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Der Tod des Microsoft-Wunderkinds

Aktualisiert am 17.01.2012

Arfa Karim Randhawa war bereits im Alter von neun Jahren Softwareentwicklerin. Jetzt ist das pakistanische Mädchen im Alter von nur 16 Jahren gestorben.

1/8 Mit neun Jahren wurde sie die jüngste zertifizierte Softwareentwicklerin von Microsoft. Arfa Karim Randhawa.
Bild: Keystone

   

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Arfa Karim Randhawa war die jüngste Softwareentwicklerin: Im Jahr 2004 – im Alter von nur neun Jahren – wurde die Tochter eines pakistanischen Armeeoffiziers Microsoft (MSFT 29.06 -0.03%) Certified Professional (MCP). Nun ist die 16-Jährige gestorben, berichtet Thenews.com.pk.

Die Verehrung des Microsoft-Gründers

Das Mädchen aus der pakistanischen Stadt Faisalabad erlitt am 22. Dezember einen epileptischen Anfall und lag seit dem 28. Dezember im Koma. Ärzteberichten zufolge ist sie am 14. Januar einem dadurch ausgelösten Herzinfarkt erlegen. Gemäss einem pakistanischen Medienbericht hatte sich Microsoft-Gründer Bill Gates zuvor eingesetzt, Randhawa in den USA behandeln zu lassen.

Den pakistanischen Ärzten zufolge war die Patientin allerdings nicht reisefähig. Gates hatte das junge Mädchen bereits 2005 an den amerikanischen Firmensitz bei Seattle eingeladen. Dort soll sie Gates ein selber geschriebenes Gedicht über das Leben des Computergurus vorgetragen haben. Laut einem amerikanischen Zeitungsbericht aus dem Jahr 2005 zufolge hat sie Gates damals aber auch auf den niedrigen Frauenanteil am Firmensitz angesprochen.

Bill Gates kondolierte

Laut «The Nation» nahmen an der Trauerfeier viele inländische Prominente teil. Auch der Ministerpräsident der Provinz Punjab, Shabaz Sharif, erwies der Verstorbenen die letzte Ehre. Er dankte Bill Gates für die Unterstützung der jungen Frau.

Gates hat laut «The Nation» Randhawas Vater Amjad Karim am Sonntag kondoliert. Arfa sei für ihr Alter eine ausserordentlich brillante Expertin gewesen. Durch ihren Tod habe die Welt ein hoffnungsvolles Talent verloren, so Gates.

Pilotenbrevet mit zehn Jahren

Arfa Karim Randhawa kam im Alter von fünf Jahren zum ersten Mal mit Computern in Kontakt. «Wenn man einen Knopf drückt, erscheint etwas Magisches auf diesem Kasten», hat sie sich einmal an diese Zeit erinnert. Ihr Vater kam ihrem Drängen nach und kaufte ihr einen Computer, den sie nicht wie andere Kinder für Computerspiele, sondern für Programme wie Powerpoint nutzte. Dem Vater gelang es daraufhin, die Leitung eines Computerinstituts zu überreden, Arfa Karim als Studentin aufzunehmen.

Schnell wurde sie ein Star in Pakistan – ein Jugendmagazin nannte Arfa Karim, die im Alter von zehn (!) Jahren auch das Pilotenbrevet machte, «Pakistans Mädchenwunder». 2005 erhielt sie die Fatima-Jinnah-Goldmedaille für ihre Verdienste im Bereich der Wissenschaft und Technologie, weitere Auszeichnungen folgten.

In letzter Zeit arbeitete die Studentin der Lahore Grammar School laut pakistanischen Medienberichten an einem Projekt, das Studenten in ärmeren Regionen des Landes Zugang zur Informationstechnologie ermöglichen sollte.

Arfa Karim Randhawa: Tribute auf Youtube. (rek)

Erstellt: 16.01.2012, 09:01 Uhr

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