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Kann ich Facebook-Aktien kaufen?

Aktualisiert am 03.02.2012

Das soziale Netzwerk Facebook geht an die Börse. Zwar steht noch kein Datum fest, dafür aber die Zahlen. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu dem Thema.

1/19 Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (mit Sonnenbrille): Im Februar 2012 kündigt das Portal den Gang an die Börse an. Das Portal zählt 845 Millionen Nutzer und ist in 70 Sprachen verfügbar. Wenn das soziale Netzwerk ein Land wäre, hätte es nach China (1,34 Milliarden Menschen) und Indien (1,17 Milliarden) die drittgrösste Bevölkerung.
Bild: AFP

   

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1. Warum will Facebook ( 31.91 -3.39%) an die Börse?

Seit 2004 gibt es Facebook, und bislang floss Geld vor allem von Risikokapital-Gebern und grossen Investmentfonds. Diese wollen nun, dass sich ihre Investitionen auszahlen – und mit dem Börsengang Kasse machen, indem sie ihre Anteile am Unternehmen verkaufen. Auch Facebook selbst bringt ein Börsengang Geld und füllt die Firmenkasse für neue Projekte.

2. Was will Facebook mit dem Geld machen?

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat zum Börsengang noch einmal seine Vision dargelegt: Er glaubt, dass Vernetzung die Welt besser macht und einen Vorteil für alle darstellt. «Facebook existiert, um die Welt offener und vernetzter zu machen, und nicht nur, um ein Unternehmen zu sein», erklärte Zuckerberg am Mittwoch. An dieser Idee will er weiter arbeiten und mit Facebook aus dem Internet ein soziales Netz machen. Das Geld aus dem Börsengang braucht er, um entsprechende Angebote weiterzuentwickeln und neue Ideen umzusetzen.

3. Wem gehört Facebook bislang?

Bislang hält das Management einen grossen Anteil an dem Unternehmen: Zuckerberg selbst hält 28,8 Prozent der Stimmrechte, das komplette Vorstandsteam kommt auf fast 70 Prozent. Weitere grössere Anteile halten mehrere Investmentfonds, die zumindest einen Teil ihrer Aktien nun abstossen könnten, um ihr früheres Investment zu Geld zu machen.

4. Was ändert sich für mich als Nutzer?

Zunächst einmal nichts. Ziel des Börsengangs ist es, Facebook weiterzuentwickeln – das heisst, die Zahl der Funktionen und Zusatzdienste dürfte auch in Zukunft rasant ansteigen. Keine grossen Sorgen machen müssen sich Nutzer, dass demnächst Facebook zusammen mit ihren Nutzerdaten weiterverkauft werden könnte. Denn Mark Zuckerberg hat Sorge getragen, seinen Einfluss auf alle wichtigen Unternehmensentscheidungen zu behalten, ein Verkauf gehört dazu. Das ändert natürlich nichts daran, dass Facebook schon jetzt sehr viele Daten seiner Nutzer einsehen kann.

5. Kann ich auch Facebook-Aktien kaufen?

Das dürfte zumindest beim Börsengang selbst schwierig werden. Facebook hat keine deutsche Bank in das Konsortium aufgenommen, die den Börsengang organisiert. Hinzu kommt, dass Unternehmen bei ihrem ersten Schritt an die Börse gerne institutionelle Anleger auswählen. Auch dürften die Aktien wahrscheinlich überzeichnet sein – das Interesse ist also grösser als die Zahl der ausgegebenen Anteilsscheine.

6. Steht eine neue Internetblase bevor?

Die Milliardensummen, die derzeit bei Börsengängen und Übernahmen in der Hightech-Branche gezahlt werden, deuten darauf hin – aber es gibt natürlich keine Sicherheit. Facebook selbst wird mit bis zu 100 Milliarden Dollar bewertet, hat 2011 aber nur eine Milliarde Dollar verdient. Das Verhältnis der beiden Werte beträgt also 1 zu 100 – während es nach Angaben der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) normalerweise eher bei 1 zu 15 liegt. «Eine Investition ist eine Wette auf die Zukunft», sagt deshalb auch DSW-Sprecher Jürgen Kurz. (rek/AFP)

Erstellt: 03.02.2012, 08:09 Uhr

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