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Microsoft droht Word-Verkaufsverbot

Aktualisiert am 22.12.2009

Der Software-Gigant hat in einem Patentstreit vor Gericht verloren. Falls Microsoft keine Einigung mit der Firma i4i gelingt, darf das bisherige Textverarbeitungsprogramm Word bald nicht mehr verkauft werden.

Nach der Niederlage in einem Berufungsverfahren um Patentrechte droht Microsoft ein Verkaufsverbot seines Textverarbeitungsprogramms Word. Ein US-Berufungsgericht bestätigte am Dienstag ein Urteil, wonach der weltgrösste Software-Konzern patentgeschützte Anwendungen des kanadischen Unternehmens i4i in den Word-Versionen von 2003 und 2007 integriert hat. Im August war Microsoft deshalb zu einer Strafzahlung von 290 Millionen Dollar an seinen Rivalen verdonnert worden. Dem Urteil vom Dienstag zufolge darf Microsoft ab dem 11. Januar die betroffenen Versionen des Schreibprogramms nicht mehr verkaufen.

Experten rechnen mit Einigung

Microsoft kündigte neue Versionen der von dem Urteil betroffenen Word-Programme an, den patentrechtlichen Bestimmungen standhielten. Sie sollen bereits am 11. Januar verfügbar sein, wenn die bisherigen Word-Versionen nicht mehr verkauft werden dürfen.

Branchenexperten erklärten, dass die wahrscheinlichste Lösung eine Einigung zwischen den beiden Unternehmen sei, so dass Microsoft Word weiter verkaufen könne. I4i-Gründer Michel Vulpe begrüsste die Entscheidung des Gerichts. Microsoft wollte sich zunächst nicht dazu äussern. Die Aktien des US-Konzerns notierten in New York 1,1 Prozent höher. (vin/sda/ap)

Erstellt: 22.12.2009, 20:57 Uhr

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