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Computer unter dem Weihnachtsbaum
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Netbooks sind klein und robust. Sie sind praktisch und trendy. Und sie sind verhältnismässig günstig: Die meisten kosten zwischen 300 und 500 Franken. Für so wenig Geld gab es noch nie einen Computer. Deshalb wunderte es nicht, wenn unter dem einen oder anderen Christbaum ein Netbook zu liegen käme. Doch wie gut verkaufen sich die Geräte wirklich?
«Die Netbooks konnten sich schnell etablieren und spielen im Markt eine wichtige Rolle», sagt Nathalie Eggen, Mediensprecherin des Migros-Genossenschaftsbunds. Derzeit machten sie einen Fünftel der verkauften tragbaren Computer aus. Auch bei Interdiscount habe der Verkauf «massiv zugenommen», so Coop-Mediensprecher Nicolas Schmied. Bei Fust hingegen, dem zweiten Elektronikgeschäft der Coop-Gruppe, seien die Umsatzzahlen rückläufig; stattdessen würden eher vollwertige Notebooks verkauft. «Wir sind zufrieden mit den Verkaufszahlen», sagt Nicoletta Studer vom Onlinehändler Digitec, «erhoffen uns aber für die nächsten zwei Wochen noch einen Peak durch die Last-Minute-Geschenkekäufer.»
Netbooks stark verbessert
Zwei Jahre sind vergangen, seit der taiwanesische Hersteller Asus den EEE-PC auf den Markt gebracht und damit den Nerv der Zeit getroffen hatte. Andere Hersteller beeilten sich, ähnliche Geräte zu bauen. Seit einem Jahr sind auch hier zu Lande Netbooks im Handel. In diesem einen Jahr hat sich viel getan: Die Netbooks sind leistungsfähiger geworden; nun spielen sie auch Videos flüssig ab. Sie haben mehr Speicher. Und die Akkukapazität wurde erhöht: Während die Dreizellenakkus der ersten Netbooks nach eineinhalb Stunden leer waren, halten aktuelle Geräte mit Sechszellenakkus einen ganzen Arbeitstag durch. Die Tastaturen wiederum sind besser und die Bildschirme grösser geworden. Die Kehrseite: Die neuen Netbooks sind annähernd so gross und so schwer wie kleinere Notebooks.
Netbooks eignen sich für alle, die unterwegs nicht auf den Computer verzichten können oder wollen – aber nur wenn damit vorab Büroarbeiten erledigt werden sollen. Texte schreiben, E-Mails abrufen, im Internet surfen, Musik abspielen: Dazu sind Netbooks gemacht. Sie sind ideal als Reisebegleiter. Und sie sind Lifestyleobjekte. Wer den Computer aber sowieso zu Hause stehen lässt, wählt besser einen Desktop-PC. Und wer aufwändige Games spielen will, oft Bilder verarbeitet oder Videos schneidet, kommt um einen leistungsstärkeren Rechner nicht herum.
«Netbooks können ein voll ausgestattetes Notebook nicht ersetzen», sagt Nicoletta Studer von Digitec. «Für viele Benutzer reicht die Leistung der Kleinstcomputer aber vollkommen aus.» Netbooks seien die «perfekte Ergänzung zum bereits vorhandenen Computer», so Nicolas Schmied von Coop. Und Nathalie Eggen von der Migros preist sie an als «ideales Weihnachtsgeschenk vor allem für Jugendliche». (Berner Zeitung)
Erstellt: 08.12.2009, 12:21 Uhr
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