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Kein Strassen-Stalking: Carindex abgeschaltet

Die umstrittene iPhone-App ist derzeit nicht verfügbar: Die Betreiber seien «in Verhandlungen mit den Kantonen».

«Temporär nicht verfügbar, weil in Verhandlungen mit den Kantonen»: Carindex krebst zurück.

Carindex.ch

Die iPhone-App Carindex spürt die Daten von Fahrzeughaltern Schweizer Autos auf und ermöglicht die sofortige Kontaktaufnahme per Telefon. Dieser Dienst, der gestern im App Store veröffentlicht wurde, hat für grosses Aufsehen gesorgt (baz.ch/Newsnet berichtete).

Markus Siegenthaler etwa, Datenschutzbeauftragter des Kanton Berns, hält den Dienst für einen «erheblichen Eingriff in die Privatsphäre». Auch viele Leserinnen und Leser zeigten sich besorgt: «Ich stelle fest, dass viele technische Neuerungen in letzter Zeit nicht mir etwas nützen, sondern denen, die mich fertigmachen könnten», schreibt zum Beispiel Leser Reto Föhn in einem Kommentar.

Die Aufregung hat nun offenbar auch die Betreiber erfasst: Das Miniprogramm kann derzeit nicht vom App Store heruntergeladen werden. Auf der Homepage Carindex.ch heisst es (etwas salopp formuliert), der Dienst sei «temporär nicht verfügbar, weil in Verhandlungen mit den Kantonen». Via Twitter ist zu erfahren, dass «einige Kantone die App blockiert haben». Carindex war für eine Stellungnahme bisher nicht zu erreichen. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.09.2009, 09:29 Uhr

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10 Kommentare

Edgardo Mantovani

08.09.2009, 15:15 Uhr
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Was für ein dummes Gerede von "Stalking"! Wieviele Strassenrowdies, Rechtsüberholer und Drängerler gibt es denn auf unseren Strassen? und wieviele Stalker? Wenn der Autoindex abgeschaltet wird, müsste auch das Telefonbuch verboten werden. Aber da wird vor allem der gesunde Menschenverstand abgeschaltet. Antworten


Bruno Berger

08.09.2009, 13:36 Uhr
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Toll, da zahlt man für eine Applikation und 2 Tage später wird sie abgeschaltet! Mann Leute, die Infos sind schon alle auf dem Netz verfügbar, die App hat sie nur unter einer Anwendung zusammengeführt. Die Datenschützer sind langsam schlimmer als Grüne... generell alles verbieten... nerv. Antworten


André Hafner

08.09.2009, 13:21 Uhr
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Das ist mal wieder eine typische krankhafte Panikreaktion - wegen einigen wenigen, die etwas missbrauchen könnten, soll mal wieder jeder, der es verantwortungsvoll und legal nutzt, leiden. Aber leider ist es immer mehr Mode, nicht mehr den Missbrauch zu bestrafen, sondern gleich alles vorsorglich verbieten zu lassen, weil man in jedem und jeder einen Verbrecher vermutet. Antworten


Giovanni Baptista

08.09.2009, 12:40 Uhr
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Verwundert reiben sich einige die Augen, wenn sie feststellen, zu welch gläsernem Profil die Integration von Daten und die Medienkonvergenz nadisna führen. Wer's nicht glaubt, soll sich mal - mit etwas Geduld - die Website 123people.com ansehen und seinen eigenen Namen eintippen. Wer schon webaktiv war, verschafft sich ein Aha-Erlebnis. Welcome brave new world... Antworten


Daniel Meier

08.09.2009, 11:21 Uhr
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Via Internet waren die Daten ja schon länger abrufbar. (und damit auch mit dem iPhone) Die App hat das jetzt quasi nur konzentriert und zusammengeführt. Ich habe meine Nummer schon länger sperren lassen. Will doch nicht, dass meine Wohnung etc. ausgeräumt wird, während mein Auto am Flughafen oder so steht. Antworten


Roger Walser

08.09.2009, 10:59 Uhr
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Viel heisse Luft um etwas, dass es schon seit Jahren gibt. Man schau nur mal auf die Homepages der verschiedenen Strassenverkehrsämter. Früher konnte man das ganze auch als Buch kaufen. Irgendwie schon erstaunlich, Möglichkeiten die man schon lange mit dem Handy machen kann wurden bis jetzt kaum registriert, wenn es aber aufs iPhone kommt gilt es als innovativ. Antworten


Zoran Mitrovic

08.09.2009, 10:41 Uhr
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Diese Applikation hat zwei Probleme: 1. Wollen wir diese Daten der Oeffentlichkeit zugänglich machen? Meiner Meinung nach sollte dies nicht der Fall sein, schon nur um Autodiebstähle zu verhindern. 2. Falsches Versprechen:Z.B. wird angegeben, dass man die Daten des Kantons VD abrufen kann, was aber nicht funktioniert, denn man muss auch hier schriftlich ein Gesuch stellen ( mit Kosten ). Betrug? Antworten


andi matata

08.09.2009, 10:27 Uhr
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@ André Hafner, für solche Fälle, reicht die Nachfrage bei der Kapo!!! aber DIE muss man(n) halt begründen !!! Antworten


Thomas Fontana

08.09.2009, 09:20 Uhr
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Ich finde hier wird ein Mega-Tamtam um Nichts veranstaltet. Alle schreien nach Datenschützer. Dabei macht doch diese Applikation nichts anderes, als die (bereits verfügbaren!) Dienste der kantonalen Strassenverkehrsämter auf dem iPhone zu benützen. BE Auskünfte sind nur via SMS erhältlich, VD sogar nur per Post und diverse andere nur 5 pro Tag. Genauso wie eben auf den Webseiten der Ämter! Antworten


André Hafner

08.09.2009, 08:40 Uhr
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Man sollte auch bedenken, dass solche Register auch denen nützen, die einen fehlbaren Automobilisten ausfindig machen müssen - und derer gibt es viele, man denke nur an diejenigen, die unberechtigt auf Privatparkplätzen parkieren und so den Berechtigten blockieren. Wäre allerdings auch ganz amüsant, wenn so ein Anonymisierter dann Mühe hat, dem Abschleppdienst sein Eigentum zu beweisen... Antworten



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