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«Ich wehre mich gegen diese Form der Entblössung»

Aktualisiert am 06.02.2010

Der Internetdienst Google Street View bekommt jetzt auch in Deutschland massiven Gegenwind.

«Die flächendeckende Fotoaktion ist nichts anderes als eine millionenfache Verletzung der Privatsphäre»: Ilse Eigner.

«Die flächendeckende Fotoaktion ist nichts anderes als eine millionenfache Verletzung der Privatsphäre»: Ilse Eigner.
Bild: Keystone

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Die deutsche Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner, sozusagen die Kosumentenschützerin, hat den Internetdienst Google (GOOG 591.53 -2.01%) Street View scharf kritisiert. «Die flächendeckende Fotoaktion ist nichts anderes als eine millionenfache Verletzung der Privatsphäre», sagte die CSU-Politikerin dem Nachrichtenmagazin «Focus». «Ich wehre mich gegen diese Form der Entblössung. Kein Geheimdienst dieser Welt würde so ungeniert auf Bilderjagd gehen.»

Google Street View stellt detaillierte Bilder von Häusern und Strassenzügen zur Verfügung. Für den Dienst macht Google Aufnahmen in einer 360 Grad Ansicht. Eingestellt sind bislang unter anderem Bilder von Paris und London sowie Schweizer Kommunen.

Aigner steht nach eigenen Worten im Kontakt mit dem Innenministerium, um rechtliche Schritte und mögliche Gesetzesänderungen zu prüfen: «Ich setzte mich dafür ein, das bisherige Verfahren umzudrehen. Die Bürger sollten nicht gegen eine Veröffentlichung ihrer privaten Daten widersprechen müssen, sondern Google sollte die Pflicht haben, die Genehmigung der Bürger einzuholen, wenn sie das Foto eines Privathauses veröffentlichen möchten.» (cpm/ddp)

Erstellt: 06.02.2010, 12:53 Uhr

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