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Internet-Gigolos: Der «US-General» hat noch einen Koffer in Ghana
Von David Schaffner. Aktualisiert am 17.10.2009 2 Kommentare
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Wer im Internet die grosse Liebe sucht, trifft wohl früher oder später auf Betrüger, die gekonnt auf der Klaviatur der menschlichen Gefühle spielen. Nachdem der «Tages-Anzeiger» publik gemacht hat, dass angebliche Generäle der US-Armee auf Schweizer Singlebörsen mit Frauen anbandeln und sie später um Geld bitten, haben sich mehrere Personen mit ähnlichen Erfahrungen gemeldet.
Eine Frau erzählt, dass sie auf Elitepartner.ch – «Akademiker und Singles mit Niveau» – innert kurzer Zeit viermal von verschiedenen US-Generälen angeschrieben worden sei. Die Frau hat sich bei der Agentur beschwert. Erst nach mehreren Mails hat sich Elitepartner gemeldet und entschuldigt. Gegenüber dem TA gab die Agentur diese Woche an, dass ihr kein einziger Fall von sogenanntem Romance Scam oder Love Scam bekannt sei. Beschwert hatte sich die Frau allerdings schon früher.
Ein richtiger «Frauenversteher»
Auf die erneute Frage, ob nicht doch Fälle bekannt seien, weicht Elitepartner aus: «Eine konkrete Zahl von Fällen können wir Ihnen nicht nennen, da wir allen Hinweisen umgehend nachgehen und auffällige Profile sofort löschen», schreibt eine Sprecherin. Die enttäuschte Elitepartner-Kundin glaubt allerdings, dass die Website geradezu mit betrügerischen Profilen verseucht sei. Nach der rund einen Monat dauernden und dann abrupt beendeten Onlineromanze mit dem ersten General, meldeten sich bei ihr in wenigen Stunden gleich drei weitere, gut aussehende Generäle. Während der ersten Romanze hatte die Frau ihr Profil für neue Bekanntschaften gesperrt und dann erneut eröffnet.
Die Frau erzählt, dass die Betrüger psychologisch geschickt vorgehen. Mit ihrem ersten General habe sie jeden Tag mindestens eine Stunde lang gechattet oder über Skype telefoniert. Der Mann sei sehr charmant gewesen, eloquent, ein richtiger Frauenversteher. Es sei ihm gelungen, seine betrügerische Geschichte immer weiterzuspinnen, ohne sich in offensichtliche Widersprüche zu verwickeln. Als angeblicher General im Irak habe er detailliert über tatsächlich vorgefallene Terroranschläge berichtet.
2000 Franken aus Mitleid
Als er schliesslich finanzielle Probleme erwähnte, hat er die Frau nicht einmal direkt um Geld gebeten. Sie habe sich aus Mitleid selber anerboten, die benötigten 2000 Franken zu schicken. Bei dieser Geschichte wäre das Geld nach Ghana gegangen – angeblich um den Koffer eines Diplomaten auszulösen, der wegen abgelaufener Papiere am Zoll festsitze. Erst der Angestellte bei Western Union hat der Frau davor abgeraten, das Geld zu schicken. Es habe schon mehrmals Probleme gegeben wegen Zahlungen für Koffer in Ghana. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 17.10.2009, 08:23 Uhr
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2 Kommentare
Wenn man Geld nach Afrika schickt, kann man es gleich als "Entwicklungshilfe" abbuchen. Ich wurde früher auch von afrikanischen "Königsöhnen etc." um Hilfe gebeten, Millionen in die Schweiz zu transfererien. Ich hätte dann einen Millionenbetrag bekommen. Wer den Braten nicht riecht, ist selber schuld!!! Jetzt versucht man es halt mit Gefühlen und kleineren Beträgen. Scheinbar mit Erfolg. Antworten
Mir hätte Ihr Artikel geholfen, wenn er einen Monat früher erschienen wäre... Ich hätte da auch noch eine persönlich erlebte Geschichte aus Elfenbeinküste, die bloss gut zu Ende kam wegen einer knallharten Mitarbeiterin für Western Union... M. M. Antworten






















































































