«Natürlich ist der iPad nicht perfekt»

Von Jan Knüsel. Aktualisiert am 29.01.2010 62 Kommentare

Die Präsentation des iPad hat viele Erwartungen geweckt. Lesen Sie, was unsere Kommentatoren auf baz.ch/Newsnet ärgert und freut.

1/19 Vielleicht währt die Freude nur kurz – auch der iPad ist kein Wunderding.
Bild: Reuters

«Ein magisches und revolutionäres Produkt» Das Warten hat ein Ende 500 Dollar für einen Spiegel?« Eher nicht»

   

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Der iPad hat in den letzten Monaten die Fantasien der Apple-Fans angeregt. Ein revolutionäres Gerät sollte es werden. Nichts durfte fehlen. Kein Wunder, konnte das neuartige Tablet nicht alle Erwartungen befriedigen: «Kein Multitasking, keine Webcam, kein Flash und ein gewöhnliches LCD-Display», hält Claus Koch in einem Kommentar auf baz.ch/Newsnet nüchtern fest.

Im Speziellen die fehlende Möglichkeit, verschiedene Anwendungen gleichzeitig laufen zu lassen, hat viele unserer Leser enttäuscht. «Ohne Multitasking ist der iPad doch einfach total wertlos», ärger sich Martin Schneider. Andere Kommentatoren fragen sich, wofür man überhaupt ein Apple-Tablet brauche. Dazu Max Gerber: «Ein Ersatz fürs Notebook ist es nicht (keine Tastatur, kein Multitasking). Ein Ersatz fürs Telefon ist es auch nicht (zu gross). Für was ist es dann?»

Wie dazumal beim iPhone

Andere zweifeln, ob der iPad als elektronisches Lesegerät wirklich etwas taugt: «Wer ein echtes E-Book hat, wird sicher nicht lange Texte an einem iPad-Bildschirm lesen wollen. Die E-Ink-Technologie ist für die Augen viel angenehmer», schreibt Leser Adrian Engler. Aus einem traditionellen Leuchtdisplay lasse sich noch lange kein E-Book machen. Karin Stüber findet zudem, dass bescheidene zehn Stunden Akku-Laufzeit zum Lesen «lächerlich» seien.

Max Frei aber hat nur wenig Verständnis für die hohe Erwartungshaltung: «Wenn wir alles, was die Vorkommentatoren wünschen, einbauen, wäre der iPad zwei Kilo schwer und vier Zentimeter dick.» Leser Mike Müller glaubt ausserdem, dass all die kleinen Wünsche nicht ausschlaggebend für den Erfolg des iPad sind: «Ich denke nicht, dass es Features wie etwa die fehlende Kamera sein werden, die entscheiden, ob das Gerät gekauft wird oder nicht. Am Schluss hängt alles vom Benutzererlebnis ab.» Abgesehen davon habe das Gerät noch Entwicklungspotenzial. Beim iPhone sei es dasselbe gewesen.

Eine neue Sparte

Jonas Caduff zeigt sich gar zuversichtlich für die Zukunft des Apple-Tablets: «Natürlich ist der iPad nicht perfekt. Es ist ja auch die allererste Version eines neuen Gadgets. Immerhin ist es formal schön und die Touchscreen-Funktionalität ist unerreicht.» Dass es an vielen kleinen Funktionen noch fehlt, macht für andere Kommentatoren absolut Sinn: «Dieser iPad ist in erster Linie für Apple (AAPL 562.29 -0.54%) ein strategisch wichtiges Produkt. In den nächsten 12 bis 18 Monaten gilt es die Standards und die Verkaufskanäle für E-Books und E-Papers zu zementieren», bemerkt Richi Eberhard in seinem Kommentar. Um den Preis relativ tief zu halten, habe Apple bewusst auf zusätzlichen Schnickschnack wie eine eingebaute Kamera verzichtet.

Die Klage, dass der iPad weder Notebook noch Handy sei, ist für Franz Meier irrelevant: «Es geht nach Jobs nicht um ein Gerät, welches einen Laptop oder ein Smartphone ersetzen will. Jobs hat eine neue Sparte eröffnet. Wir werden sehen, ob er entsprechende Bedürfnisse schaffen kann.»

«Ich bin gespannt»

Die Zeit wird zeigen, ob der iPad ein ähnlich erfolgreiches Modell wie der iPod oder das iPhone sein wird. Marie Berner verweist in ihrem Kommentar nach all der Kritik über fehlende Funktionen auf Apples Vergangenheit: «Dem iPod und dem iPhone sagten auch alle voraus, dass es Flops werden würden und dies mit ähnlichen Argumenten. Ich bin gespannt.» (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 29.01.2010, 08:28 Uhr

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62 Kommentare

iMarkus iMüller

28.01.2010, 12:50 Uhr
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@Ernst Boller: Das negative Feedback in diesem Forum gibt Dir zu denken, wo doch noch niemand das iPad live gesehen hat? Vor einigen Tagen haben in einer Tagi-Umfrage 80% der Leser gesagt, sie würden sich das Gadget für USD 500 kaufen, ohne überhaupt irgendwas darüber zu wissen. Das ist dann schon eher bedenklich... Antworten


tanja huber

29.01.2010, 10:01 Uhr
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Ich habe von der heutigen Technologie keine Ahnung aber, was bringt es dem Hersteller, wenn bereits beim ersten Model alles kundenfreundlich wäre? Es gäbe keine 2., 3., 4., Generation mehr (siehe iPhone). So wird Umsatz auf dem Buckel der "geilen" ITGeneration gemacht - sehr clever (aber nicht neu). Antworten



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