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Das neue Vista?
Von Reto Knobel. Aktualisiert am 08.12.2011 103 Kommentare
Gut, aber zu spät? Neues Microsoft-OS Windows 8.
Links
- Der Blog zum Windows-8-Store
- Das Windows-Center für Entwickler
- IDC-Studie (nur Abriss)
- Forrester Research
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Die Beta-Version des Windows-7-Nachfolgers kann im Februar heruntergeladen werden. Entsprechende in den USA publizierte Medienberichte wurden von Microsoft (MSFT 29.06 -0.03%) bestätigt.
Offiziell ist auch die Lancierung eines eigenen App Stores (siehe Video). Dieser heisst Windows-8-Store und wird neben Gratis-Applikationen Apps in der Preisspanne zwischen 1,49 und 999,99 Dollar (Maximalpreis, den Entwickler fordern dürfen) anbieten. Wie Apple fordert auch Microsoft 30 Prozent des Gesamtumsatzes ein. Beträgt dieser aber über 25'000 Dollar, begnügt sich der Windows-Hersteller mit 20 Prozent.
Tablets im Vordergrund
Mit der Store-Neuerung wagt Redmond den Sprung in die Tablet-Zukunft. In diesem Segment hat das immer noch weltgrösste Softwareunternehmen bislang komplett versagt; hier dominieren Apple und Google respektive iPads und Android-Tablets.
Sehr viele Details zum neuen Microsoft-OS gibt es noch nicht. Seit das Unternehmen im vergangenen Sommer eine erste Vorabversion präsentiert hat, ist immerhin bekannt, dass Windows 8 primär als Tablet-Betriebssystem konzipiert ist (baz.ch/Newsnet berichtete). «Mit diesem System», sagte damals Windows-Manager Steven Sinofsky, «unternehmen wir die grösste Änderung seit Windows 95.»
«Für Nutzer herkömmlicher PC weitgehend bedeutungslos»
Die Unterstützung mobiler Geräte wie Tablets und Smartphones kann sich für Windows-Nutzer indes nachteilig auswirken – dieser Ansicht jedenfalls sind die Marktforscher von IDC, die vor einem Flop warnen. In einer Studie mit dem Titel «Worldwide System Infrastructure Software 2012 Top 10 Predictions» (online nicht zugänglich) prognostizieren sie einen «zwiespältigen Windows-8-Erfolg». Das neue Betriebssystem werde «für Nutzer herkömmlicher PC weitgehend bedeutungslos sein», IDC erwarte «praktisch keine Wechsel von Windows 7 zu 8».
Hauptgrund für diese skeptische Einschätzung ist die für Windows 8 vorgesehene Metro-Oberfläche (siehe Bildstrecke). Anders als Nutzer von berührungsempfindlichen Bildschirmen könnten Desktop-PC-Anwender, die mit Maus und Tastatur arbeiten, dagegen eine Abneigung entwickeln. Windows 8 droht damit ein ähnliches Schicksal wie seine Vorvorgängerversion: Windows Vista konnte unter anderem aufgrund zu grosser Unterschiede in der Bedienerführung nicht an den Erfolg seines Vorgänger Windows XP anknüpfen.
Wenig Interesse bei potenziellen Käufern
Zudem sei Windows 7 gerade mal zwei Jahre alt, weswegen Firmenkunden sicher nicht bereits 2012 oder 2013 den Wechsel auf Windows 8 vollziehen würden. Und schliesslich nütze auch das beste für Tablets optimierte Betriebssystem nichts, wenn die Hardware dazu nicht einen Massenmarkt erreiche.
Tatsächlich könnte der Zug für Microsoft bereits abgefahren sein. Einer Umfrage von Forrester Research zufolge ist der Vorsprung von Google und vor allem Apple im Tablet-Business so gross, dass die Anzahl potenzieller Windows-Tablets-Käufer in den letzten Monaten rapide abgenommen hat: Nur 25 Prozent der Befragten gaben an, an einem Windows-Tablet interessiert zu sein. Das Fazit der Autoren: «Microsoft hat den Höhepunkt des Konsumenteninteresses an einem Produkt, das sie noch nicht veröffentlicht haben, verpasst.»
(baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.12.2011, 10:52 Uhr
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103 Kommentare
Ist immer wieder herrlich zu sehen, wie Microsoft generell immer in den Boden gestampft wird und Apple in den Himmel gelobt. Die Praxis zeigt, dass die Mehrheit Microsoft kauft und zwar freiwillig. Natürlich ist Apple schön bunt (Win 8 soll es auch werden). Es kommt aber nicht auf die runden Ecken drauf an, sondern am Schluss entscheiden allein Preis-Leistung. Antworten
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