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Die Internet-Weltmacht gelobt Besserung

Facebook wurde in den vergangenen Monaten immer wieder wegen seines Umgangs mit Nutzerdaten kritisiert. Nun hat die weltgrösste Webseite eine Privatsphären-Initiative gestartet.

Musste nach der Kritikwelle reagieren: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

Musste nach der Kritikwelle reagieren: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

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Spektakulärer Erfolg

Auf den Philippinen ist der Polizei am Dienstag mit Hilfe von Facebook ein mutmasslicher Mörder ins Netz gegangen. Der Computerfachmann und Waffennarr konnte laut Behördenangaben dank seines Facebook-Benutzerkontos ausfindig und dingfest gemacht werden. «Seine Liebe zu Computern hat ihn verraten», sagte Polizeipräsident Daniel Bautista am Dienstag der Nachrichtenagentur AP. Der Mann wird beschuldigt, bei drei Raubzügen neun Menschen getötet zu haben. Die Tochter eines Opfers war über Facebook mit dem Verdächtigen befreundet.

Der mutmassliche Mörder wird abgeführt. (Bild: Keystone )

Das Internet-Netzwerk Facebook hat eine neue Website eingerichtet, auf der sich die Nutzer über Möglichkeiten und Richtlinien des Datenschutzes informieren können. Auf der «Safety Page »sollen Neuigkeiten und Tipps im Zusammenhang mit dem Datenschutz nachzulesen sein, wie Joe Sullivan von Facebook in einem Blog-Eintrag mitteilte.

Die neue Website soll einen Sicherheitsbereich ergänzen, den Facebook im April eingerichtet hatte. Die neue Seite beinhaltet unter anderem Tipps für Eltern, für Pädagogen und für Jugendliche sowie Informationen über den Umgang von Strafverfolgungsbehörden mit Facebook.

Immer wieder kritisiert

«Facebook Safety» ist eine Initiative von Facebook Security, das mittlerweile mehr als 2,2 Millionen «Fans» unter den Nutzern hat. Facebook hat weltweit mehr als 500 Millionen Mitglieder und gilt als Web-Weltmacht. Das soziale Netzwerk wurde in den vergangenen Monaten immer wieder wegen seines Umgangs mit Nutzerdaten kritisiert. Im Juni begrüssten Datenschützer in einem offenen Brief an Facebook-Chef Mark Zuckerberg die neuesten Vorstösse des Unternehmens, mahnten aber weitere Schritte an. (rek/afp/dadp/)

Erstellt: 28.07.2010, 13:35 Uhr

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