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Hanspeter Thür stellt sich Google entgegen

Der eidgenössische Datenschützer macht dem Internetriesen klare Auflagen für den Bilder-Dienst Street View. Bei Verstössen will er intervenieren.

Laut den Vorgaben des Datenschützers muss Google Personen informieren, bevor fotografiert wird und erkennbare Gesichter sowie Autonummern anonymisieren. Das bestätigte Thür am Montag zu einem Bericht des Nachrichtenmagazins «10vor10». Laut Thür haben sich die Verantwortlichen des Projekts kooperativ gezeigt und wollen die Bedingungen erfüllen.

Ein Problem, nämlich die geforderte Löschung der Rohdaten nach Anonymisierung der Bilder, sei noch ungelöst. Auch hier zeichne sich aber eine Lösung ab, sagte Thür. Falls dereinst trotzdem unerlaubte Bilder auf Street View auftauchen sollten, will Thür intervenieren.

Nicht der erste Vorstoss

Google durchquert zurzeit die Schweiz, um 360-Grad-Panorama-Bilder von Strassen und Häusern aufzunehmen. Die Daten können danach in den Google-Karten genutzt werden.

Bereits Ende Mai hatte Privatim, die Vereinigung der schweizerischen Datenschutzbeauftragten, gefordert, Google müsse bei den Bildaufnahmen für Google Street View die Grundsätze des Datenschutzes berücksichtigen. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern sei dies in der Schweiz noch nicht der Fall. (cpm/ap/)

Erstellt: 16.06.2009, 08:31 Uhr

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