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Google widersetzt sich dem Datenschützer

Laut dem IT-Unternehmen sind einige Empfehlungen von Hanspeter Thür für den umstrittenen Online-Dienst Street View nicht umsetzbar.

Heikler Online-Dienst: Zwei Jahre nach dem Start von Google Street View in den USA können auch Schweizer Strassen und Häuser im Internet virtuell angeschaut werden.

Heikler Online-Dienst: Zwei Jahre nach dem Start von Google Street View in den USA können auch Schweizer Strassen und Häuser im Internet virtuell angeschaut werden. (Bild: Keystone)

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Am 14. Oktober hat das IT-Unternehmen fristgerecht auf die Empfehlungen des Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten Hanspeter Thür in Sachen Street View geantwortet. Thür hatte den von Google betriebenen Online-Dienst vor einem Monat heftig kritisiert (baz.ch/Newsnet berichtete). Der Datenschützer drohte mit einer Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht, falls Google seine Empfehlungen ablehne oder nicht befolge.

Wie das Unternehmen jetzt in einer Medienmitteilung schreibt, gebe es eine neue Version der Software zur Erkennung und Verwischung von Gesichtern. «Wir werden diese Version schnellstmöglich in das Produkt integrieren. Die Verwischungstechnologie hat bereits ein hohes Niveau erreicht - mit dieser Aufrüstung sollte sie sogar noch besser werden», schreibt Google. Auch Autokennzeichen sollen künftig besser unkenntlich gemacht werden.

Probleme mit dem Wetter

Allerdings sei es nicht immer möglich, die Bevölkerung eine Woche vor den geplanten Aufnahmen über die betroffenen Orte zu informieren. In den vergangenen 30 Tagen habe Google bereits Verbesserungen auf ihrer Website vorgenommen, um die Menschen vor Ort detaillierter zu informieren, wo die Autos mit den aufmontierten Kameras gerade fahren. «Wir tun dies auf Städte-Ebene. Der Grund dafür ist einfach: Das Wetter, geänderte Verkehrsverhältnisse und andere ungeplante Ereignisse führen oft in letzter Minute zu neuen Einsatzorten für unsere Fahrer.»

Nicht einverstanden ist Google ausserdem mit der Empfehlung von Thür, Kameras, mit denen Google die Bilder erstellt, niedriger auf den Autos zu montieren, so dass Aufnahmen von privaten Gärten und Höfen vermieden würden. «Ein niedrigerer Mast würde bedeuten, dass die Kamera sich näher an der Kopfhöhe der Fussgänger befindet. Dies möchten wir vermeiden, weil es bei Street View um Gebäude und Strassen geht und nicht um Gesichter. Deshalb legen wir die Höhe der Kamera so fest, dass optische Hindernisse vermieden werden, die den Nutzen für die Betrachter einschränken könnten.»

Hausbesitzer müssen selber aktiv werden

Natürlich anerkenne Google, dass manche Leute ihr Haus gar nicht in Street View erscheinen lassen wollen - in diesem Fall müssten diese den Link «Ein Problem melden» anklicken, das entsprechende Bild werde dann aus Street View entfernt.

(rek)

Erstellt: 15.10.2009, 11:38 Uhr

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