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Kennzeichen-Stalking: So sperren Sie Ihre Daten
Von Reto Knobel. Aktualisiert am 07.09.2009 28 Kommentare
Carindex ist ein Programm fürs iPhone, das unter anderem die Telefonnummern von Autohaltern liefert.
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Carindex ist derzeit auf Platz 1 der meistgekauften iPhone-Apps. Mit dem Programm wird das Abfragen von Halterauskünften zum Kinderspiel. Sie müssen nur Kanton und Kennzeichen eintragen und schon liefert das Miniprogramm Name, Adresse sowie die dazugehörige Telefonnummer aufs iPhone.
Die Applikation greift dabei auf die öffentlich zur Verfügung stehenden Daten der kantonalen Strassenverkehrsämter zurück. Sie können sich die Adresse des gesuchten Autofahrers sogar direkt auf Google Maps anzeigen lassen.
Die Datenschützer sind darüber gar nicht glücklich (baz.ch/Newsnet berichtete). Sie befürchten, dass die leicht zugänglichen Informationen vor allem für Stalker und verärgerte Autofahrer von Nutzen sind. Dagegen können sich Fahrzeughalter wehren, indem sie die zur Autonummer gehörenden Daten sperren lassen.
Basel: Wer in diesem Kanton wünscht, dass Halterdaten nicht bekanntgegeben werden, kann online das Formular «Sperrung der Daten für den Auskunftsdienst und die Internetabfrage» ausfüllen (siehe «Links»). Nach der Sperrung gibt die Motorfahrzeugkontrolle Name und Adresse des Halters «nur noch auf begründetes, schriftliches Gesuch hin» bekannt. Für die Stadt Basel gibt es kein Onlineformular. Dort ist ein Brief an die Motorfahrzeugkontrolle Basel-Stadt, Postfach, 4005 Basel nötig. Eine kurze Begründung reicht.
Bern: Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt verlangt für die kostenlose Sperrung der Daten ein begründetes, unterzeichnetes Gesuch unter Bekanntgabe der Kontrollschildnummer, wobei hierfür ein spezielles Online-Formular verwendet werden kann. Die Datensperre wird im Kanton Bern sofort wirksam und gilt für sämtliche Kontrollschildnummern, welche auf denselben Halter zugelassen sind.
Zürich: Auch der bevölkerungsmässig grösste Kanton ermöglicht die Sperrung der Halterdaten. Nach der Meldung werden die Daten nur noch an Behörden weitergegeben, die Angaben von Amtes wegen benötigen. Das Gesuchsformular kann auf der Seite des Zürcher Strassenverkehrsamtes heruntergeladen werden («Gesuch um Sperrung der Halterdaten im eAutoindex»).
In den restlichen Kantonen geben die zuständigen Strassenverkehrsämter respektive Motorfahrzeugkontrollen Auskunft. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 07.09.2009, 20:06 Uhr
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28 Kommentare
Ach, wie interessant ! Da kann man also, während der Ferienzeit, gemütlich auf den Autobahnrastplätzen warten, sich von den Fahrzeugen, die gegen Süden fahren, die Nummer notieren und per SMS weitergeben - einer Klicke Bescheid geben, die dann ganz gemütlich die Hütte leer räumt - na prima, es lebe der Datenschutz ! Antworten
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