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So löschen Sie ihr Haus aus Google Street View

Nun fotografiert Google auch die Strassenzüge der Schweiz. baz.ch/Newsnet zeigt Ihnen, wie der Dienst funktioniert – und wie Sie unliebsame Bilder entfernen lassen können.

1/6 Google StreetViewCar2.jpg
Seit dem 19. März sind Google-Autos, die Aufnahmen für den Dienst Street View machen, auch in der Schweiz unterwegs.
Bild: Google

   

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Datenschutz auf Google Street View

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Googles Street View

Seit Donnerstag sind sie auch in Schweizer Städten zu sehen: Die Google-Autos, die auf öffentlichen Plätzen und Strassen für Google Street View Fotos machen. Der Dienst ist eine Funktion innerhalb des Kartendiensts Google Maps.

Wer das Tool schon mal benutzt hat, kommt aus dem Staunen kaum heraus. Es ist, als ob man selber mit einer Videokamera durch die Strasse läuft. Google schiesst aus den Opel Astras mit einem 360-Grad-Rundumblick hochauflösende Fotos. Den Google-Kameras entgeht fast nichts.

Umfangreiche Abklärungen

Das ist aus der Sicht einiger Datenschützer nicht unproblematisch. Street View gibts bereits in den USA, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien und insbesondere bei unserem nördlichen Nachbarn fragt man sich, inwieweit die Privatsphäre eines jeden Einzelnen angegriffen wird. «Wir nehmen diese Bedenken sehr ernst», sagt Google-Schweiz-Pressesprecher Matthias Meyer. «Wir sind darum schon seit längerem mit Schweizer Datenschützern im Gespräch.» Aber was unternimmt das Unternehmen konkret?

Erstens hält Meyer fest, dass die Google-Kameras ausschliesslich auf Strassen und öffentlichen Plätzen unterwegs sind. «Wir verhalten uns wie Touristen, die Fotos machen, und nachher online stellen. Unsere Anwälte haben die Legalität dieses Vorgehens bestätigt.»

Zweitens hat Google eine Technik entwickelt, welche Gesichter wie Autokennzeichen automatisch unkenntlich macht. Die sogenannte Face-Blurring-Technologie benutzt einen Computeralgorithmus, um heikle Bildinhalte in der Datenbank von Street View zu erkennen und unscharf zu machen.

Drittens kann man seine Bedenken beim Gebrauch des Dienstes direkt dem Unternehmen melden und Bildausschnitte löschen. Das funktioniert so:

  • 1. Auf der Seite maps.google.ch sehen Sie am linken oberen Bildrand ein oranges Männchen. Wenn Sie dieses Icon mit der Maus auf die Karte ziehen, sehen Sie blau eingefärbt die Regionen, wo Google Street View schon funktioniert.
  • 2. Lassen Sie das Männchen per Drag and Drop auf einen Ort fallen, zum Beispiel Strasbourg. Nun sehen Sie das Foto, welches Google an dieser Stelle gemacht hat.
  • 3. Klicken Sie auf «Bedenken melden» am linken unteren Bildrand.
  • 4. Hier findet der Nutzer ein Formular, mit welchem er fragwürdiges Bildmaterial melden kann. Nach der Prüfung der Meldung wird das Bild entfernt, verspricht das Unternehmen. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen laut Matthias Meyer indes, dass nur eine ganz kleine Minderheit ihr Haus aus Street View entfernen lässt. Grundsätzlich gehe es bei diesem Dienst weder um Personen noch Privathäuser, sondern ums visuelle Erleben einer Stadt, damit man sich zurechtfinde.

Die Bedenken des Datenschützers

Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) Hanspeter Thür begrüsst die von Google angekündigten Massnahmen, welche den betroffenen Personen Anonymität garantieren sollen. Doch alle Bedenken sind offenbar nicht ausgeräumt: «Sollte es in Einzelfällen vorkommen, dass die Anonymisierung nicht ausreicht, legt der Eidgenössische Datenschutzbeauftrage Wert darauf, dass Google unverzüglich handelt und Anonymität herstellt», sagt EDÖB-Pressesprecher Kosmas Tsiraktsopoulos. «Hanspeter Thür wird die Entwicklung um Google Street View und insbesondere die Wirksamkeit dieser Massnahmen beobachten», so Tsiraktsopoulos. Wann der Dienst in der Schweiz startet, steht nach Auskunft von Google Schweiz noch nicht fest. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 18.08.2009, 10:01 Uhr

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13 Kommentare

andreas tode

19.08.2010, 20:38 Uhr
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Sehr geehrte Damen und Herren, gibt es für Frankreich auch ein Formular, mit dem man die Unkenntlichmachung des Hauses beantragen kann? In unserer Siedlung wird sowieso häufig eingebrochen. Da fehlt es noch, dass sich die Diebe im Netz schlau machen. Mit freundlichen Grüßen a.tode Antworten


Thomas Trautmann

03.04.2009, 17:52 Uhr
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Wie toll die Anonymisierung von Gesichtern und Kennzeichen klappt sehen Sie in Strasbourg ... gehen Sie mal in Google-Earth nach Strasbourg, Pont Saint-Nicolas ... nett der Vater mit dem Sohne die genau in die Google- Earth- Cam schauen ... da freut sich die Mama daheim oder die Autokennzeichen "schau mal Papa, da ist Mamas Auto in Strasbourg, was hat sie denn da gemacht?" Schöne neue Welt! Antworten


Christian Muller

23.03.2009, 10:43 Uhr
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..hat Google eine Technik entwickelt, welche ... Autokennzeichen automatisch unkenntlich macht.. Guter Witz!! Ich wohne in Neuseeland und meine Auto Nummer ist klar ersichtlich. Wir haben dies Google bereits 2008 mitgeteilt, doch diese interessiert dies sehr wenig und gelöscht wird gar nichts! Antworten


Moritz Zehnder

23.03.2009, 10:01 Uhr
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Ich finde Street-View eine super Idee. Ich habe ein Jahr in den USA gelebt und geniesse es immer wieder über Street-View meine Erinnerungen an die unterschiedlichen Orte aufzufrischen. Für Reiseplanungen ist es auch sehr nützlich. Ich staune immer wieder wie negativ viele Schweizer eingestellt sind. Statt in paranoide Panik zu geraten, könnte man vielleicht auch einmal an die guten Seiten denken! Antworten


Peter Wolf

22.03.2009, 16:28 Uhr
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Also mich würde mal interessieren, welches Strassenverkehrsamt solche Fahrzeuge zur Nutzung freigibt. Wenn ich mir die Konstruktion so ansehe, kann ich mir nicht vorstellen, das Heiri Meier mit so einem Fahrzeug auf der Strasse herumkurven dürfte. Ob da wohl geschmiert wurde??? Antworten


Ulysse Narziss

21.03.2009, 19:31 Uhr
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Also ich wurde am Donnerstag fotografiert in Biel und ich freue mich schon darauf mich in Street View zu sehen. Antworten


Rheinhold Birgmann

21.03.2009, 11:12 Uhr
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Der Tourist Google ist cool: ein Tourist macht Fotos und stellt sie ins Netz, um von seinem Urlaub zu berichten. Google macht gezielt von allem Fotos und stellt sie mit ganz klaren wirtschaftlichen Absichten ins Netz. Es ist unglaublich, was man sich erlauben darf, wenn man nur gross und wirtschaftlich mächtig genug ist. Antworten


John Tinic

20.03.2009, 16:33 Uhr
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Mit ein paar guten Macro-Scripts kann man sich dann bald über Google das ganze Dossier zum Einbruch automatisch zusammenstellen lassen. Du verbindest dann nur noch die Infos von einer Creditrating Site mit den Bildern von Google und ein paar Angaben wo die nächsten Polizeiposten sind. Das Business ist bald vollautomatisiert. Die Einbrecher werden vom Pult in z.B. Sibirien den Break planen Antworten


Thomas Meyer

19.03.2009, 16:10 Uhr
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Die sogenannte Face-Blurring-Technologie ist völlig fehlerhaft und schlecht ausprogrammiert. Siehe irgendein Bild in Streetview in Frankreich oder Italien. Anstatt Gesichter sind vor allem Scheinwerfer geblurt und anstatt Nummernschilder oft Telefon-Nummern auf Häusern. Auch Google ist nur noch durchschnitlich diesbezüglich. Antworten


Urs Zappa

19.03.2009, 15:53 Uhr
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@Reto Rappers, nimm Firefox, installier das Add-on "NoScript" und du hast nie mehr Sorgen mit irgendwelchen versteckten Script's welche den Seitenaufbau verlangsamen. Antworten


Lukas Meier

19.03.2009, 15:08 Uhr
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Nicht zu vergessen bei Einbrüchen. Auskundschaftung und Planung kann man schön alles von Zuhause machen, spart natürlich einiges an Arbeit, ist ja auch mühsam in den Vorgärten rumzugaunern... =) Antworten


Reto Rappers

19.03.2009, 15:00 Uhr
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Mittlerweilen haben viele Webseiten Google-Analytics eingebaut (ein Javascript auf google-analytics.com). Wenn dieser Server ruckelt, ruckeln alle diese Webseiten mit. Passiert immer wieder mal. Wegen diesem Skript, das vom Google-Server geladen wird, hat man deshalb lange Wartezeiten, bevor die Seite lädt. Die Map-Tools von Google sind beeindruckend. Nur: alles hat seinen Preis. Gratis ist es NIE Antworten


Walter Schmid

19.03.2009, 14:12 Uhr
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Kann man prima verwenden, wenn man im Konfliktfall in einenn adnderen Staat einfallen will. Onlineplanung mit allen Hindernissen und strategischen Gebäuden. Ein Schritt weiter zum gläsernen Menschen. Antworten



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