Der Schmetterling, der Millionen von Computern fernsteuert

Aktualisiert am 09.03.2010

Spanische Behörden haben ein Netz von mehreren Millionen Computern zerschlagen, die mit Hilfe von Schadsoftware ferngesteuert wurden, um persönliche Daten wie Informationen von Kreditkarten zu stehlen.

Gefährliche Botnetze: Spanische Experten schätzen, dass es insgesamt 4'000 bis 6'000 solcher Netze von Computern gibt, die meist ohne Wissen ihrer Besitzer infiziert wurden.

Gefährliche Botnetze: Spanische Experten schätzen, dass es insgesamt 4'000 bis 6'000 solcher Netze von Computern gibt, die meist ohne Wissen ihrer Besitzer infiziert wurden.

Dieses «Botnet» namens «Mariposa» (Schmetterling) umfasste nach Polizeiangaben bis zu 12,7 Millionen Computer, darunter auch Arbeitsplatzcomputer in mehr als 40 Banken und anderen grossen Unternehmen.

In enger Zusammenarbeit mit den Experten privater Firmen für Computersicherheit ermittelten die Fahnder drei junge Spanier, die im Februar verhaftet wurden. Diese sollen das Botnet auf dem Schwarzen Markt übernommen und gesteuert haben. «Aber wir haben nicht den Urheber des Botnets verhaftet», sagte Juan Salon von der Abteilung Computerkriminalität der Guardia Civil.

Das Botnet «Mariposa» erstreckte sich den Angaben zufolge über mehr als 190 Länder. Die spanischen Experten schätzen, dass es insgesamt 4'000 bis 6'000 solcher Netze von Computern gibt, die meist ohne Wissen ihrer Besitzer infiziert wurden und nun für bestimmte kriminelle Aufgaben ferngesteuert werden. (rek/ddp)

Erstellt: 09.03.2010, 09:28 Uhr

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