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«Das Internet verändert China»

Aktualisiert am 20.11.2011

Der chinesische Regimekritiker Ai Weiwei setzt grosse Hoffnungen auf das Internet. Ohne das Netz wäre er nie zu dem geworden, was er heute sei, sagt der Künstler.

Setzt auf die Kraft des Internets: Ai Weiwei, hier vor einem Gerichtstermin in Peking.

Setzt auf die Kraft des Internets: Ai Weiwei, hier vor einem Gerichtstermin in Peking.
Bild: Keystone

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Der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei spricht dem Internet eine grosse Bedeutung bei der Veränderung seines Landes zu. «In der jüngeren Geschichte waren die Chinesen wie verstreute Sandkörnchen, nie eng beieinander. Aber nun haben wir das Internet», sagte Ai dem «Spiegel» laut Vorabmeldung vom Sonntag.

Die Menschen könnten sich ohne eine physische Versammlung gemeinsam für eine Sache engagieren. «Es gibt nichts Mächtigeres als das», sagte der Künstler. «Ohne das Netz wäre ich heute nicht Ai Weiwei.»

Der Regimekritiker hatte in diesem Jahr 81 Tage im Gefängnis verbringen müssen. An seine Zeit in Haft denke er «jede Sekunde», sagte Ai. «Ich werde diese Zeit nie vergessen, nie aus meinem Gedächtnis löschen können, sie hat eine Narbe hinterlassen.» (miw/dapd)

Erstellt: 20.11.2011, 10:45 Uhr

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