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IT-Jahr 2009: David wird zu Goliath und umgekehrt
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- Mit Windows 7 auf Wolke 7
- Apple will Microsoft die Show stehlen
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«Drei Bildschirme und eine Wolke» prägen künftig das Leben und Arbeiten im Netz, wie es der Microsoft-Vordenker Ray Ozzie formuliert. Die drei Bildschirme stehen für den PC, das Handy und den Fernseher. Die eigentliche Intelligenz befindet sich aber in der Wolke (englisch: Cloud), nämlich das allgegenwärtige Netz von Servern, Rechenzentren und Internet-Diensten, bei denen man nie so genau weiss, an welchem Ort sich diese gerade befinden.
Der Siegeszug der Apps
Zuerst hat das Cloud Computing die IT-Technik der Unternehmen beschäftigt, etwa auf der Cebit im März. Das Konzept verspricht erhebliche Kosteneinsparungen, wenn sich Unternehmen nicht mehr selbst um Wartung und Updates von Anwendungen und Diensten kümmern müssen.
Inzwischen aber prägen vor allem die kleinen quadratischen Symbole der iPhone-Apps das Bild vom Cloud Computing. In weniger als eineinhalb Jahren haben Programmierer mehr als 100'000 dieser kleinen Anwendungen für das Apple-Smartphone entwickelt. Viele von ihnen transportieren Informationen aller Art aus dem Netz auf das mobile Gerät.
Betriebssysteme im Wettbewerb
Wer die Programmierer für die eigene Plattform gewinnen kann, hat im Kampf um Marktanteile einen wesentlichen Vorsprung. Apple (AAPL 562.29 -0.54%) bedrängt bei Handys vor allem den Noch-Marktführer Nokia, ( 2.82 2.92%) der Anfang September in Stuttgart neue Geräte und Dienste vorstellte. Einen Monat danach folgte Microsoft, (MSFT 29.06 -0.03%) das nun mit Windows phones verlorenen Boden bei den Smartphones gutmachen will.
Windows hat mit der im November eingeführten Version 7 etwas Glanz zurückgewonnen. Das beste Windows, das es je gab, ist stabiler, etwas schneller und frei von den Schwächen des wenig beliebten Vorgängers Vista. Schon vor Microsoft hat Apple sein Mac-System erneuert; Die Version 10.6 «Snow Leopard» will unter anderem mit der Unterstützung für die Microsoft-Mail-Technik Exchange neue Nutzer gewinnen.
Allerdings sind Betriebssysteme nicht mehr so wichtig, wenn sich das Schwergewicht des digitalen Fortschritts in die Cloud verlagert. Da kommt es vor allem auch auf den Browser an. Zumindest in Deutschland konnte der Firefox des Open-Source-Projekts Mozilla erstmals den Internet Explorer von Microsoft überholen.
Bing vor der Bewährungsprobe
Sehr lebendig war es 2009 bei der Internet-Suche. Im Wettbewerb mit Marktführer Google (GOOG 591.53 -2.01%) startete Microsoft im Mai seine neue Internet-Suche Bing und vereinbarte im Juli eine enge Zusammenarbeit mit Yahoo. Ob die damit verbundenen Erwartungen in Erfüllung gehen, wird sich im neuen Jahr zeigen. Im Herbst lieferten sich die Suchmaschinenbetreiber dann einen Wettlauf bei der Einbindung von Twitter-Mitteilungen in ihre Datenbanken.
Derweil eilte Google auch 2009 von einer neuen Internet-Anwendung zur nächsten. Die meiste Beachtung fand die neue Kommunikationsplattform Wave, die sich als moderne Alternative zur E-Mail versteht. Die ersten Reaktionen fielen allerdings zurückhaltend aus. Erfolgreich agierte Google mit seinem Handy-Betriebssystem Android, das bei einer wachsenden Zahl von Herstellern Anklang findet. Im neuen Jahr soll es mit Chrome OS auch ein PC-Betriebssystem von Google geben.
Das Internet-Unternehmen war auch 2009 wieder für etliche Kontroversen über den Daten- und Urheberschutz gut. Vor allem der juristisch komplizierte Streit über Google Books zog sich das ganze Jahr über hin und kulminierte kurz vor der Buchmesse in einer scharfen Kritik von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Auch verzögerte sich die Google Street View mit 3D-Ansichten ganzer Strassenzüge in deutschen Städten wegen der Kritik von Datenschützern. Beim Schutz der Privatsphäre rückten daneben die Sozialen Netzwerke zunehmend in den Blickpunkt, Höhepunkt war eine Erpressungsaffäre beim SchülerVZ.
E-Books im Fokus
Bei der Hardware setzte sich 2009 der Trend zum Netbook weiter fort. Ein herausragendes Thema waren daneben die E-Books. Hier setzten Sony und Amazon ( 212.89 -1.09%) die Akzente. Das Kindle ist seit Herbst auch in Europa verfügbar, das Buchangebot dafür ist allerdings noch überwiegend englischsprachig. Im neuen Jahr darf man gespannt sein, wie das Berliner Startup-Unternehmen Txtr mit seinem E-Book ankommen wird - es bezieht seine Inhalte wie das Kindle direkt aus dem Netz. (rek/ap)
Erstellt: 23.12.2009, 09:04 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.





