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So funktioniert das neue Office
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Mit Office 2010 drängt Microsoft (MSFT 29.06 -0.03%) verstärkt in die «Cloud»: Dokumente können direkt auf einem Web-Server gespeichert werden und zur Online-Bearbeitung stehen dort auch Basisfunktionen der Office-Programme zur Verfügung.
Wie das funktioniert, zeigt bereits die frei verfügbare Betaversion von Office 2010 in Verbindung mit den Office Live Web Apps. Diese stellen dem Nutzer nach Anmeldung mit der Live ID von Microsoft ein Skydrive zur Verfügung, eine «Festplatte im Himmel». Mit der Maus können im Drag-and-Drop-Verfahren Dokumente ins Browserfenster von Skydrive geschoben werden. Ein Klick auf «Upload» schiebt die Dateien auf den Webserver, wo Microsoft jedem Nutzer satte 25 Gigabyte eingerichtet hat.
Die Oberfläche von Skydrive enthält Menübefehle, um auch online ein Word- oder Excel-Dokument zu erstellen - in der Testphase steht diese Funktion bislang nicht zur Verfügung. Die Cloud-Anwendung zeigt die Dokumente bislang lediglich an, bietet aber auch die Möglichkeit, sie im entsprechenden Office-Programm auf dem PC zu öffnen.
Word mausert sich zur Bildbearbeitung
In der Gegenrichtung lassen sich Dokumente mit Office 2010 direkt auf dem Skydrive speichern. Das jetzt als Backstage bezeichnete Datei-Menü enthält unter «Freigeben» die Option «Speichern auf Skydrive». Einmal im persönlichen Skydrive-Account angemeldet, kann man das Dokument nun auf die gleiche einfache Weise im Netz speichern wie auf der eigenen Festplatte. Dabei gibt es auf Skydrive grundsätzlich zwei Arten von Ordnern - private und öffentliche.
Mit dem öffentlichen Ordner im Netz, wird es möglich, dass mehrere Personen gleichzeitig an einem Dokument arbeiten. In Office 2010 wird die Versionsverwaltung verbessert, so dass frühere Versionen eines Dokuments erhalten bleiben.
Den einzelnen Anwendungen spendiert Microsoft eine Vielzahl von Verbesserungen im Detail. So erzeugt etwa die Suche nach bestimmten Textstellen eine Navigationsleiste, die alle Treffer im Dokument anzeigt. So kann man bequem von einer zur anderen Stelle springen. Die Navigationsleiste zeigt je nach Einstellung entweder den entsprechenden Text oder eine Miniaturabbild der ganzen Seite an.
Erheblich ausgeweitet wurden die Funktionen zur Bildbearbeitung. Fügt man ein Foto in ein Word-Dokument ein, kann man es dort nachschärfen, in Kontrast und Helligkeit verändern, mit einem ansprechenden Rahmen versehen oder künstlerisch verfremden. Überzeugende Ergebnisse liefert auch eine automatische Freistellfunktion, um Bildmotive aus ihrem Hintergrund herauszulösen.
Excel zeigt Trends mit Sparklines an
Trotz mancher Kritik hält Office 2010 am Konzept des Menü-Bands fest und führt dieses nun auch in Outlook ein. Allerdings lassen sich die auf den einzelnen Registerkarten gebündelten Funktionen einfach an persönliche Bedürfnisse anpassen. Der Auswahldialog «Menüband anpassen» listet etwa in Word tausende von Einzelfunktionen auf. Der Anwender kann nun die von ihm besonders oft benötigten Funktionen in einer eigene Registerkarte zusammenfassen.
In Excel gibt es eine interessante Neuerung, die als «Sparklines» bezeichnet wird: Dieses Minidiagramm in einer einzelnen Excel-Zelle veranschaulicht auf einen Blick den Trend einer Entwicklung. Ändern sich die Daten, wird die Sparkline automatisch angepasst.
Das neue Powerpoint wartet mit einem Feuerwerk an zusätzlichen Effekten auf. Vor allem beim Einbetten von Videos in die Präsentation gibt es neue Möglichkeiten, etwa um in einer bestimmten Szene einen Text einzublenden. Überarbeitet wurden auch die weiteren Office-Programme: Publisher gestaltet das Layout von Veröffentlichungen, Access erstellt Datenbanken, Infopath Formulare und Onenote ist ein Container für Notizen aller Art.
Betaversion als interessantes Angebot
Office 2010 erscheint in der ersten Hälfte des kommenden Jahres. Die Beta macht bereits einen stabilen Eindruck, so dass mit einem baldigen Abschluss der Entwicklung gerechnet werden kann.
Mit dem neuen Office versucht Microsoft, seine dominierende Stellung in den Unternehmen zu festigen, während Privatanwender bereits zum grossen Teil auf kostenlose Alternativen umgestiegen sind. Auf dem Desktop-Rechner ist das Openoffice, und in der Cloud gibt es Web-Anwendungen wie Google Docs oder Buzzword von Adobe. Mit einer Laufzeit bis Oktober 2010 ist aber auch die kostenlose Betaversion von Office 2010 ein interessantes Angebot für neugierige Privatanwender. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.12.2009, 14:06 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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