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Die Jagd auf die Facebook-Daten ist eröffnet
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Facebook-Darsteller mag Facebook nicht
Auf der Leinwand gibt Jesse Eisenberg den Gründer von Facebook - im echten Leben hat er aber nur wenig für das Online-Netzwerk übrig. Privat nutze er der Dienst überhaupt nicht und verstehe auch nichts vom Programmieren, sagte der Schauspieler am Montag. An der Rolle des Mark Zuckerberg im Film «The Social Network» hätten ihn vielmehr die psychologischen Aspekte interessiert.
Eisenberg erklärte, er habe vergeblich versucht, die Technik hinter dem von weltweit rund 500 Millionen Mitgliedern genutzten Online-Netzwerk zu verstehen. «Am Ende habe ich mich entschlossen, Begriffe aus der Programmiersprache nur phonetisch zu lernen und mich stattdessen mehr auf die inneren Gefühlswelten dieses einzigartigen Charakters zu konzentrieren.»
Er habe Facebook lediglich während der Proben für den Film zwei Wochen lang getestet um zu verstehen, was Zuckerberg geschaffen hat, sagte Eisenberg beim Filmfestival in Rom. (dapd)
Den Nutzer im Visier: Wie ernst ist es Facebook wirklich mit der Stärkung des Datenschutzes?
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Es ist keine drei Wochen her, dass Facebook einen Bericht des «Wall Street Journals» bestätigen musste, wonach viele Anwendungen auf dem sozialen Netzwerk Nutzerdaten an Werbefirmen übermitteln. Gemäss dem «Wall Street Journal» haben mindestens zwei Dutzend Unternehmen so genannte User-IDs (mit denen die Namen von Nutzern ermittelt werden können), an Dritte weitergegeben.
Wie der Facebook-Entwickler Mike Vernal im offiziellen Unternehmsblog nun schreibt, hat mindestens ein Datenhändler diese Infos gekauft. «Bei der Untersuchung der versehentlichen Weitergabe von User-IDs haben wir einige Fälle entdeckt, in denen ein Daten-Broker Entwickler für die IDs bezahlt hat», so Vernal wörtlich.
Entwickler werden gesperrt
Facebook nehme diesen Fall sehr ernst. Facebook, so Vernal, habe «nie Benutzerinformationen verkauft» und werde das auch nie tun. Laut Vernal müssen die erhobenen Daten-IDs gelöscht werden und die betreffenden Entwickler würden für die nächsten sechs Monate von Facebook ausgeschlossen. Welche Apps für Nutzer gefährlich sind, wollte Vernal nicht sagen, es handle sich aber nicht um «Top-10-Applikationen».
Doch wie ernst ist es Facebook wirklich mit der Stärkung des Datenschutzes? Zweifel sind angebracht. Als die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» kürzlich herausgefunden hatte, dass Facebook E-Mail-Kontakte von Menschen herausfinden könne, die beim Portal gar nicht angemeldet sind, reagierte Facebook pikiert: Diese Berichte seien «überzogen», wurde Mike Vernal in deutschen Medien zitiert.
Das Netzwerk stellt als Antwort auf die immer wieder aufflammende Diskussion um Datenschutz und Sicherheit verschärfte Identitätskontrollen in Aussicht. Die wichtigste Neuerung: Ein Passwort, das man nur ein Mal zum Anmelden brauchen kann und danach nutzlos wird. Für den Mittwoch ist gemäss Informationen von amerikanischen Blogs ein grosser Facebook-Anlass geplant. Datenschützer erwarten, dass auch Unternehmensgründer Mark Zuckerberg die neuste Panne thematisiert. (rek)
Erstellt: 02.11.2010, 11:13 Uhr



