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Bill Gates' Abneigung gegenüber dem iPad

Von Leon Sanders. Aktualisiert am 11.02.2010

Der Microsoft-Gründer mag das iPhone, aber nicht das Apple-Tablet. Netbooks, so seine These, dürfe man auf keinen Fall abschreiben.

Erscheint kaum revolutionär: Gates ist, im Gegensatz zum iPhone, vom iPad alles andere als begeistert.

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Bild: Montage: Leon Sanders/Keystone

Doch keine so grosse Rivalität? An der Pressekonferenz von Google zum neuen Produkt Buzz wurde auf dem Rednerpult ein Macbook gesichtet.

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Nach dem Medienrummel um den iPad wurden viele enttäuschte Stimmen laut. Viele Kritiker monierten, dass Safari auf dem iPad noch immer nicht Flash-kompatibel ist. Andere bemängelten die fehlenden Inhalte wie Magazine, Fernsehen oder Bildungstools. «Bnet» hatte die Möglichkeit, den (immer noch) reichsten Menschen der Welt zum Thema zu befragen.

Bill Gates betonte im Gespräch, dass er ein grosser Anhänger touchfähiger Geräte und digitalen Lesens sei. Andererseits gibt sich Gates überzeugt, dass die Entwicklung mehr Aspekte beinhalten wird: Auch die Sprachsteuerung, ein Stift und eine richtige Tastatur müssen laut Gates mit Touch kombiniert werden. Mit anderen Worten: «Netbooks werden die Hauptrolle in diesem Bereich spielen.»

«Ich wünschte, Microsoft (MSFT 29.06 -0.03%) hätte das gemacht»

Die Entscheidung zwischen Netbook und Tablet werden letztlich die Käufer treffen. Jedoch zeigte sich nach der Vorstellung des iPads, dass viele potenzielle Kunden mehr erwartet haben. Die Konkurrenz steht schon in den Startlöchern und 2010 werden einige Tablets erwartet, unter anderem das Asus EeePad, welches Anfang Juni herauskommen soll. Auch Netbooks werden vermehrt mit Touch-fähigen Bildschirmen angeboten. Das HP5102 von Hewlett-Packard oder das S10-3t von Lenovo sind Beispiele hierfür.

Im Gegensatz zum iPhone, das selbst Bill Gates begeisterte, hat der iPad für ihn den Nerv der Zeit nicht getroffen. Gates sagt: «Es ist nicht wie beim iPhone. Damals dachte ich mir: ‹Oh mein Gott, Microsoft hat sich zu tiefe Ziele gesteckt.› Er ist ein nettes Lesegerät, aber am iPad gibt es nichts, wo ich sagen muss: ‹Ich wünschte Microsoft, hätte das gemacht.›»

Die «grossen drei» bekriegen sich öffentlich

Es sind solche Sätze, die von dem raueren Klima zwischen den «grossen drei» im Internet zeugen: Eric Schmidt, Chef von Google, (GOOG 591.53 -2.01%) wurde aus dem Aufsichtsrat von Apple (AAPL 562.29 -0.54%) entfernt, weil der Browser Google Chrome und das Handy Nexus One Apple direkt angreife. Nun wurde bekannt, dass Apple in Verhandlungen mit Microsoft getreten ist, um die Google-Standardsuchmaschine des iPhones zugunsten von Microsofts Bing zu entfernen. Jobs nannte zudem vor einer Woche Googles «Don't be evil»-Motto einen «totalen Schwachsinn».

Doch es gibt auch gegensätzliche Signale: Eric Schmidt sagte an der Bilanzmedienkonferenz von Google auf das Verhältnis zu Apple angesprochen: «Als ehemaliger Aufsichtsrat hat Apple einen besonderen Platz in meinem Herzen. (...) Ich denke, momentan ist die Situation recht stabil.»

(baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 11.02.2010, 15:12 Uhr

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