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Die tägliche Soap zum Mitspielen
Von Anatol Heib. Aktualisiert am 03.02.2009
Trailer
Die «Sims»-Games gehören zu den erfolgreichsten Serien überhaupt. Erstmals 2000 für PC erschienen, haben sich alle Teile plus Erweiterungen weltweit 100 Millionen Mal verkauft. Mit der Lebenssimulation lockte Will Wright, Macher von «Sim City» und «Spore», auch viele Frauen an den Computer. «Sims»-Spiele sind auch die spielbare Antwort auf die Daily Soaps, nur dass man selber die Dramaturgie steuert.
Auch in Teil 3 gilt es, das Leben des selbst erschaffenen Sims zu gestalten. Man steuert seine Job-Karriere und die Beziehungen zu anderen Spielfiguren. Dank feiner abgestuften Persönlichkeiten und mehr Charaktereigenschaften wirken die Sims noch menschlicher. Mit einem Tool darf man von Beginn neben Kleidung und Aussehen vor allem auch den Grundcharakter formen. Die Palette ist riesig, aus über 80 Möglichkeiten wählt man zum Beispiel Glückspilz, Mut, Kinderfreund oder Vegetarier aus. Entsprechend wirkt sich dies dann auf den Alltag aus. Wenn die Sims in der Midlife Crisis ankommen, werden sich ihre Charakterzüge noch einmal verändern. Die Eigenschaften gilt es auch bei der Berufswahl zu beachten. Ansonsten wird die Spielfigur unglücklich. Wie im richtigen Leben spielt auch der Faktor Zufall immer wieder eine Rolle.
Lebendige Stadt erkunden
Die Sims-Welt wird im dritten Teil insgesamt glaubwürdiger. War die Erkundung der Welt bisher auf das Haus und die nächste Umgebung beschränkt, können die Sims nun gleich eine ganze Stadt erkunden: Dort trifft die Figur des Spielers auf andere Sims, die sich ständig weiterentwickeln. Das Stadtgebiet erstreckt sich über zirka vier Dutzend Häuser und unbebaute Grundstücke. Hinzu kommen Shops, Bibliothek, Spielplatz oder Café. Die Umwelt wirkt insgesamt lebendiger, überall stehen Sims rum, die miteinander reden, flirten oder verbal austeilen.
Weniger Bedürfnis-Stress
Ein Feature der klassischen Sims-Serie sind die dauernden Bedürfnisse, die befriedigt werden müssen: Der Sims will essen, duschen und natürlich schlafen. All diese Aktionen musste der Spieler in bisherigen «Sims»-Spielen stets im Auge behalten, was schnell einmal Stress aufkommen liess. Diese Aufgaben entfallen jetzt laut Electronic Arts auf Wunsch des Spielers grösstenteils, damit man sich auf die zwischenmenschlichen Part konzentrieren kann. Stress anderer Art gib es dennoch. Die Sims reagieren stärker auf Ereignisse in der Umwelt. Regen schlägt ihnen aufs Gemüt, wer im Job eine Stufe in der Karriereleiter nach oben klettert, ist happy. Zum Leben in der «Sims»-Welt gehört natürlich auch wieder, die eigene Wohnung nach Herzenslust einzurichten. Hier versprechen die Entwickler unzählige Möglichkeiten. Über die Onlinefunktion können Spielerinnen Objekte, Sims und Haushalte tauschen.
«Die Sims 3» erscheint voraussichtlich bis Juni für PC. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 03.02.2009, 14:00 Uhr




















































































