normalerweise beim Websurfen anfallen, sollen nicht auf dem PC gespeichert werden.
Kampf gegen Malware: Google Chrome zeigt ständig eine aktuelle Liste von Computerprogrammen, die offene oder verdeckte Schadfunktion aufweisen. Sobald der User eine dieser Seiten aufruft, schlägt der Google-Browser Alarm.
Web-Applikationen im eigenen Fenster: Anwender sollen Web-Anwendungen in einem Browser-Fenster ohne Adresszeile und Toolbar starten können.
Open Source: Google Chrome wird offenbar unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht. Das heisst, die Anwender sollen das neuste Google-Produkt frei weiterentwickeln können.
Der Browser ist seit dem 2. September auf www.google.com/chrome zum Download verfügbar. Vorerst gibts Chrome nur für Windows-Nutzer.
(rek/sda)
Erstellt: 03.09.2008, 14:56 Uhr
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